Austrian Classics 2011

Innsbruck / Österreich: vom 15. bis zum 17.04. trafen sich in der Olympiahalle mehr als 1.300 Sportler aus 30 Nationen zum WorldCup in den Disziplinen des Kick-Boxens und Formenlaufs. Die Veranstaltung wird bereits seit Jahren vom offiziellen Welt-Kampfsport-Verband WAKO ausgetragen und fand nun zum zweiten mal in Innsbruck statt. Mit 10 Startern dabei war der KSV Friedberg-Dorn-Assenheim und wurde der mit Abstand erfolgreichste Verein im Formenlauf auf diesem Turnier. Mit insgesamt 7 ersten, 6 zweiten, 4 dritten und 2 vierten Plätzen konnte der Verein nahtlos an die Erfolge des vergangenen Jahres anknüpfen.

Im Formenlauf kämpfen die Sportler gegen einen fiktiven Gegner unter der Nutzung festgelegter KungFu-Techniken zu selbst ausgewählter Musik. Durch die traditionellen Kampfanzüge, die Musik und die akrobatischen Techniken verbindet dieser Sport Kampf, Rhythmik und Eleganz. Die Bewertung erfolgt, ähnlich dem Eiskunstlauf, durch Punktevergabe nach festen Kriterien.

Der KSV trat in den Altersklassen Jugend B (bis 12 Jahre), Jugend A (bis 15 Jahre) und Senioren (ab 16 Jahre) in den Disziplinen Softstyle / mit und ohne Waffen an. Fast alle KSV-Sportler traten mit und ohne Waffen an.

In der Jugend B (bis 12 Jahre) überraschte zunächst Jasmin Schestag damit, dass sie in ihrem erst zweiten internationalen Turnier im Stechen ihre erfahrenere Vereinskameradin Branca Schwabe schlug und den ersten Platz belegte. Fabienne Rupp wurde Dritte und Robin Fischer Vierter. Im Formenlauf Jugend B / mit Waffen belegte der KSV ebenfalls die ersten 4 Plätze in der Reihenfolge Branca Schwabe, Robin Fischer, Fabienne Rupp und Jasmin Schestag. In der Altersklasse Jugend A (bis 15 Jahre) fand an der Spitze ein vereinsinternes Duell statt. Jaqueline Veith siegte in der Disziplin mit Waffen, Nadine Rupp wurde zweite, ohne Waffen tauschten beide die Platzierungen.

Auch bei den Senioren / Damen wurde der Kampf um das Treppchen KSV-intern ausgetragen. Michelle Veith und Anabelle Zimmermann wurden jeweils einmal erste und einmal Zweite, Madina Ghafoor zweimal Dritte.

Abschließend setzte sich bei den Herren ohne Waffen der amtierende Weltmeister, Dennis Morgan aus Friedberg, gegen die Konkurrenz aus Österreich und Belgien durch und wurde Erster.

Armando Regner, der Gründer und Cheftrainer des Vereins, ist sichtlich stolz auf die Erfolge seiner Schützlinge. Er betonte allerdings, dass die Turniersaison 2011 erst begonnen hat. Die Hessenmeisterschaft findet am 08. Mai in Melsungen statt und bereits an Pfingsten folgt die Deutsche Meisterschaft in Leipzig. Aus diesem Grunde werden die Sportler auch trotz der in Innsbruck errungenen Erfolge hart weiter trainieren, um Ihre Techniken zu optimieren. Wir wüschen hierbei weiterhin viel Erfolg.

Ehrung der Pioniere

Die German Open waren mit knapp 400 Teilnehmern gut besucht. Wenn man bedenkt, dass bereits am Wochenende darauf der Austrian Classics World Cup ausgetragen wird, war man mehr als zufieden. Das Turnier war sehr gut organisiert. Die Zuschauer bekamen tolle Kämpfe zu sehen. Das erste Mal wurden auch Kämpfe mit Lowkick ausgetragen.  Im Rahmen der German Open wurde Jürgen Schorn für seine Arbeit der 6. Meistergrad verliehen. Weiterhin wurden einige Pioniere des Kickboxens mit der Goldenen Ehrennadel der WAKO Deutschland ausgezeichnet. Dies waren Geert Lemmens, Antoni Spatola, Gustav Baaden und Peter Blankenburg (war leider nicht anwesend). Danach stellten sich die Pioniere mit dem WAKO Präsidium den Fotografen.

v.l. Gustav Baaden, Geert Lemmens, Antonino Spatola, Peter Zaar, Michael Wübke, Werner Soßna.

Kadersportler gewinnt erneut die Estonia Open

Erster Platz für Dellermann – doch die Pechsträhne des letzten Jahres ist noch nicht zu Ende

Zu den Estonia Open die in der Hauptstadt Tallinn ausgetragen wurden kamen ca. 180 Kämpfer aus Estland, Russland, Finnland, Norwegen, Lettland Israel und mit Dominik Dellermann erneut der einzige Vertreter aus Deutschland. Der TSV Kämpfer war mit seinem Trainer Werner Soßna am Freitagabend in der Hauptstadt angekommen und brachte beim Wiegen mit 70,5 kg das geforderte Gewicht locker auf die Waage. Nach dem offiziellen Wiegen bezogen die deutschen Vertreter das Hotel und begaben sich ins Restaurant zum Essen. Die Außentemperaturen lagen in diesem Jahr mit – 25 C jedoch weit unter denen der vergangenen Jahre, so dass man es vorzog in diesem Jahr keine Stadtbesichtigung zu unternehmen. Am Samstagmorgen begann das Turnier.

Nachdem Dellermann die Estonia Open im vergangenen Jahr gewonnen hatte erhielt er in der ersten Runde ein Freilos und so nutzten er und sein Trainer die Zeit sich die anderen Kämpfe anzusehen und vor allem die möglichen Gegner des TSV Kämpfers zu studieren. In Dellermanns Gewichtsklasse im Vollkontakt der Herren –71kg kämpften im Viertelfinale der Russe Maxim Krasyukov gegen den Finnen Tomi Puikkonen um den Einzug ins Halbfinale. Die Höchstadter hätten ja gerne den Finnen als möglichen Gegner gehabt, da dieser Dominik bei der EM vor zwei Jahren schon einmal besiegen konnte und der Höchstadter hier somit noch eine Rechnung offen hatte. Leider verlor der Finne gegen den Russen knapp mit 1:2 Kampfrichterstimmen und somit stand er Russe als Gegner für den TSV Kämpfer fest. Im weiteren Verlauf kämpfte in dieser Klasse ein weiterer Russe Andrei Zhuralev gegen den Norweger Janar Muttik. Auch hier behielt der Russe die Oberhand und zog mit einem 3:0 Sieg ins Finale ein. Dominik sollte am Nachmittag um den Einzug ins Finale kämpfen. Leider verschoben sich die Kämpfe wegen Verzögerungen immer mehr und da am Abend um 20.00 Uhr für die offiziellen – darunter auch Werner Soßna in seiner Eigenschaft als Weltvizepräsident der WAKO – ein Empfang beim Bürgermeister der Stadt auf dem Programm stand und das Turnier somit spätestens um 19.30 Uhr beendet sein musste wurden die letzten Kämpfe des Tages gestrichen und Dellermann musste nun am Sonntagvormittag um den Einzug ins Finale kämpfen und sollte er gewinnen am Nachmittag dann das Finale. So entschied man sich während die anderen Kämpfe langsam beendet wurden zu einer kleinen Trainingseinheit um die Muskulatur die während des Herumsitzens doch ein wenig steif geworden war zu lockern und ein paar Kampfsituationen in Bezug auf den Stil des Russen auszuprobieren. Nach dem Duschen ging es dann zum Empfang des Bürgermeisters, wo Dominik jedoch nicht so Essen konnte wie er es vielleicht gerne getan hätte, da am Sonntagmorgen noch einmal alle Kämpfer die noch kämpfen mussten erneut gewogen wurden.

Am Sonntagmorgen fand dann endlich der Halbfinalkampf gegen Andrei Zhuralev statt. Dominik war von TSV Trainer Werner Soßna optimal auf den Stil des Russen eingestellt worden. Dieser fand zu keiner Zeit in den Kampf und Dominik konnte mit seinen Kicks, gegen die der Russe kein Mittel fand, ein ums andere Mal Punkten. In der zweiten Runde musste der Russe nach einem harten Kick zum Kopf den Ringboden aufsuchen und angezählt werden. Er stand bei acht wieder auf den Beinen und hatte dann aber Glück dass der Gong zum Rundenende kam und er sich erholen konnte, denn sonst wäre der Kampf hier vielleicht schon vorzeitig zu Ende gewesen. So ging es in die dritte Runde. Auch hier war der TSV Kämpfer seinem Gegenüber klar überlegen und bestimmte den Kampf. Am Ende zog Dominik mit einem klaren 3:0 Urteil ins Finale ein. Dieses fand eine Stunde später statt. Und hier stand ihm mit Andrei Zhuralev ein weiterer Russe gegenüber. Dieser hatte den Halbfinalkampf von Dellermann gesehen und die guten Fußtechniken des Höchstadters hatten ihn scheinbar beeindruckt. So stand mit einer sehr geschlossenen Deckung im Ring um die harten Kicks zu vermeiden. Dennoch gelang es Dominik immer wieder die Deckung zu öffnen und Treffer zu landen. Auch der zweite Russe kam mit dem druckvollen Kampfstil des Deutschen nicht so zurecht, zumal Trainer Soßna in jeder Ringpause die Taktik änderte und seinen Schützling zu jeder Runde mit einer anderen Marschroute in den Kampf schickte. Das zermürbte den Russen da er sich, kaum dass er sich auf eine eingestellt hatte schon mit einer neuen konfrontiert sah. So konnte Dominik auch diesen Kampf deutlich nach Punkten für sich entscheiden und seinen Vorjahreserfolg wiederholen. Die schlechte Nachricht kam jedoch nach dem Kampf. Denn Dellermann klagte nach dem Kampf über Schmerzen in der linken Hand. Bei einer ersten Untersuchung durch den Ringarzt vermutete dieser einen Bruch des Daumenknochens. Um das genau zu klären wurde Dominik in die nahe gelegen Klinik zum Röntgen gebracht. Hier bestätigte sich der Verdacht des Arztes. Das Grundgelenk des linken Daumens war gebrochen und man verpasste dem Höchstader einen Gips. Somit ist sein Start in vier Wochen bei den Danish Open in Aalborg nun gestrichen, denn bei einer Untersuchung in Deutschland stellte sich heraus, dass der Bruch komplizierter ist und der Daumen operiert und verschraubt werden muss. Nach der Schulterverletzung in der Türkei und der Fußverletzung bei der Europameisterschaft im letzten Jahr hatten die Höchstadter eigentlich gehofft dass das neue Jahr nun wieder normal verlaufen werde. Aber scheinbar geht das neue Jahr so weiter wie das alte aufgehört hat. Das wirft Dellermann, der seine Form nach harten Trainingswochen wiedergefunden hat, natürlich zurück. Und dass, wo man sich in diesem Jahr mit dem Ziel bei der Weltmeisterschaft erfolgreich zu sein, doch so viel vorgenommen hat. Zu Hausen ahm Trainer Soßna dieses erneute Missgeschick schon wieder mit Humor. So witzelte er mit seinem Schüler dass man – wenn der so weitermacht – mit ihm nun die Kliniken der einzelnen Länder bald genauso gut kenne werde wie die Sporthallen. Bleibt nur zu hoffen, dass dies nun die letzte schwere Verletzung im WM Jahr war.

WAKO Jahreshauptversammlung in Köln

Bei der Jahreshauptversammlung in Köln wurde das alte Präsidium wiedergewählt. So leiten nun Peter Zaar als Präsident und Michael Wübke und Werner Soßna als Vizepräsidenten für weitere vier weitere Jahre den Verband. Die Versammlung verlief trotz einiger verschiedener Meinungen bei bestimmten Punkten harmonisch.

Die gravierenste Neuigkeit welche auf der Versammlung beschlossen wurde ist die Einführung der Disziplinen Lowkick, K1 und Kick Light was der Weltverband von den deutschen gefordert hat. Dies wurde von fast allen Landesverbänden begrüßt, da man ganz einfach mit der Entwicklung gehen müsse.  Da es noch Schwierigkeiten bzgl. Kampfrichter, Regeln etc.  zu bewältigen gibt, wird bei den German Open erst einmal nur die Disziplin Lowkick mit angeboten. Bis die WAKO Deutschland in den neuen Disziplinen ein eigenes Regelwerk hat gilt das internationale WAKO Regelwerk. Genaueres erfahrt ihr bei der Bundesgeschäftsstelle oder den Jahreshauptversammlungen eurer Landesverbände. Weiterhin wurde beschlossen, den Kopfschutz mit Jochbeinschutz bei den Turnieren wieder zuzulassen.

Die Bundesturniere wurden wie folgt vergeben:

  • 2011 German Open in Barsbüttel bei Hamburg – Deutsche Meisterschaft in Leipzig – Deutschlandpokal in Hamburg
  • 2012 German Open in Ebern – Deutsche Meisterschaft in Eberswalde – Deutschlandpokal in Nordrhein Westfalen
  • 2013 German Open in Schweinfurt – Deutsche Meisterschaft in Niedersachsen – Deutschlandpokal Hamburg

Das Präsidium hofft  auf eine gute Zusammenarbeit, neue Vereine und auf weitere erfolgreiche Jahre.

Europameisterschaft Leichtkontakt in BAKU

Europameisterschaft im Leichtkontakt in BAKU / Aserbaidschan
Trotz der Visaprobleme und einiger Länder welche nicht einreisen durften waren bei der Em 32 Länder am Start. Im Leichtkontakt waren es 152 Starter (134 Lowkick und 130 K1) der insgesamt 416 Teilnehmer. Ohne die geänderten Visabestimmungen wären sicher 100 Sportler mehr gekommen. 

Sascha Schuchardt gegen Andrea Patelli (ITA)
Leider endet der Tag nicht wie erwartet. Die Italiener sorgten dafür, dass das deutsche Team mit einer Niederlage den ersten Tag beendete. Auch Sascha fand nicht in den Kampf. Er unterlag, weil er zwar mitkämpfte, der Wille zum Sieg aber fehlte. Umso bedauerlicher, dass auch er gegen einen zwar ebenfalls starken Italiener nur knapp unterlag, aber mit etwas mehr Einsatz durchaus hätte gewinnen können.

Achmed Nabo gegen Marco Perissinotto (ITA)
Nach den Siegen gab es leider wieder eine Niederlage. Achmed setzte die Vorgaben der Bundestrainer nicht um und tat sich so schwer gegen den starken Italiener. Am Ende unterlag der deutsche knapp mit 1:2 Kampfrichterstimmen und es wurde nichts mit einer weiteren Medaille für Deutschland.

Fabian Fingerhut gegen Ilyas Keskin (TUR)
Die dritte Medaille für das deutsche Team. Fabian befolgte strickt die Anweisungen der Bundestrainer und beherrschte so den hart kämpfenden Türken nach belieben. 30 Sekunden vor Schluss führte Fabian so deutlich, dass er sich nur noch Bewegen musste um den Sieg nach Hause zu bringen. Den Türken hatte zu diesem Zeitpunkt schon derart zermürbt, dass dieser auch keine Anstalten mehr machte anzugreifen und froh war als der Schlussgong ertönte. Damit hat das deutsche Team nach den Anlaufschwierigkeiten endlich ins Turnier gefunden und nun schon drei Medaillen sicher.

Stefan Bücker gegen Oleksandr Opolev (UKR)
Gegen den Ukrainer zeigte Stefan Bücker universelles Kickboxen. Er war seinem Gegner in allen Belangen überlegen und überzeugte auch die Kampfrichter mit seinen klaren Treffern. Aus einer guten Bewegung heraus setzte er seine Angriffe und punktete ein ums andere Mal. Dies zeigte sich dann auch im Endergebnis in dem Stefan deutlich nach Punkten vorne lag und so eine weitere Medaille für das Team sichern konnte.

Christian Pohl gegen Tobby Bermuller (IRL)
Man könnte sagen jede Serie geht einmal zu Ende und somit auch die Niederlagenserie der deutschen an diesem Tag. Nach einem packenden Kampf besiegte Christian Pohl den einen Kopf größeren Irländer klar nach Punkten und sicherte dem deutschen Team die erste Medaille dieser EM. Christian beherrschte den Gegner drei Runden lang und als der Ire mehr härte in den Kampf brachte, hatte Christian die richtige Antwort parat. Er schickte den Iren gleich zweimal zu Boden und zeigte diesem damit, dass er nicht gewillt war hier zu verlieren. Hoffen wir mit diesem Sieg die positive Phase eingeleitet zu haben und warten auf weitere Siege für unser Team.

Achmed Nabo gegen Baharuz Chiragov (AZE)
Der erste Sieg für das deutsche Team wenn auch ohne Kampf. Der Gegner von Achmed trat zum Kampf nicht an, da er sich beim Aufwärmen eine Verletzung zugezogen hatte. Sichtlich enttäuscht nicht kämpfen zu können verlies Achmed die Kampffläche als Sieger durch nicht antreten.

Maneka Kissel gegen Maria Antonietta Lovicu (ITA)
Mit der Niederlage von Maneka setzte sich die begonnene Serie des deutschen Teams leider fort. Maneka fand nicht in den Kampf und unterlag gegen eine stark kämpfende Italienerin nach Punkten.

Serdar Kaplan gegen Manuel Nordio (ITA)
Serdar fand gegen den Italiener zu keiner Zeit seine Kickboxerische Linie. Die zu Beginn des Kampfes vorhandene Nervosität konnte er auch in den weiteren Runden nicht ablegen. So gewann der Italiener knapp aber verdient mit 3:0 Kampfrichterstimmen.

Max Bessel gegen Adam Kovacs (HUN)
Trotz starker kämpferischer Leistung gelang Max Bessel kein Sieg gegen den Ungarn. Max kam mit dem Semikontaktstil des Ungarn, der sich immer wieder mit unfairen Mitteln sowie dem wiederholten verlassen der Kampfläche dem Kampf entzog nicht klar. Der Ungar hatte wegen seiner andauernden Kampfverzögerungen und verlassen der Kampffläche schon je zwei Verwarnungen erhalten. Die inkonsequent durchgreifenden Kampfrichter wagten es jedoch nicht den längst fälligen Minuspunkt und die darauffolgende Disqualifikation auszusprechen. So konnten die Ungarn mit ihrem seit Jahren praktizierten unsportlichen Verhalten einen weiteren Sieg erringen.

Sya Ukena gegen Maria Semenova (RUS)
Auch Sya erkämpfte sich die Bronzemedaille. Gegen die starke Weltmeisterin aus Russland konnte Sya zu Beginn noch mithalten, geriet dann aber in Rückstand. Bei einer Aktion in der ersten Runde erhielt sie einen harten Treffer und verletzte sich an der Nase. Obwohl es Sya noch einmal versuchte merkte man ihr an, dass sie durch die Verletzung gehemmt war. Nach weiteren Treffern in der zweiten Runde brach Peter Zaar den Kampf zum Schutz der Gesundheit seiner Kämpferin ab.

Verena Huber gegen Nicole Trimmel (AUT)
Gegen die erfahrene und überaus starke Österreicherin hatte Verena einen schweren stand. Die große internationale Erfahrung von Trimmel gab gegen die zum ersten Mal an der EM teilnehmenden Huber den Ausschlag für den Sieg. Verena hielt sich gut, konnte aber den Sieg nicht nach Deutschland holen. Auch für sie gab es am Ende die Bronzemadaille.

Stefan Bücker gegen Bojan Miskovic (CRO)
Gegen den unbequem kämpfenden Croaten kam Stefan zu keiner Zeit des Kampfes zurecht. Stefan fand nicht in die Richtige Distanz und unterlag am Ende nach Punkten. Immerhin konnte er sich mit dem dritten Platz die Bronzemedaille erkämpfen.

Christian Pohl gegen Zeijan Jesic (CRO)
Mit einer taktischen Meisterleistung zog auch Christian ins Finale ein. Er behielt seine Marschroute konsequent bei. Er lies sich weder von den wilden Angriffen des Croaten noch von den schlechten Kampfrichtern die seine Treffer nur sehr zögernd punkteten aus der Ruhe bringen. Er behielt bei diesen Angriffen stets die Ruhe und konterte diese souverän aus. Ausschlaggebend für den Sieg waren letztendlich seine guten Fußtreffer zum Kopf mit denen er die wichtigen Punkte machte und nun ebenfalls im Finale die Chance auf Gold hat.

Fabian Fingerhut gegen Juso Prosic (AUT)
Im vorweggenommen Finale der beiden alten Kontrahenten setzte sich Fabian mit einer taktisch hervorragenden Leistung klar nach Punkten durch. Fabian setzte die vorgegebene Marschroute konsequent durch und sicherte Deutschland die erste Silbermedaille. Morgen oder am Samstag kann er diese dann im Finale vergolden. An dieser Stelle soll ich Miriam von Fabian herzliche Grüße ausrichten und er freut sich schon auf zuhause.

Sya Ukena gegen Valeria Mercurico (ITA)
Das war die fünfte Medaille für Deutschland. Sya zeigte ihr bestes Kickboxen und lies der Italienerin in keiner der drei Runden des Kampfes eine Chance. Sie traf nach belieben mit den Händen oder den Kicks und baute ihren Vorsprung von Runde zu Runde aus und zog mit dem Sieg ins Halbfinale ein.

Yamille Castillo Preuss gegen Zaneta Ciesla (POL)
Nach einem spannenden Kampf verlor Yamille gegen die stärkere Polin knapp nach Punkten. Auch Yamille gab bis zum Schlussgong alles, doch die Polin war in den entscheidenden Situationen einen Tick stärker.

Martina Förg gegen Marta Fenyevesi (HUN)
Gegen die Weltmeisterin gab Martina alles. Obwohl sie nach Punkten bereits nach der ersten Runde zurücklag und die Weltmeisterin aus Ungarn ihr ganzes Können abrief gab sich Martina in keiner Phase des Kampfes geschlagen und hielt bis zum Ende tapfer durch. Sie versuchte alles den Kampf zu drehen, doch gegen die erfahrene Weltmeisterin unterlag sie am Ende nach einem tollen Kampf nach Punkten.

Mike Höfer gegen Philipp Salugin (RUS)
Der einen Kopf größere Russe ließ Mike keine Chance. Der Russe setzte seine größerer Reichweite gekonnt ein und war auch im Nahkampf sehr stark. So konnte Mike zwar ab und zu mitpunkten, die besseren Treffer verzeichnete jedoch der Russe. Damit startet das Deutsche Team mit einem Sieg und einer Liederlage in den zweiten Tag.

Verena Huber gegen Gordana Boshevska (MKD)
Verena setzte die Vorgaben der Bundestrainer nahezu perfekt um und hatte gegen ihre Gegnerin keine Probleme. Mit guten Hand- und Fußkombinationen baute sie ihren Vorsprung von Runde zu Runde kontinuierlich aus und sicherte sch so am Ende einen überlegenen Sieg mit über 10 Treffern Vorsprung.

Helge Lohmann gegen Zimmermann (AUT)
Helge konnt edas Finale leider nicht für sich entscheiden. Sein Österreichischer Gegner traf in mehrmals so hart, dass Peter auf anraten des Ringarzt den Kampf zum Schutz des Kämpfers aufgab. Dennoch freute man sich im deutschen Lager über den zweiten Platz und die Silbermedaille.

Die Finalkämpfe

Christian Pohl gegen Sergeji Zhukov (RUS)
Christian zeigte gegen den Russen einen ganz starken Kampf. Taktisch hervorragend eingestellt und auf die Anweisungen der Bundestrainer hörend kämpfte er drei Runden lang mit dem extrem starken Russen auf Augenhöhe. In der zweiten Runde kam Christian ganz stark auf und der Russe musste in der letzten Runde alles geben um den Sieg einzufahren. In diesem Kampf zeigte Christian seine beste Leistung und mit etwas mehr Glück wäre er als Sieger von der Matte gegangen. Dennoch ist auch die Silbermedaille ein toller Erfolg für den Schüler von Peter Zaar.

Fabian Fingerhut gegen Iida Gabasov (RUS).
Fabian wuchs gegen den amtierenden Weltmeister über sich hinaus. Wie schon Christian zeigte auch er einen tollen Kampf. Fabian verlangte dem Russen alles ab. Taktisch ebenso gut eingestellt machte er dem Russen das Leben schwer. Auch dieser Kampf entschied sich erst gegen Ende der letzten Runde in der sich der Russe den entscheidenden Punktevorsprung, welchen er dann über die Zeit brachte, herauskämpfen konnte. Dennoch war auch diese Silbermedaille ein toller Erfolg.

Dreimal Silber und dreimal Bronze  für Deutschland sind die Ausbeute dieser Europameisterschaft. Sicher wäre ein Titel schön gewesen, doch bei den starken Teilnehmern ist jede Medaille ein Erfolg.

Jugend und Junioren Weltmeisterschaft in Belgrad

Bei den Jugend und Junioren Weltmeisterschaften welche vom 20.-26.09.2010 ausgetragen wurden erkämpften sich die deutschen Sportler eine Gold (Julia Wiesemann), zwei Silber (Maximilian Meier und Lisa Marie Schandl) und vier Bronzemedaillen (Kian Golpira, Mark Brecht, Florit Shala und Angelina Bröhan). In Belgrad wraen 1325 Sportler aus 52 Nationen von fünf Kontinenten am Start. Dies war das bisher Größte Event im Jugend und Juniorenbereich.

Das Deutsche Team bei der Weltmeisterschaft 2010 in Belgrad / Serbien

Hier die Auflistung der Kämpfe:

Am ersten Wettkampftag fanden folgende Kämpfe mit deutscher Beteiligung statt.

Shala Florit siegte gegen den Italiener Gianni di Bernardo mit 10:5 Treffern

Eugen Kuschtan unterlag dem Russen  Mikhal Shramno mit 1:2 Kampfrichterstimmen (13:12 / 8:11 und 24:27)

Philipp Ruckdeschel unterlag dem Italiener Diego Malerba mit 11:17 Treffern

 

Am zweiten Tag kämpften:

VK: Kian Golpira gegen Abylay Zhakypov (Kaz) Sieger mit 2:1 Golpira

SK: Jelena Petrovic gegen Kristin Mizurska (Bul) Sieger mit 8:9 Bulgarien

SK: Farina Coppus gegen Dominika Gumanova (Svk) Sieger mit 10:0 Coppus

SK: Milan Petrovic gegen Tyler Gomez (USA) Sieger mit 5:8 USA

SK: Vincent Schorn gegen Bruno Erdei (Hun) Sieger durch Disqualifikation Ungarn

SK: Bruno Kaufhold gegen den Slovaken ? Sieger mit 5:11 Slovakei

SK: Angelina Bröhan gegen Mukkades Aktas (Tur) Sieger mit 24:21 Bröhan 

SK: Johanna Brunnbauer gegen Blanka Sindlerova (Cze) Sieger mit 9:13 Cze

SK: Katharina Flieser gegen Svetlana Kotukhova (Rus) Sieger mit 22:13 Flieser 

SK: Vincenca Petrovic gegen Charlie Maddock (Gbr) Sieger mit 4:14 GBR

SK: Thomas Schönmann gegen Tayfun Dönmez (Tur) Sieger mit 12:19 Türkei

SK: David Herzog gegen Daniele Farina (Ita) Sieger mit 14:18 Italien

SK: Florian Weichelt gegen  GBR Sieger mit 14:18 GBR

LK Nico Rings gegen Csaba Peterman Nagy (Hun) Sieger mit 3:0 Rings

LK: Marlon Emil Baez Jose gegen Joshua Males (Gbr) Sieger mit 0:3 GBR

LK: Florian Kröger gegen Boris Alexankin (Rus)Sieger mit 2:1 Kröger

LK: Maximilian Meier gegen Antonino Mijic (Cro) Sieger mit 3:0 Meier

LK Erwin Krechlok gegen Irland Sieger mit 1:2 Irland

LK: Mark Brecht gegen Christopher Duchesnnean (CAN) Sieger mit 3:0 Brecht

LK: Ester Taous gegen Micaela Cataldo (Ita) Sieger mit 1:2 Italien

SK: Shala Florit kamflos weiter

 

Die Kämpfe am Donnerstag endeten wie folgt:

SK: Angelina Bröhan gegen Nicole Perona (ITA) Sieger mit 25:22 Bröhan

SK: Katharina Flieser gegen Shauna Bannon (IRL) Sieger mit 13:16 Irland

LK: Nico Rings gegen Luka Rakun (CZE) Sieger mit 0:3 CZE

SK: Shala Florit gegen Sider Avanon (BUL) Sieger mit 10:0 Shala

SK: Bierbaß Katharina gegen Adrienn Kadas (HUN) Sieger mit 11:15 HUN

LK: Bitzenbauer Philipp gegen Ivan Mirazimov (RUS) Sieger mit 0:3 RUS

SK: Jennifer Seibel gegen Neyens Evelyn (BEL) Sieger mit 2:12 BEL 

SK: Julia Wiesemann gegen Valerie Bellemo (ITA) Sieger mit 15:12 Wiesemann

SK: Lisa Marie Fritsch gegen Antonella Esposito (ITA) Sieger mit 9:11 ITA

LK: Vincenca Petrovic gegen Ani Leonard (IRL) Siger mit 2:1 Petrovic

SK: Coppus Farina gegen Kristina Raulic (CRO) Sieger mit 2:12 CRO

SK: Lisa Marie Schandl gegen Giulia Baffelli (ITA) Sieger mit 13:12 Schandl

LK: Kröger Florian gegen Laszlo Ando (HUN) Sieger mit 0:3 HUN

SK: Florit Shala gegen Jordan Boyle (IRL) Sieger mit 9:11 IRL

 SK: Lisa Marie Schandl gegen Rebeka Berta (HUN) Sieger mit 11:1 Schandl

 

Hier ein kleiner Zwischenstand des Deutschen Teams bei der Weltmeisterschaft in Belgrad:

Florit Shala hat sich den dritten Platz erkämpft.

Lisa Marie Schandl steht im Finale

Vincenca Petrovic, Angelina Bröhan, Julia Wiesemann und Kian Golpira stehen im Halbfinale und haben somit ebenfalls den dritten Platz schon sicher. Alle vier kämpfen noch um den Einzug ins Finale.

Mark Brecht und Maximilian Meier kämpfen morgen um den Einzug ins Halbfinale und eine Medaille.

Milan Petrovic, Bruno Kaufhold, Farina Coppus, Vincent Schorn, Jelena Petrovic, Lisa Marie Fritsch, Thomas Schönmann, David Herzog, Florian Weichelt, Philipp Ruckdeschel, Jennifer Seibel, Katharina Bierbaß, Katharina Flieser, Johanna Brunnbauer, Erwin Krechlok, Philipp Bitzenbauer, Nico Rings, Marlon Emil Baez Köse, Florian Kröger, Ester Taous und  Eugen Kuschtan haben zwar tapfer gekämpft, konnten aber keinen Medaillenplatz erreichen.

 

Am Freitag kämpften die deutschen Teilnehmer wie folgt:

VK: Halbfinale Kian Golpira gegen Ibrahim Betsukov (RUS) Sieger durch Abruch RUS – somit der 3. Platz für Kian

SK: Halbfinale Angellina Bröhan gegen Nelly Hanicz (HUN) Sieger mit 2:12 HUN  – somit der 3. Platz für Angelina

SK: Halbfinale Julia Wiesemann gegen Viviana Vizsnyczai (HUN) Sieger mit 24:14 Wiesemann – somit steht Julia im Finale

LK: Halbfinale Vincenca Petrovic gegen Eniko Olajos (HUN) Sieger mit 3:0 Petrovic – somit steht Vincenca im Finale

LK: Finale Lisa Marie Schandl gegen Domenika Angelino (ITA) Sieger mit 5:11 ITA – somit der 2. Platz für Lisa Marie

LK: Viertelfinale Mark Brecht gegen Kamil Klechto (POL) Sieger durch Aufgabe Brecht – somit kämpft Mark morgen um den Einzug ins Finale – Gegner ist Adam Faskas (HUN)

LK: Viertelfinale Maximilian Meier gegen Gianfranco Castiglia (ITA) Sieger Meier – somit kämpft Maximilian morgen um den Einzug ins Finale – Gegner ist Janos Kovacs (HUN)

Wir gratulieren den Gewinnern einer Medaille zu ihren Erfolgen.

 

Hier die letzten Ergebnisse: 

LK: Halbfinale Mark Brecht gegen Adam Faskas (HUN) Sieger mit 0:3 für HUN und somit der dritte Platz für Mark Brecht

LK: Maximilian Meier gegen  Kovacs (HUN) Aufgabesieger Meier und somit im Finale

SK: Angelina Bröhan unterlag in ihrem Kampf um den Einzug ins Finale und sicherte sich die Bronzemedaille. 

Im Finale unterlag Meier gegen den Russen Juri Semenov mit 0:3 und sicherte sich die Silbermedaille.

Auch Vincenca Petrovic unterlag in ihrem Finalkampf mit 1:2 und holte ebenfalls Silber.

 

Julia Wiesemann konnten ihren Finalkampf gegen Aisling Mc Dermond (IRL) 16:15 gewinnen und wurde somit Weltmeisterin!!!

Bei den Teamkämpfen konnte nur das Juniorenteam den Kampf gegen Bulgarien gewinnnen. In der zweiten Runde unterlag man den Engländern. Die Teams der Cadets und older Cadets unterlagen gleich die erste Begegnung gegen England bzw. Bulgarien.

Hier die Ergebnisse:
Junioren BRD gegen BUL Endstand 19:16

David Herzog 2:6 – Angelina Bröhan 7:4  – Philipp Ruckdeschel 10:1 – Florian Weichelt 0:5

Junioren BRD gegen GB Endstand 22:30

Angelina Bröhan 4:12 – Florian Weichelt – 7:6 – David Herzog 3:7 – Philipp Ruckdeschel 8:5 

Cadets gegen GB Endstand 11:20

Milan Petrovic 4:6 – Bruno Kaufhold 2:7 – Lisa Marie Schandl 1:3 – Shala Florit 4:4

Older Cadets gegen BUL Endstand 13:19

Erwin Krechlok 3:4 – Vincent Schorn 4:6 – Lisa Marie Fitsch 4:6 – Thomas Schönmann 2:3

Insgesamt holte unser Team eine Gold (Julia Wiesemann), zwei Silber (Maximilian Meier und Lisa Marie Schandl) und vier Bronzemedaillen (Kian Golpira, Mark Brecht, Florit Shala und Angelina Bröhan).

Wir gratulieren den Medailliengewinnern zu den Erfolgen. Doch auch den anderen im Team danken wir für ihren Einsatz und gratulieren ihnen, da auch sie gute Leistungen gebracht haben.

 

PS: Ich hoffe ich habe bei den Ergebnissen niemanden vergessen.

Europameisterschaft in Loutraki / Griechenland

Deutschland erfolgreich bei der Europameisterschaft in Loutraki Griechenland.
Insgesamt 501 Teilnehmer aus 34 Ländern nahmen an der Europameisterschaft in Loutraki teil. Die Teilnehmer verteilten sich auf die einzelnen Disziplinen wie folgt: 181 TN im Vollkontakt, 172 TN im Semikontakt, 73 TN im Kick Light, 54 TN bei den Formen und 21 TN bei den Veteranen, welche vermutlich zum letzten Mal ausgetragen werden.
Das Deutsche Team war am Montagabend müde aber gut in Griechenland angekommen. Nach dem wiegen bei dem er keinerlei Probleme gab wurden die Zimmer ausgegeben. In der 5 Sterne Hotelanlage welche sich direkt am Meer befand fühlten sich die Sportler sehr wohl. Auch das Essen bot für jeden etwas. So beschwerte sich auch keiner der mitgereisten Sportler und Fans beim Ausrichter. Die Reise war wieder einmal bestens vorbereitet und durchgeführt worden. Die Temperaturen waren mit 24-28 C noch angenehm warm so dass sich die Sportler am freien Dienstag noch in die Sonne legen konnten. Einige nutzten den freien Tag auch zu einem Ausflug nach Athen. Am Mittwoch begannen dann die Vorkämpfe.  

Viele Niederlagen – jedoch auch Erfolge am ersten Tag
Ricardo Krems gegen Sean Brennan (IRL). Trotz gutem Kampf hat Ricardo mit 9:12 verloren. Er war bei seinem ersten internationalen großen Auftritt zu nervös und vergab somit die Chance auf den Sieg. Schade denn ein weiterkommen wäre möglich gewesen. Schahrsad Sahmirzadi gegen Jutta Nordberg (FIN). Shadrsad kämpfte gegen die starke Finnin sehr gut, wurde bei ihren Angriffen jedoch klever ausgekontert. Der Kampf verlief drei Runden lang ausgeglichen. Am Ende konnte sich die Finnin einen kleinen Vorsprung herauskämpfen und über die Zeit retten. Sie siegte knapp mit 1:2 Kampfrichterstimmen. Arthur Rube gegen Mikhail Gerasimov (RUS). Arthur begann gegen den Russen sehr gut, musste jedoch in der ersten Runde einen harten Treffer hinnehmen bei dem vermutlich sein Nasenbein brach. So bekam er schlecht Luft und konnte nicht ohne Einschränkungen kämpfen. Dies nutzt der Russe und siegte am Ende mit 10:14 Treffern. Nikolaj Ride (GER) gegen Jakub Jasion (POL). Ein starker Kampf von Beiden, bei dem jedoch der Pole als glücklicher Sieger den Ring verließ. Nach zwei schon guten Runden drehten beide Kämpfer die letzte Runde noch einmal richtig auf und gaben alles. Nach dem Schlussgong lag der Pole zum Leidwesen der Deutschen mit 1:2 Kampfrichterstimmen vorne. Somit eine weitere Niederlage für unser Team. Rebecca Pfaffl gegen Anastasia Ryumina (RUS). Auch Rebecca hatte kein Glück. Sie fand gegen die etwas größere Russin nie richtig in den Kampf und gegen deren Druckvollen Stil auch kein geeignetes Mittel. Am Ende unterlag auch sie mit 6:16 Treffern und schied ebenfalls aus. Natalia Wisniewska gegen Andrea Busa (HUN). Natalia konnte den Kampf zwei Runden lang ausgeglichen gestalten. Dennoch konnte sich die Ungarin in den  zwei Runden einen knappen Vorsprung herauskämpfen. Diesen baute diese weiter aus als Natalia gezwungen war mehr zu riskieren und konsequent angriff. So lief sie immer öfter in die Konter der Ungarin und unterlag am Ende mit 9:19 Treffern. Nik Bachinger gegen Benedek Zsolt (HUN). Endlich der erste Sieg für Deutschland. Nach einem tollen Kampf in dem Nik in der ersten und letzten Runde den Kampf klar diktierte sicherte  er mit seinem 3:0  Sieg dem deutschen Team den ersten Erfolg bei dieser EM. Nur in der zweiten Runde konnte der Ungar den immer wieder nach vorne drängenden Deutschen Paroli bieten. Aber in der letzten Runde hatte Nik wieder alles im Griff und siegte am Ende hochverdient. Timmy Sarantouidis gegen Sean McCarthy (GBR). Die Zuschauer bekamen einen spannenden Kampf  mit tollen Techniken zu sehen. Drei Runden lang konnte sich keiner der Beiden Kämpfer Punktemäßig absetzen. Erst zum Ende des Kampfes hatte der Engländer den längeren Atem und siegte mit 9:12 Treffern. Somit wartet das Semikontaktteam weiter auf den ersten Erfolg bei diesem Turnier. Sascha Gräske gegen Kristian Andonov (BUL). Die Serie im Semikontakt hält an. Auch Sascha unterlag nach gutem Kampf gegen den Bulgaren knapp mit 7:9 Treffern. Sascha kam mit dem größeren Bulgaren zu Beginn ganz gut zurecht. Dennoch reichte es am Ende nicht zum Sieg. Yamille Castilo Preuss gegen Liubov Burantseva (RUS). Yamille geriet gegen die starke Russin gleich ins Hintertreffen und lief diesem Rückstand den ganzen Kampf hinterher. Sie gab wieder einmal alles, doch am Ende reichte es gegen die klever kämpfende Russin nicht zum Sieg. Yamille unterlag mit 0:3 Kampfrichterstimmen. Dominik Dellermann gegen Luka Tomic (CRO). Knapp aber verdient siegt auch Dellermann gegen den Kroaten. Zwei Runden war der Kampf ausgeglichen aber der Kraoate führte knapp nach Punkten. Obwohl sich Dominik bereits in der ersten Runde die Fußzehe ausgerenkt hatte kämpfte er weiter. Nach einer starken dritten Runde drehte er den Kampf noch um und siegte mit 3:0 Kampfrichterstimmen. Nach dem Kampf fuhr man zur Behandlung ins Krankenhaus. Das Team hofft, dass er morgen an den Start gehen kann. Timo Herzberg gegen Muzaffer Gemici (TUR). Die Siege im Vollkontakt gehen weiter. Auch Timo konnte sich deutlich mit 3:0 Kampfrichterstimmen durchsetzen. Er erfolgte die Anweisungen und gewann vor allem durch seine Boxerische Überlegenheit gegen den Türken. Bereits in der ersten Runde schickte er den Türken einmal auf die Bretter. Alexander Gleixner gegen Lemair Mathieu (FRA). Alexander zeigte beim Kampf seine derzeitige Klasse und beendete die Niederlagenserie des Semikontaktteams. Mit einem technischen ko. 11:1 in der zweiten Runde zog er in die nächste Runde ein.  Zu schnell war Alex für den Franzosen, als dass dieser eine Chance gehabt hätte. Damit endlich auch ein Sieg für das Semikontaktteam.  Besar Zogay gegen Bruno Miguel Santos (POR). Mit einem Sieg beendet das deutsche Team den ersten Wettkampftag. Besar war in den drei Runden der überlegene Kämpfer und sicherte sich so einen ungefährteten 3:0 Sieg. Somit noch ein guter Abschluss des 1. Wettkampftages für das Deutsche Team. 

Erste Medaillen am Zweiten Tag
Dominik Dellermann gegen Gregor Strazanek (SLO). Mit einem Sieg begann der erste Tag für das Deutsche Vollkontaktteam. Dominik musste gegen den Junioren Weltmeister der Slowenen alles geben und dazu noch die Schmerzen im Fuß unterdrücken um den Sieg zu erkämpfen. Der Kampf war drei Runden ausgeglichen. Mit guten Kicks zum Schluss sicherte sich Dominik den 3:0 Sieg und die erste Medaille für das VK-Team. Ob er wegen der Verletzung im Halbfinale antreten kann muss man abwarten. Alexander Gleixner gegen Aggelopoulos Andreas (GRE). Leider begann der Tag für das Semikontaktteam nicht so erfreulich. Alexander der Zeitgleich mit Dominik kämpfte musste sich dem Griechen mit 9:15 geschlagen geben. Alexander führte nach zwei Runden den Kampf noch an. Doch am Ende legte der Weltmeister zu und so musste Alexander eine unglückliche Niederlage hinnehmen. Robert Knödlseder gegen Simon Seisl (AUT). Robert sicherte dem SK Team am heutigen Tag den ersten Sieg und somit auch die erste Medaille für heute. Er kämpfte gegen den Österreicher konzentriert und befolgte die Anweisungen. Zwei Runden war der Kampf ausgeglichen. Doch Robert konnte seinen Vorsprung in der dritten Runde weiter ausbauen und so am Ende einen ungefährteten Sieg erkämpfen. Rene Perz gegen David Zelenai (HUN). Beide Kämpfer beschränkten sich auf taktisches Geplänkel. So stand es nach zwei Runden 1:1. Als der Ungar mit 1:4 in Führung ging musste Rene mehr Druck machen und konnte so den Rückstand verkürzen. Leider kam dies zu spät und so unterlag er mit 3:4 Treffern. Besar Zogay gegen Jesus Lopez Makos (SPA). Das VK Team hat seine nächste Medaille sicher. Besar zeigte drei Runden einen super Kampf in dem er den Spanier laufend unter Druck setzte und auch die klareren Treffer hatte. Am Ende siegte der Deutsche einstimmig mit 3:0 Kampfrichterstimmen und sicherte sich damit ebenfalls schon die Bronzemedaille. Timo Herzberg gegen Kim Nielsen (DEN). Das VK Team ist weiter Siegreich. In einem packenden Kampf  in dem beide Kämpfer an ihre konditionellen Grenzen gingen entschied Timo das Duell mit 3:0 Kampfrichterstimmen für sich. In den drei Runden wich keiner der Kämpfer auch nur einen Meter zurück und so sahen die Zuschauer ein wahres Gefecht in dem der Deutsche am Ende siegreich war. Das war heute die dritte Bronzemedaille für das Team. Mit der von Natalie hat das VK Team nun schon 4 Bronzenmedaillen sicher und Nik kann noch nachziehen. Daniel Schulz gegen Özcan Cakmakci (TUR). In dem Kampf bestimmte Daniel von Anfang an das Geschehen. Er kämpfte sich einen Vorsprung heraus den er konstant halten konnte. In der letzten Runde konnte er diesen sogar noch ausbauen und am Ende mit 20:14 als Sieger die Matte verlassen. Für das Semikontaktteam ist das ebenfalls die 4. Bronzemedaille. Adriane Kovacevic gegen Bes Sturzaker (GBR). Adriane konnte mit der amtierenden Weltmeisterin zwei Runden gut mithalten. In der letzten Runde konnte sie den Druck nicht mehr aufrecht erhalten und musste sich mit 13:19 geschlagen geben. Sie sicherte sich jedoch die Bronzemedaille. Nik Bachinger gegen Oleg Zaytsev (RUS). Leider keine weitere Medaille für das Team. Nik blieb hinter seinen Möglichkeiten zurück und hatte zwei Runden zu viel Respekt vor dem Russen. Erst in der dritten Runde zeigte er was er kann. Da war es aber schon zu spät um die Wende noch zu schaffen. Er unterlag mit 0:3 Kampfrichterstimmen. Eugen Weigel gegen Sergei Bogdan (RUS). Eugen hörte nicht auf die Anweisungen seiner Ecke und versuchte nur mit boxerischen Mitteln gegen den Russen zu bestehen. Dieser traf immer wieder mit harten Kicks zum Körper und öffnete so die Deckung des Deutschen am Kopf. Dann landete er auch dort harte Treffer. Zu Beginn der zweiten Runde musste Weigel das erste Mal nach einer harten rechten zu Boden. Kurz darauf kam das Aus durch ko. Nathalie John gegen Nives Radic (CRO). Natalie schaffte den Sprung ins Finale. Zwei Runden sah es nicht gut aus für die Deutsche Kämpferin. Dann schaffte sie mit zwei Kopftreffern den Umschwung im Kampf. Sie kämpfte nun mehr aus der Distanz heraus und siegte am Ende mit 2:1 Kampfrichterstimmen und hat die Silbermedaille schon mal sicher. Robert Knödlseder gegen Dimitri Gaulis (SUI). Robert kämpfte konzentriert und sicherte sich mit einem 18:13 Erfolg den Einzug ins Finale. Somit hat auch das SK Team eine Silbermedaille schon mal sicher. Harald Schmidt gegen Robbie Mc Menamey (IRL). In einem spannenden Kampf in dem mal Harald mal Robbie in Führung lagen gelang Harald mit einem Kopftreffer kurz vor Schluss der Entscheidende 15:13 Vorsprung. Diesen rettete er geschickt über die Zeit und sicherte dem Team mit dem Einzug ins Finale die zweite Silbermedaille. So kann es weiter gehen. Daniel Schulz gegen Robbie Geoghegan (IRL). Beide Kämpfer lieferten einen spannenden Kampf. Keiner konnte sich einen großen Vorsprung herauskämpfen. Zum ende des Kampfes wurde Daniel dann zu offensiv und so konnte ihn der Ire auskontern. Dennoch ein toller Erfolg für Daniel und die Bronzemedaille. Andreas Riem gegen Doriano Ciaccia (ITA).Die  Bronzemedaille sichert sich Andreas Riem nach der knappen Niederlage gegen den Italiener. Beide Veteranen zeigten einen spannenden Kampf mit dem glücklicheren Ende für Italien. Dominik Dellermann gegen Eduard Spakov (LTU): Leider konnte Dominik zum Kampf nicht antreten, da sich seine Verletzung von gestern im heutigen Kampf noch verschlechtert hat. Die Ärzte befürchten einen Bruch des Vorderfußes. Somit hatte Dominik auch bei der EM kein Glück. Nach der ausgestandenen Schulterverletzung ist es nun eine erneute Verletzung die eine bessere Platzierung verhindert. Dennoch ist man mit der Bronzemedaille mehr als zufrieden, denn er hätte ja schon nach der Verletzung am ersten Tag ausscheiden können. Besar Zohay gegen Andreas Lodrup (NOR). Die Zuschauer sahen einen tollen Kampf in dem beide Kämpfer alles gaben. Besar lag gegen den haushohen Favoriten nach zwei Runden knapp vorne und hätte fast die Sensation geschafft. Doch der Norweger drehte in der letzten Runde noch einmal richtig auf und obwohl Besar dagegen hielt hatte der Norweger am Ende mit 1:2 Kampfrichterstimmen das glücklichere Ende für sich. Dennoch ist auch die Bronzemedaille für Besar bei seiner Ersten EM Teilnahme ein Riesenerfolg.  Timo Herzberg gegen Ilya Savaleyev (RUS). Auch Timo zeigte wie schon Besar zuvor einen klasse Kampf. Auch dieser Kampf entschied sich erst in der dritten Runde. Hier konnte der Russe etwas mehr zulegen und verließ am Ende als glücklicher Sieger den Ring. Somit eine weitere Bronzemedaille für Deutschland. Natalie John gegen Sureyya Al (TUR). Mit Natalie zog auch eine Frau des Vollkontaktteams in die nächste Runde ein. Mit einem 3:0 Sieg sicherte sie sich überlegen den Einzug ins Halbfinale. Adriane Kovacevic gegen Patricia Hyland (IRL) Siegerin durch nichtantreten Kovacevic. Die Gegnerin von Adriane verletzte sich beim Aufwärmen und trat zum Kampf nicht an. Somit sind für das Semikontaktteam für heute die Kämpfe beendet.
Fazit des zweiten Tages: Mit fünf Bronzemedaillen (drei im VK und zwei im SK) sowie einer Finalteilnahme im VK und zwei im SK geht der zweite Tag zufriedenstellend zu Ende. Sicher hätte man die eine oder andere Medaille mehr erhofft doch bei der Klasse der Kämpfer muss man dem erreichten zufrieden sein. Dazu kommen noch zwei Finalteilnahmen und eine Bronzemedaille bei den Veteranen. Das Vollkontakteam ist damit erfolgreicher als in den letzten Jahren und hier wächst im Vollkontakt  eine neue Generation heran auf die man aufbauen kann. Denn auch Kämpfer wie z.B.  Nik Bachinger oder Nikolaj Ride haben tolle Leistungen gezeigt und  können sich in der Zukunft sicher noch steigern.
Gratulation an alle Deutschen Teilnehmer und hoffentlich etwas Glück im Finale.

Weitere Medaillen am dritten Tag

Dennis Morgen sichert sich Silber bei den Musikformen!!!
Dennis Morgan (Soft Style). Platz zwei für den Weltmeister Dennis bei der Europameisterschaft ist sicher nicht das was er selbst erwartet hat. Doch man muss sagen, dass er in dem Russen auch einen sehr starken Gegner hatte dem er sich nur knapp geschlagen geben musste. Judith Weck (Hard Style). Platz 4 von 7 Teilnehmern wurde es für Judith im Hardtsyle. Sie lief eine gute Form, allerdings fehlten die akrobatischen Elemente wie Salto die mittlerweile international nötig sind um eine der ganz vorderen Platzierungen zu erreichen. Elfriede Tausendfreund (Hard Style). Sie landete bei ihrem ersten internationalen Auftritt in der gleichen Klasse wie Judith auf Platz 6. Auch ihre Form war sehr gut, doch wie bei Judith zuvor fehlte auch bei ihr das akrobatische Element. Dennoch eine gute Platzierung fürs erste Mal. Ewald Der (Hard Style). Ewald belegte von 11 Teilnehmern einen tollen 6. Platz. Er war erst das zweite Mal dabei und zeigte eine Klasse Form die in wenig zu niedrig bewertet wurde, ansonsten wäre auch ein vierter Platz möglich gewesen. Er wird in Zukunft noch einiges erreichen wenn er so weitermacht.  Wjatscheslaw Kapustin (Hard Style). Für ihn reichte es im Hardstyle nur zu Platz neun. Er begann gut doch ein Fehler kurz vor Ende der Form kostete ihn eine bessere Platzierung. Wie schon im letzten Jahr waren es seine Nerven die ihm einen Streich spielten. Maria Möller (Soft Style). Leider nur Platz 7 von acht Teilnehmern erreichte Maria Möller bei ihrem ersten internationalen Auftritt. Dennoch zeigte sie eine gute Leistung. Allerdings stehen auch im Softstyle mittlerweile die akrobatischen Elemente immer mehr im Vordergrund und da sind uns die Osteuropäischen Länder noch weit voraus. Michelle Veith (Soft Style). Für sie reichte es beim ersten Auftritt nur zum achten und letzten Platz. Aber sie ist noch jung und kann sicher in den kommenden Jahren noch zulegen.

Nathalie John ist EUROPAMEISTERIN im Vollkontakt -70 kg
Nathalie John gegen Birgit Oxness (NOR). Nathalie hat es geschafft. Sie sicherte sich nach einem starken Kampf gegen die Norwegerin den Europameistertitel. Nathalie wuchs im Finale über sich hinaus und zeigte gegenüber dem Halbfinale eine deutliche Leistungssteigerung. Immer wieder traf sie mit ihren Kicks und der rechten Geraden ihre Gegnerin und sammelte so die Punkte. Auch ein Schlussspurt der Norwegerin nutzte nichts mehr. Am Ende siegte Nathalie zwar knapp aber durchaus verdient mit 2:1 Kampfrichterstimmen und holte die Goldmedaille nach Deutschland.

Auch Giovanni Scrilletti ist EUROPAMEISTER bei den Veteranen
Giovanni Scrilletti gegen Eamon Breslin (IRL) Der Kampf verlief ziemlich ausgeglichen und war bis zum Schluss spannend. Mal lag Giovanni mal der Ire einen Punkt vorne. Am Ende setzte Giovanni alles auf eine Karte und siegte verdient mit 6:5 Treffern und sicherte sich den Titel und Deutschland die zweite Goldmedaille.

Der letzte Tag mit drei Finalteilnahmen
Wie schon gestern standen heute die Formenläufer zu Beginn des Tages auf dem Programm. Bei den Musikformen mit Waffen starteten Judith Weck, Elfriede Tausendfreund und Ewald Der. Zuerst einmal muss ich eine Meldung von gestern berichtigen. Nach Abzug der höchsten und niedrigsten Wertung belegte Judith Weck nicht den fünften sondern sogar den 4. Platz und verpasste damit eine Medaille nur knapp.  Am heutigen Tag zeiget Judith mit der Waffe wieder eine Klasse Leistung und verpasste den vierten Platz nur um drei Zehntel Punkte. Sie belegte bei neun Teilnehmern den fünften Platz, wobei man sagen muss dass sie mit dem Schwert einfach immer schlechter bewertet wird als andere Teilnehmer z.B. mit dem Stock. Schade denn auch hier wäre eine Medaille möglich gewesen, die sie mit ihrer diesjährigen Leistung durchaus verdient gehabt hätte. Leider nur den letzten Platz erreichte Elfriede Tausendfreund. Sie begann sehr stark und wäre sicher weit vorne gelandet, wenn ihr der Stock nicht aus der Hand gefallen wäre. Dafür bekommt sie schon punktabzüge. Mutig hob sie die Waffe wieder auf und lief  ihre Form zu Ende. Doch der Bewegungsfluss war dahin und so blieb am Ende nur Platz neun. Dennoch eine gute Leistung beim ersten internationalen Auftritt.  Ewald Der belegte bei sieben Startern den 6. Platz. Er hatte das Pech als erster auf die Matte zu müssen und da bekanntlicher Weise die folgenden meist höher bewertet werden reichte es dieses Jahr nur zum vorletzten Platz. Aber auch Ewald ist noch jung und wird sich in den kommenden Jahren sicher noch steigern.

Die Finalkämpfe – Einmal Gold und zwei Mal Silber
Harald Schmidt gegen Zsolt Moradi (HUN) Harald und der Ungar boten den Zuschauern einen spannenden Kampf, der sich erst in der dritten Runde entschied. Hier ging Harald etwas die Luft aus und Moradi konnte sich punktemäßig etwas absetzen. Harald wirkte auch nicht so locker wie sonst und verkrampfte im Kampf etwas. Dennoch versuchte er alles um den Rückstand auszugleichen. Am Ende unterlag er mit 7:13 Treffern und sicherte sich und Deutschland die Silbermedaille.
Robert Knödlseder gegen Cristian Jaroskievicz (HUN). Auch Robert schaffte den Sprung ganz nach oben aufs Treppchen nicht. Er unterlag dem Ungarn mit 10:13 Treffern. Dieser Kampf war ebenfalls sehr ausgeglichen und spannend. Mitte des Kampfes konnte sich der Ungar einen Vorsprung herauskämpfen. Robert kam zwar noch einmal heran doch zum Sieg reichte es nicht mehr.

Frank Feuer wird Europameister bei den Veteranen
Frank Feuer gegen Zimmermann (AUT). Gold für die Veteranen schließt das Turnier ab. Frank führte im Kampf mit 6:5 als sich der Österreicher einen Cut am Auge zuzog und der Arzt den Kampf beendete. Aber auch ohne den Abbruch hätte Frank die Medaille geholt, da er bis zu diesem Zeitpunkt der technisch bessere und schnellere Kämpfer war.  Damit hat das Semikontaktteam bei den Senioren je zwei Silber – und Bronzemedaillen erkämpft. Dazu kommen noch die zwei Gold und die Bronzemedaille bei den Veteranen.

Bronze bei den Teamkämpfen
Deutschland gegen die Schweiz. Mit 23:17 siegte Deutschland im Teamkampf gegen die Schweiz. Eine geschlossene Mannschaftsleitung brachte den Sieg. Somit steht man im Viertelfinale. Hier trifft das Deutsche Team auf Irland.  Deutschland gegen Irland. Mit 26:17 wurden die Iren von der Matte gekickt und damit schon einmal die Bronzemedaille gesichert.  Wieder war eine geschlossene Mannschaftsleistung ausschlaggebend für den Sieg. Nun trifft das deutsche Team auf den Favoriten Ungarn. Diese hatten nur einen Vorkampf zu bestreiten und somit den bisher leichteren Weg. Deutschland gegen Ungarn. Leider endete der Tag mit einer Niederlage. Gegen Ungarn unterlag man knapp mit 15:17. Das Team zeigte wieder eine tolle Leistung und erst im letzten Kampf entschieden die Ungarn die Partie mit viel Glück für sich. Somit zum Abschluss noch eine Bronzemedaille für das Team.

Fazit der EM:
Mit drei Gold, drei Silber und sieben Bronzemedaillen hat Deutschland bei der EM ganz gut abgeschnitten. Sicher hätte man vom einen oder anderen noch eine Medaille erwartet. Aber man muss mit dem erreichten angesichts der starken internationalen Konkurrenz zufrieden sein. Überrascht hat das junge Vollkontaktteam, denn die Gold sowie drei Bronzemedaillen waren nicht unbedingt zu erwarten gewesen. Außerdem haben die Kämpfer nur knapp verloren und bei etwas mehr Glück wäre sogar mehr möglich gewesen. Das deutsche Semikontakt Team überzeugte beim Teamkampf mit einer tollen Leistung und dem dritten Platz. Zum wiederholten Mal hat man hier bewiesen, dass man zu den vier besten Mannschaften in Europa zählt. Auch bei den Formenläufern sah man, dass  man durchaus eine Medaillenchance hat. Wenn die Nervosität abgelegt und das Akrobatische sowie die Kraft etwas mehr trainiert werden, dürfte man hier auch bald wieder mehrere Medaillen holen können. Die Teilnehmer können ihre Erfolge heute auf der Sajonara Party begießen und morgen fliegt das Team zurück nach Deutschland. Ankunft in Frankfurt wird gegen 15.30 Uhr sein. Ich hoffe ihr wart mit der Berichterstattung und den Ergebnissen zufrieden. Noch einmal viele Grüße vom Team an alle Fans in der Heimat, Danke für die guten Wünsche im Gästebuch und das Daumendrücken. Ich wünsche allen jetzt schon mal ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr, in dem man sich bei den Turnieren dann hoffentlich wieder sieht.

Sportaccord Combat Games 2010 in Beijing

Unterwegs in Sachen Kickboxen bei den Sportaccord Combat Games 2010 in Beijing

 Werner Soßna, Vizepräsident der WAKO war in seiner Eigenschaft als Weltvizepräsident der WAKO in Peking unterwegs. Grund waren die ersten Sportaccord Combat Games 2010 welche von der GAISF unter dem Deckmantel des olympischen Komitees in Peking ausgetragen wurden. Man kann die Sportaccord Combat Games als so etwas wie die olympische Spiele der Kampfsportarten bezeichnen. Außer der Sportart Kickboxen des WAKO Weltverbandes waren noch die Kampfsportarten Wushu, Aikido, Boxen, Judo, Kendo, Karate, Ju Jitsu, Muay Thai, Sambo, Sumo, Wrestling und Taekwon do vertreten. Da die Spiele Zeitlich auf knapp zwei Wochen begrenzt waren, musste die WAKO im Vorfeld aus ihren sieben Disziplinen festlegen mit welchen drei man an den Spielen teilnehmen wird. Man entschied sich für die Disziplinen Semi- und Vollkontakt sowie Lowkick. Ebenso mussten aus allen Gewichtsklassen für die Damen und Herren sieben ausgewählt werden um den zeitlichen Rahmen nicht zu sprengen. Qualifiziert waren die Sportler der Plätze eins bis vier der letzten WAKO Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr. Diese kämpften in der Olympia Sporthalle somit im Halbfinale am Freitag um den Einzug ins Finale und dann am Samstag um den dritten Platz sowie im Finale um den Sieg.

Da die Sportart Kickboxen in der zweiten Woche stattfand, reiste die Deutsche Delegation am Sonntag bzw. Montag an. Aus Deutschland war neben Werner Soßna als offiziellen Vertreter der WAKO Deutschland auch noch Semikontakt Bundestrainer Daniel Händel und der Sportler Harald Schmidt aus Baden Württemberg in Peking vertreten. Dieser verlor seinen Halbfinalkampf in der Klasse -79 kg am Freitag gegen den Iren Robbie Mc Menamey knapp nach Punkten, konnte sich aber am Samstag mit einem Sieg über den Italiener Stelle Neri den dritten Platz sichern.  Neben den Wettkämpfen fand sich noch genügend Zeit auch die Sehenswürdigkeiten der Stadt zu besichtigen. Natürlich reichte die Zeit nicht aus alles zu sehen, doch ein Besuch der verbotenen Stadt sowie der Mauer, dem Platz des himmlischen Friedens und des Olympiaparks waren schon möglich. Die deutschen Teilnehmer zeigten sich beeindruckt von Peking. Nicht nur wegen der Sehenswürdigkeiten, sondern auch wie die Sportaccord Combat Games organisiert waren. Sicherheitskontrollen am Eingang der Sporthalle, mehr als Zigtausend Hinweisfahnen an jeder der Straßenlaternen in Peking, sowie riesige Reklametafeln in und vor der Halle sowie in den Hotels in denen die Sportler und offiziellen untergebracht waren, zeugten von der Professionalität der Organisatoren. Ebenso war die Halle bei den Finalkämpfen fast ausverkauft und die Zuschauer sorgten für eine tolle Stimmung bei den Kämpfen. Die Wettkämpfe aller Sportarten wurden teils live im Fernsehen in China gezeigt. „Nun kann ich mir vorstellen, wie sich Sportler bei den Olympischen Spielen fühlen müssen“ war der Kommentar von Werner Soßna zu den Eindrücken welche in Peking auf in einwirkten.

In Peking traf Werner Soßna außerdem einen alten Freund aus den USA wieder. Die Kickboxlegende Don „The Dragon“ Wilson – Ex Amateur und Profiweltmeister und einer der erfolgreichsten Kickboxer der Welt, war ebenfalls in Peking zu Gast. Werner Soßna lernte Don Wilson -der auch als Filmschauspieler in vielen Kampfsportfilmen (unter anderem in Blood Fist Fighter, Bloodfist Fighter II, Bloodfist 3, Red Sun Rising, Cyber Tracker, The Terminal Rush, Die Herausforderung, Blade – Der Vampirjäger, Der Prophet, Batman Forever, Fear, The Last Sentinel) mitwirkte – 1989 beim legendären WM Kampf gegen Ferdinand Mack in Berlin kennen. Wilson siegte in diesem Kampf aussichtslos nach Punkten zurück liegend spektakulär in der letzten Runde durch ko. Zuletzt traf er Wilson bei den Weltmeisterschaften der WAKO in Ungarn im Jahr 2005. In Peking erzählte Wilson von seinem neuesten Film „The last Sentinel“ in dem er die Hauptrolle spielt und er auch in Deutschland zu sehen sein müsste. Don ließ es sich nicht nehmen sich mit den Deutschen Teilnehmern zu einem Foto zu stellen.

 

Als nächstes wird Werner Soßna in zwei Wochen zu den Weltmeisterschaften der Jugend und Junioren nach Belgrad reisen, bevor es dann im Oktober zu den Europameisterschaften der Erwachsenen im Leichtkontakt nach BAKU in Aserbaidschan geht. Im November steht dann die letzte Reise für dieses Jahr an. Dann geht es zu den Europameisterschaften im Semi- und Vollkontakt nach Athen. So kommt bis Jahresende noch einiges an Arbeit auf den Vizepräsidenten der WAKO zu.

PS: Einige Bilder der Reise nach Peking findet ihr unter Fotos.

Deutsche Meisterschaft in Hamburg

Großkampftag in Hamburg

Trotz der weiten Anreise hatten sich 560 Teilnehmer zur Deutschen Meisterschaft die am 12. und 13.06.2010 in Hamburg ausgetragen wurde auf den Weg nach Hamburg gemacht. An beiden Tagen kämpften die besten Sportler der Landesverbände in den einzelnen Klassen und Disziplinen um den Titel des Deutschen Meisters. Das Turnier war wieder einmal bestens organisisret und auch der verantwortliche Landesverband hatte alles getan um den Kämpfern ein gutes Umfeld zu schaffen.

Die Kämpfe waren an beiden Tagen um ca. 18.30 Uhr beendet so dass die Teilnehmer sich noch rechtzeitig auf den Weg nach Hause machen konnten. Wir bedanken uns bei den Kämpfern und Trainern für ihr kommen und die tollen Kämpfe die den Zuschauern geboten wurden und beim Ausrichter Michael Wübke und seinem Team für das tolle Umfeld und Gastfreundschaft welche uns entgegen gebracht wurde.

Die Ergebnisse findet ihr unter dem gleichnamigen Menüpunkt.

Semikontakt Bundeskadertraining

Das erste Training der Semikontakt Nationalmannschaft der Damen und Herren fand am 21. Februar im Anschluss an ein Turnier in Ebern statt. Der Schwerpunkt des Kadertrainings war der Vergleich mit internationalen Wettkämpfern, was in der Trainingsplanung für eine EM oder WM eine gewichtige Rolle spielen sollte. Deshalb hatten die Bundestrainer Daniel Händel und Daniel Weil ein gemeinsames Training mit der schweizer Nationalmannschaft unter der Leitung von Antonio Berlingieri organisiert. Desweiteren nahmen auch mehrere Kämpferinnen und Kämpfer aus Belgien auf Einladung der Bundestrainer an diesem Kadertraining teil.

So fanden sich insgesamt 35 Kämpferinnen und Kämpfer morgens um 9.00 Uhr in Ebern ein um mit- und voneinander zu lernen bzw. zu profitieren. Nach einer kurzen Erwärmungsphase folgte eine einstündige Technik- und Taktikschulung, bei der mit häufig wechselnden Partnerinnen und Partnern von den Bundestrainern vorgegebene Techniken und eigene, bevorzugte Konter und Angriffe der Kämpferinnen und Kämpfer geübt wurden. Hieran fügte sich eine ¾ Stunde Aufgabensparring an, bevor eine kurze Pause eingelegt wurde. Den praktischen Abschluss bildete eine lange Phase des freien Sparrings, bei der die Sportlerinnen und Sportler angehalten wurden, mit möglichst vielen „unbekannten“ Partnern zu kämpfen. Nach einem Gruppenphoto und der Verabschiedung der Kämpferinnen und Kämpfer aus der Schweiz und Belgien setzte sich der deutsche Nationalkader noch zu einer halbstündigen Abschlussreflexion zusammen, in der auf die zurückliegenden und bevorstehenden internationalen Wettkämpfe und das absolvierte Kadertraining eingegangen wurde. Um 14.00 Uhr endete das Training und alle begaben sich auf ihren Heimweg nach einem langen und anstrengenden Wochenende.

Dem positiven Fazit der Trainer Antonio Berlingieri, Daniel Händel und Daniel Weil schlossen sich viele Sportlerinnen und Sportler der vertretenen Nationen in ihren Rückmeldungen an, weshalb diese Form des „internationalen Kadertrainings“ eventuell wiederholt wird.

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