Über Jimmy Iwinski

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Europameisterschaft in Loutraki / Griechenland

Deutschland erfolgreich bei der Europameisterschaft in Loutraki Griechenland.
Insgesamt 501 Teilnehmer aus 34 Ländern nahmen an der Europameisterschaft in Loutraki teil. Die Teilnehmer verteilten sich auf die einzelnen Disziplinen wie folgt: 181 TN im Vollkontakt, 172 TN im Semikontakt, 73 TN im Kick Light, 54 TN bei den Formen und 21 TN bei den Veteranen, welche vermutlich zum letzten Mal ausgetragen werden.
Das Deutsche Team war am Montagabend müde aber gut in Griechenland angekommen. Nach dem wiegen bei dem er keinerlei Probleme gab wurden die Zimmer ausgegeben. In der 5 Sterne Hotelanlage welche sich direkt am Meer befand fühlten sich die Sportler sehr wohl. Auch das Essen bot für jeden etwas. So beschwerte sich auch keiner der mitgereisten Sportler und Fans beim Ausrichter. Die Reise war wieder einmal bestens vorbereitet und durchgeführt worden. Die Temperaturen waren mit 24-28 C noch angenehm warm so dass sich die Sportler am freien Dienstag noch in die Sonne legen konnten. Einige nutzten den freien Tag auch zu einem Ausflug nach Athen. Am Mittwoch begannen dann die Vorkämpfe.  

Viele Niederlagen – jedoch auch Erfolge am ersten Tag
Ricardo Krems gegen Sean Brennan (IRL). Trotz gutem Kampf hat Ricardo mit 9:12 verloren. Er war bei seinem ersten internationalen großen Auftritt zu nervös und vergab somit die Chance auf den Sieg. Schade denn ein weiterkommen wäre möglich gewesen. Schahrsad Sahmirzadi gegen Jutta Nordberg (FIN). Shadrsad kämpfte gegen die starke Finnin sehr gut, wurde bei ihren Angriffen jedoch klever ausgekontert. Der Kampf verlief drei Runden lang ausgeglichen. Am Ende konnte sich die Finnin einen kleinen Vorsprung herauskämpfen und über die Zeit retten. Sie siegte knapp mit 1:2 Kampfrichterstimmen. Arthur Rube gegen Mikhail Gerasimov (RUS). Arthur begann gegen den Russen sehr gut, musste jedoch in der ersten Runde einen harten Treffer hinnehmen bei dem vermutlich sein Nasenbein brach. So bekam er schlecht Luft und konnte nicht ohne Einschränkungen kämpfen. Dies nutzt der Russe und siegte am Ende mit 10:14 Treffern. Nikolaj Ride (GER) gegen Jakub Jasion (POL). Ein starker Kampf von Beiden, bei dem jedoch der Pole als glücklicher Sieger den Ring verließ. Nach zwei schon guten Runden drehten beide Kämpfer die letzte Runde noch einmal richtig auf und gaben alles. Nach dem Schlussgong lag der Pole zum Leidwesen der Deutschen mit 1:2 Kampfrichterstimmen vorne. Somit eine weitere Niederlage für unser Team. Rebecca Pfaffl gegen Anastasia Ryumina (RUS). Auch Rebecca hatte kein Glück. Sie fand gegen die etwas größere Russin nie richtig in den Kampf und gegen deren Druckvollen Stil auch kein geeignetes Mittel. Am Ende unterlag auch sie mit 6:16 Treffern und schied ebenfalls aus. Natalia Wisniewska gegen Andrea Busa (HUN). Natalia konnte den Kampf zwei Runden lang ausgeglichen gestalten. Dennoch konnte sich die Ungarin in den  zwei Runden einen knappen Vorsprung herauskämpfen. Diesen baute diese weiter aus als Natalia gezwungen war mehr zu riskieren und konsequent angriff. So lief sie immer öfter in die Konter der Ungarin und unterlag am Ende mit 9:19 Treffern. Nik Bachinger gegen Benedek Zsolt (HUN). Endlich der erste Sieg für Deutschland. Nach einem tollen Kampf in dem Nik in der ersten und letzten Runde den Kampf klar diktierte sicherte  er mit seinem 3:0  Sieg dem deutschen Team den ersten Erfolg bei dieser EM. Nur in der zweiten Runde konnte der Ungar den immer wieder nach vorne drängenden Deutschen Paroli bieten. Aber in der letzten Runde hatte Nik wieder alles im Griff und siegte am Ende hochverdient. Timmy Sarantouidis gegen Sean McCarthy (GBR). Die Zuschauer bekamen einen spannenden Kampf  mit tollen Techniken zu sehen. Drei Runden lang konnte sich keiner der Beiden Kämpfer Punktemäßig absetzen. Erst zum Ende des Kampfes hatte der Engländer den längeren Atem und siegte mit 9:12 Treffern. Somit wartet das Semikontaktteam weiter auf den ersten Erfolg bei diesem Turnier. Sascha Gräske gegen Kristian Andonov (BUL). Die Serie im Semikontakt hält an. Auch Sascha unterlag nach gutem Kampf gegen den Bulgaren knapp mit 7:9 Treffern. Sascha kam mit dem größeren Bulgaren zu Beginn ganz gut zurecht. Dennoch reichte es am Ende nicht zum Sieg. Yamille Castilo Preuss gegen Liubov Burantseva (RUS). Yamille geriet gegen die starke Russin gleich ins Hintertreffen und lief diesem Rückstand den ganzen Kampf hinterher. Sie gab wieder einmal alles, doch am Ende reichte es gegen die klever kämpfende Russin nicht zum Sieg. Yamille unterlag mit 0:3 Kampfrichterstimmen. Dominik Dellermann gegen Luka Tomic (CRO). Knapp aber verdient siegt auch Dellermann gegen den Kroaten. Zwei Runden war der Kampf ausgeglichen aber der Kraoate führte knapp nach Punkten. Obwohl sich Dominik bereits in der ersten Runde die Fußzehe ausgerenkt hatte kämpfte er weiter. Nach einer starken dritten Runde drehte er den Kampf noch um und siegte mit 3:0 Kampfrichterstimmen. Nach dem Kampf fuhr man zur Behandlung ins Krankenhaus. Das Team hofft, dass er morgen an den Start gehen kann. Timo Herzberg gegen Muzaffer Gemici (TUR). Die Siege im Vollkontakt gehen weiter. Auch Timo konnte sich deutlich mit 3:0 Kampfrichterstimmen durchsetzen. Er erfolgte die Anweisungen und gewann vor allem durch seine Boxerische Überlegenheit gegen den Türken. Bereits in der ersten Runde schickte er den Türken einmal auf die Bretter. Alexander Gleixner gegen Lemair Mathieu (FRA). Alexander zeigte beim Kampf seine derzeitige Klasse und beendete die Niederlagenserie des Semikontaktteams. Mit einem technischen ko. 11:1 in der zweiten Runde zog er in die nächste Runde ein.  Zu schnell war Alex für den Franzosen, als dass dieser eine Chance gehabt hätte. Damit endlich auch ein Sieg für das Semikontaktteam.  Besar Zogay gegen Bruno Miguel Santos (POR). Mit einem Sieg beendet das deutsche Team den ersten Wettkampftag. Besar war in den drei Runden der überlegene Kämpfer und sicherte sich so einen ungefährteten 3:0 Sieg. Somit noch ein guter Abschluss des 1. Wettkampftages für das Deutsche Team. 

Erste Medaillen am Zweiten Tag
Dominik Dellermann gegen Gregor Strazanek (SLO). Mit einem Sieg begann der erste Tag für das Deutsche Vollkontaktteam. Dominik musste gegen den Junioren Weltmeister der Slowenen alles geben und dazu noch die Schmerzen im Fuß unterdrücken um den Sieg zu erkämpfen. Der Kampf war drei Runden ausgeglichen. Mit guten Kicks zum Schluss sicherte sich Dominik den 3:0 Sieg und die erste Medaille für das VK-Team. Ob er wegen der Verletzung im Halbfinale antreten kann muss man abwarten. Alexander Gleixner gegen Aggelopoulos Andreas (GRE). Leider begann der Tag für das Semikontaktteam nicht so erfreulich. Alexander der Zeitgleich mit Dominik kämpfte musste sich dem Griechen mit 9:15 geschlagen geben. Alexander führte nach zwei Runden den Kampf noch an. Doch am Ende legte der Weltmeister zu und so musste Alexander eine unglückliche Niederlage hinnehmen. Robert Knödlseder gegen Simon Seisl (AUT). Robert sicherte dem SK Team am heutigen Tag den ersten Sieg und somit auch die erste Medaille für heute. Er kämpfte gegen den Österreicher konzentriert und befolgte die Anweisungen. Zwei Runden war der Kampf ausgeglichen. Doch Robert konnte seinen Vorsprung in der dritten Runde weiter ausbauen und so am Ende einen ungefährteten Sieg erkämpfen. Rene Perz gegen David Zelenai (HUN). Beide Kämpfer beschränkten sich auf taktisches Geplänkel. So stand es nach zwei Runden 1:1. Als der Ungar mit 1:4 in Führung ging musste Rene mehr Druck machen und konnte so den Rückstand verkürzen. Leider kam dies zu spät und so unterlag er mit 3:4 Treffern. Besar Zogay gegen Jesus Lopez Makos (SPA). Das VK Team hat seine nächste Medaille sicher. Besar zeigte drei Runden einen super Kampf in dem er den Spanier laufend unter Druck setzte und auch die klareren Treffer hatte. Am Ende siegte der Deutsche einstimmig mit 3:0 Kampfrichterstimmen und sicherte sich damit ebenfalls schon die Bronzemedaille. Timo Herzberg gegen Kim Nielsen (DEN). Das VK Team ist weiter Siegreich. In einem packenden Kampf  in dem beide Kämpfer an ihre konditionellen Grenzen gingen entschied Timo das Duell mit 3:0 Kampfrichterstimmen für sich. In den drei Runden wich keiner der Kämpfer auch nur einen Meter zurück und so sahen die Zuschauer ein wahres Gefecht in dem der Deutsche am Ende siegreich war. Das war heute die dritte Bronzemedaille für das Team. Mit der von Natalie hat das VK Team nun schon 4 Bronzenmedaillen sicher und Nik kann noch nachziehen. Daniel Schulz gegen Özcan Cakmakci (TUR). In dem Kampf bestimmte Daniel von Anfang an das Geschehen. Er kämpfte sich einen Vorsprung heraus den er konstant halten konnte. In der letzten Runde konnte er diesen sogar noch ausbauen und am Ende mit 20:14 als Sieger die Matte verlassen. Für das Semikontaktteam ist das ebenfalls die 4. Bronzemedaille. Adriane Kovacevic gegen Bes Sturzaker (GBR). Adriane konnte mit der amtierenden Weltmeisterin zwei Runden gut mithalten. In der letzten Runde konnte sie den Druck nicht mehr aufrecht erhalten und musste sich mit 13:19 geschlagen geben. Sie sicherte sich jedoch die Bronzemedaille. Nik Bachinger gegen Oleg Zaytsev (RUS). Leider keine weitere Medaille für das Team. Nik blieb hinter seinen Möglichkeiten zurück und hatte zwei Runden zu viel Respekt vor dem Russen. Erst in der dritten Runde zeigte er was er kann. Da war es aber schon zu spät um die Wende noch zu schaffen. Er unterlag mit 0:3 Kampfrichterstimmen. Eugen Weigel gegen Sergei Bogdan (RUS). Eugen hörte nicht auf die Anweisungen seiner Ecke und versuchte nur mit boxerischen Mitteln gegen den Russen zu bestehen. Dieser traf immer wieder mit harten Kicks zum Körper und öffnete so die Deckung des Deutschen am Kopf. Dann landete er auch dort harte Treffer. Zu Beginn der zweiten Runde musste Weigel das erste Mal nach einer harten rechten zu Boden. Kurz darauf kam das Aus durch ko. Nathalie John gegen Nives Radic (CRO). Natalie schaffte den Sprung ins Finale. Zwei Runden sah es nicht gut aus für die Deutsche Kämpferin. Dann schaffte sie mit zwei Kopftreffern den Umschwung im Kampf. Sie kämpfte nun mehr aus der Distanz heraus und siegte am Ende mit 2:1 Kampfrichterstimmen und hat die Silbermedaille schon mal sicher. Robert Knödlseder gegen Dimitri Gaulis (SUI). Robert kämpfte konzentriert und sicherte sich mit einem 18:13 Erfolg den Einzug ins Finale. Somit hat auch das SK Team eine Silbermedaille schon mal sicher. Harald Schmidt gegen Robbie Mc Menamey (IRL). In einem spannenden Kampf in dem mal Harald mal Robbie in Führung lagen gelang Harald mit einem Kopftreffer kurz vor Schluss der Entscheidende 15:13 Vorsprung. Diesen rettete er geschickt über die Zeit und sicherte dem Team mit dem Einzug ins Finale die zweite Silbermedaille. So kann es weiter gehen. Daniel Schulz gegen Robbie Geoghegan (IRL). Beide Kämpfer lieferten einen spannenden Kampf. Keiner konnte sich einen großen Vorsprung herauskämpfen. Zum ende des Kampfes wurde Daniel dann zu offensiv und so konnte ihn der Ire auskontern. Dennoch ein toller Erfolg für Daniel und die Bronzemedaille. Andreas Riem gegen Doriano Ciaccia (ITA).Die  Bronzemedaille sichert sich Andreas Riem nach der knappen Niederlage gegen den Italiener. Beide Veteranen zeigten einen spannenden Kampf mit dem glücklicheren Ende für Italien. Dominik Dellermann gegen Eduard Spakov (LTU): Leider konnte Dominik zum Kampf nicht antreten, da sich seine Verletzung von gestern im heutigen Kampf noch verschlechtert hat. Die Ärzte befürchten einen Bruch des Vorderfußes. Somit hatte Dominik auch bei der EM kein Glück. Nach der ausgestandenen Schulterverletzung ist es nun eine erneute Verletzung die eine bessere Platzierung verhindert. Dennoch ist man mit der Bronzemedaille mehr als zufrieden, denn er hätte ja schon nach der Verletzung am ersten Tag ausscheiden können. Besar Zohay gegen Andreas Lodrup (NOR). Die Zuschauer sahen einen tollen Kampf in dem beide Kämpfer alles gaben. Besar lag gegen den haushohen Favoriten nach zwei Runden knapp vorne und hätte fast die Sensation geschafft. Doch der Norweger drehte in der letzten Runde noch einmal richtig auf und obwohl Besar dagegen hielt hatte der Norweger am Ende mit 1:2 Kampfrichterstimmen das glücklichere Ende für sich. Dennoch ist auch die Bronzemedaille für Besar bei seiner Ersten EM Teilnahme ein Riesenerfolg.  Timo Herzberg gegen Ilya Savaleyev (RUS). Auch Timo zeigte wie schon Besar zuvor einen klasse Kampf. Auch dieser Kampf entschied sich erst in der dritten Runde. Hier konnte der Russe etwas mehr zulegen und verließ am Ende als glücklicher Sieger den Ring. Somit eine weitere Bronzemedaille für Deutschland. Natalie John gegen Sureyya Al (TUR). Mit Natalie zog auch eine Frau des Vollkontaktteams in die nächste Runde ein. Mit einem 3:0 Sieg sicherte sie sich überlegen den Einzug ins Halbfinale. Adriane Kovacevic gegen Patricia Hyland (IRL) Siegerin durch nichtantreten Kovacevic. Die Gegnerin von Adriane verletzte sich beim Aufwärmen und trat zum Kampf nicht an. Somit sind für das Semikontaktteam für heute die Kämpfe beendet.
Fazit des zweiten Tages: Mit fünf Bronzemedaillen (drei im VK und zwei im SK) sowie einer Finalteilnahme im VK und zwei im SK geht der zweite Tag zufriedenstellend zu Ende. Sicher hätte man die eine oder andere Medaille mehr erhofft doch bei der Klasse der Kämpfer muss man dem erreichten zufrieden sein. Dazu kommen noch zwei Finalteilnahmen und eine Bronzemedaille bei den Veteranen. Das Vollkontakteam ist damit erfolgreicher als in den letzten Jahren und hier wächst im Vollkontakt  eine neue Generation heran auf die man aufbauen kann. Denn auch Kämpfer wie z.B.  Nik Bachinger oder Nikolaj Ride haben tolle Leistungen gezeigt und  können sich in der Zukunft sicher noch steigern.
Gratulation an alle Deutschen Teilnehmer und hoffentlich etwas Glück im Finale.

Weitere Medaillen am dritten Tag

Dennis Morgen sichert sich Silber bei den Musikformen!!!
Dennis Morgan (Soft Style). Platz zwei für den Weltmeister Dennis bei der Europameisterschaft ist sicher nicht das was er selbst erwartet hat. Doch man muss sagen, dass er in dem Russen auch einen sehr starken Gegner hatte dem er sich nur knapp geschlagen geben musste. Judith Weck (Hard Style). Platz 4 von 7 Teilnehmern wurde es für Judith im Hardtsyle. Sie lief eine gute Form, allerdings fehlten die akrobatischen Elemente wie Salto die mittlerweile international nötig sind um eine der ganz vorderen Platzierungen zu erreichen. Elfriede Tausendfreund (Hard Style). Sie landete bei ihrem ersten internationalen Auftritt in der gleichen Klasse wie Judith auf Platz 6. Auch ihre Form war sehr gut, doch wie bei Judith zuvor fehlte auch bei ihr das akrobatische Element. Dennoch eine gute Platzierung fürs erste Mal. Ewald Der (Hard Style). Ewald belegte von 11 Teilnehmern einen tollen 6. Platz. Er war erst das zweite Mal dabei und zeigte eine Klasse Form die in wenig zu niedrig bewertet wurde, ansonsten wäre auch ein vierter Platz möglich gewesen. Er wird in Zukunft noch einiges erreichen wenn er so weitermacht.  Wjatscheslaw Kapustin (Hard Style). Für ihn reichte es im Hardstyle nur zu Platz neun. Er begann gut doch ein Fehler kurz vor Ende der Form kostete ihn eine bessere Platzierung. Wie schon im letzten Jahr waren es seine Nerven die ihm einen Streich spielten. Maria Möller (Soft Style). Leider nur Platz 7 von acht Teilnehmern erreichte Maria Möller bei ihrem ersten internationalen Auftritt. Dennoch zeigte sie eine gute Leistung. Allerdings stehen auch im Softstyle mittlerweile die akrobatischen Elemente immer mehr im Vordergrund und da sind uns die Osteuropäischen Länder noch weit voraus. Michelle Veith (Soft Style). Für sie reichte es beim ersten Auftritt nur zum achten und letzten Platz. Aber sie ist noch jung und kann sicher in den kommenden Jahren noch zulegen.

Nathalie John ist EUROPAMEISTERIN im Vollkontakt -70 kg
Nathalie John gegen Birgit Oxness (NOR). Nathalie hat es geschafft. Sie sicherte sich nach einem starken Kampf gegen die Norwegerin den Europameistertitel. Nathalie wuchs im Finale über sich hinaus und zeigte gegenüber dem Halbfinale eine deutliche Leistungssteigerung. Immer wieder traf sie mit ihren Kicks und der rechten Geraden ihre Gegnerin und sammelte so die Punkte. Auch ein Schlussspurt der Norwegerin nutzte nichts mehr. Am Ende siegte Nathalie zwar knapp aber durchaus verdient mit 2:1 Kampfrichterstimmen und holte die Goldmedaille nach Deutschland.

Auch Giovanni Scrilletti ist EUROPAMEISTER bei den Veteranen
Giovanni Scrilletti gegen Eamon Breslin (IRL) Der Kampf verlief ziemlich ausgeglichen und war bis zum Schluss spannend. Mal lag Giovanni mal der Ire einen Punkt vorne. Am Ende setzte Giovanni alles auf eine Karte und siegte verdient mit 6:5 Treffern und sicherte sich den Titel und Deutschland die zweite Goldmedaille.

Der letzte Tag mit drei Finalteilnahmen
Wie schon gestern standen heute die Formenläufer zu Beginn des Tages auf dem Programm. Bei den Musikformen mit Waffen starteten Judith Weck, Elfriede Tausendfreund und Ewald Der. Zuerst einmal muss ich eine Meldung von gestern berichtigen. Nach Abzug der höchsten und niedrigsten Wertung belegte Judith Weck nicht den fünften sondern sogar den 4. Platz und verpasste damit eine Medaille nur knapp.  Am heutigen Tag zeiget Judith mit der Waffe wieder eine Klasse Leistung und verpasste den vierten Platz nur um drei Zehntel Punkte. Sie belegte bei neun Teilnehmern den fünften Platz, wobei man sagen muss dass sie mit dem Schwert einfach immer schlechter bewertet wird als andere Teilnehmer z.B. mit dem Stock. Schade denn auch hier wäre eine Medaille möglich gewesen, die sie mit ihrer diesjährigen Leistung durchaus verdient gehabt hätte. Leider nur den letzten Platz erreichte Elfriede Tausendfreund. Sie begann sehr stark und wäre sicher weit vorne gelandet, wenn ihr der Stock nicht aus der Hand gefallen wäre. Dafür bekommt sie schon punktabzüge. Mutig hob sie die Waffe wieder auf und lief  ihre Form zu Ende. Doch der Bewegungsfluss war dahin und so blieb am Ende nur Platz neun. Dennoch eine gute Leistung beim ersten internationalen Auftritt.  Ewald Der belegte bei sieben Startern den 6. Platz. Er hatte das Pech als erster auf die Matte zu müssen und da bekanntlicher Weise die folgenden meist höher bewertet werden reichte es dieses Jahr nur zum vorletzten Platz. Aber auch Ewald ist noch jung und wird sich in den kommenden Jahren sicher noch steigern.

Die Finalkämpfe – Einmal Gold und zwei Mal Silber
Harald Schmidt gegen Zsolt Moradi (HUN) Harald und der Ungar boten den Zuschauern einen spannenden Kampf, der sich erst in der dritten Runde entschied. Hier ging Harald etwas die Luft aus und Moradi konnte sich punktemäßig etwas absetzen. Harald wirkte auch nicht so locker wie sonst und verkrampfte im Kampf etwas. Dennoch versuchte er alles um den Rückstand auszugleichen. Am Ende unterlag er mit 7:13 Treffern und sicherte sich und Deutschland die Silbermedaille.
Robert Knödlseder gegen Cristian Jaroskievicz (HUN). Auch Robert schaffte den Sprung ganz nach oben aufs Treppchen nicht. Er unterlag dem Ungarn mit 10:13 Treffern. Dieser Kampf war ebenfalls sehr ausgeglichen und spannend. Mitte des Kampfes konnte sich der Ungar einen Vorsprung herauskämpfen. Robert kam zwar noch einmal heran doch zum Sieg reichte es nicht mehr.

Frank Feuer wird Europameister bei den Veteranen
Frank Feuer gegen Zimmermann (AUT). Gold für die Veteranen schließt das Turnier ab. Frank führte im Kampf mit 6:5 als sich der Österreicher einen Cut am Auge zuzog und der Arzt den Kampf beendete. Aber auch ohne den Abbruch hätte Frank die Medaille geholt, da er bis zu diesem Zeitpunkt der technisch bessere und schnellere Kämpfer war.  Damit hat das Semikontaktteam bei den Senioren je zwei Silber – und Bronzemedaillen erkämpft. Dazu kommen noch die zwei Gold und die Bronzemedaille bei den Veteranen.

Bronze bei den Teamkämpfen
Deutschland gegen die Schweiz. Mit 23:17 siegte Deutschland im Teamkampf gegen die Schweiz. Eine geschlossene Mannschaftsleitung brachte den Sieg. Somit steht man im Viertelfinale. Hier trifft das Deutsche Team auf Irland.  Deutschland gegen Irland. Mit 26:17 wurden die Iren von der Matte gekickt und damit schon einmal die Bronzemedaille gesichert.  Wieder war eine geschlossene Mannschaftsleistung ausschlaggebend für den Sieg. Nun trifft das deutsche Team auf den Favoriten Ungarn. Diese hatten nur einen Vorkampf zu bestreiten und somit den bisher leichteren Weg. Deutschland gegen Ungarn. Leider endete der Tag mit einer Niederlage. Gegen Ungarn unterlag man knapp mit 15:17. Das Team zeigte wieder eine tolle Leistung und erst im letzten Kampf entschieden die Ungarn die Partie mit viel Glück für sich. Somit zum Abschluss noch eine Bronzemedaille für das Team.

Fazit der EM:
Mit drei Gold, drei Silber und sieben Bronzemedaillen hat Deutschland bei der EM ganz gut abgeschnitten. Sicher hätte man vom einen oder anderen noch eine Medaille erwartet. Aber man muss mit dem erreichten angesichts der starken internationalen Konkurrenz zufrieden sein. Überrascht hat das junge Vollkontaktteam, denn die Gold sowie drei Bronzemedaillen waren nicht unbedingt zu erwarten gewesen. Außerdem haben die Kämpfer nur knapp verloren und bei etwas mehr Glück wäre sogar mehr möglich gewesen. Das deutsche Semikontakt Team überzeugte beim Teamkampf mit einer tollen Leistung und dem dritten Platz. Zum wiederholten Mal hat man hier bewiesen, dass man zu den vier besten Mannschaften in Europa zählt. Auch bei den Formenläufern sah man, dass  man durchaus eine Medaillenchance hat. Wenn die Nervosität abgelegt und das Akrobatische sowie die Kraft etwas mehr trainiert werden, dürfte man hier auch bald wieder mehrere Medaillen holen können. Die Teilnehmer können ihre Erfolge heute auf der Sajonara Party begießen und morgen fliegt das Team zurück nach Deutschland. Ankunft in Frankfurt wird gegen 15.30 Uhr sein. Ich hoffe ihr wart mit der Berichterstattung und den Ergebnissen zufrieden. Noch einmal viele Grüße vom Team an alle Fans in der Heimat, Danke für die guten Wünsche im Gästebuch und das Daumendrücken. Ich wünsche allen jetzt schon mal ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr, in dem man sich bei den Turnieren dann hoffentlich wieder sieht.

Sportaccord Combat Games 2010 in Beijing

Unterwegs in Sachen Kickboxen bei den Sportaccord Combat Games 2010 in Beijing

 Werner Soßna, Vizepräsident der WAKO war in seiner Eigenschaft als Weltvizepräsident der WAKO in Peking unterwegs. Grund waren die ersten Sportaccord Combat Games 2010 welche von der GAISF unter dem Deckmantel des olympischen Komitees in Peking ausgetragen wurden. Man kann die Sportaccord Combat Games als so etwas wie die olympische Spiele der Kampfsportarten bezeichnen. Außer der Sportart Kickboxen des WAKO Weltverbandes waren noch die Kampfsportarten Wushu, Aikido, Boxen, Judo, Kendo, Karate, Ju Jitsu, Muay Thai, Sambo, Sumo, Wrestling und Taekwon do vertreten. Da die Spiele Zeitlich auf knapp zwei Wochen begrenzt waren, musste die WAKO im Vorfeld aus ihren sieben Disziplinen festlegen mit welchen drei man an den Spielen teilnehmen wird. Man entschied sich für die Disziplinen Semi- und Vollkontakt sowie Lowkick. Ebenso mussten aus allen Gewichtsklassen für die Damen und Herren sieben ausgewählt werden um den zeitlichen Rahmen nicht zu sprengen. Qualifiziert waren die Sportler der Plätze eins bis vier der letzten WAKO Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr. Diese kämpften in der Olympia Sporthalle somit im Halbfinale am Freitag um den Einzug ins Finale und dann am Samstag um den dritten Platz sowie im Finale um den Sieg.

Da die Sportart Kickboxen in der zweiten Woche stattfand, reiste die Deutsche Delegation am Sonntag bzw. Montag an. Aus Deutschland war neben Werner Soßna als offiziellen Vertreter der WAKO Deutschland auch noch Semikontakt Bundestrainer Daniel Händel und der Sportler Harald Schmidt aus Baden Württemberg in Peking vertreten. Dieser verlor seinen Halbfinalkampf in der Klasse -79 kg am Freitag gegen den Iren Robbie Mc Menamey knapp nach Punkten, konnte sich aber am Samstag mit einem Sieg über den Italiener Stelle Neri den dritten Platz sichern.  Neben den Wettkämpfen fand sich noch genügend Zeit auch die Sehenswürdigkeiten der Stadt zu besichtigen. Natürlich reichte die Zeit nicht aus alles zu sehen, doch ein Besuch der verbotenen Stadt sowie der Mauer, dem Platz des himmlischen Friedens und des Olympiaparks waren schon möglich. Die deutschen Teilnehmer zeigten sich beeindruckt von Peking. Nicht nur wegen der Sehenswürdigkeiten, sondern auch wie die Sportaccord Combat Games organisiert waren. Sicherheitskontrollen am Eingang der Sporthalle, mehr als Zigtausend Hinweisfahnen an jeder der Straßenlaternen in Peking, sowie riesige Reklametafeln in und vor der Halle sowie in den Hotels in denen die Sportler und offiziellen untergebracht waren, zeugten von der Professionalität der Organisatoren. Ebenso war die Halle bei den Finalkämpfen fast ausverkauft und die Zuschauer sorgten für eine tolle Stimmung bei den Kämpfen. Die Wettkämpfe aller Sportarten wurden teils live im Fernsehen in China gezeigt. „Nun kann ich mir vorstellen, wie sich Sportler bei den Olympischen Spielen fühlen müssen“ war der Kommentar von Werner Soßna zu den Eindrücken welche in Peking auf in einwirkten.

In Peking traf Werner Soßna außerdem einen alten Freund aus den USA wieder. Die Kickboxlegende Don „The Dragon“ Wilson – Ex Amateur und Profiweltmeister und einer der erfolgreichsten Kickboxer der Welt, war ebenfalls in Peking zu Gast. Werner Soßna lernte Don Wilson -der auch als Filmschauspieler in vielen Kampfsportfilmen (unter anderem in Blood Fist Fighter, Bloodfist Fighter II, Bloodfist 3, Red Sun Rising, Cyber Tracker, The Terminal Rush, Die Herausforderung, Blade – Der Vampirjäger, Der Prophet, Batman Forever, Fear, The Last Sentinel) mitwirkte – 1989 beim legendären WM Kampf gegen Ferdinand Mack in Berlin kennen. Wilson siegte in diesem Kampf aussichtslos nach Punkten zurück liegend spektakulär in der letzten Runde durch ko. Zuletzt traf er Wilson bei den Weltmeisterschaften der WAKO in Ungarn im Jahr 2005. In Peking erzählte Wilson von seinem neuesten Film „The last Sentinel“ in dem er die Hauptrolle spielt und er auch in Deutschland zu sehen sein müsste. Don ließ es sich nicht nehmen sich mit den Deutschen Teilnehmern zu einem Foto zu stellen.

 

Als nächstes wird Werner Soßna in zwei Wochen zu den Weltmeisterschaften der Jugend und Junioren nach Belgrad reisen, bevor es dann im Oktober zu den Europameisterschaften der Erwachsenen im Leichtkontakt nach BAKU in Aserbaidschan geht. Im November steht dann die letzte Reise für dieses Jahr an. Dann geht es zu den Europameisterschaften im Semi- und Vollkontakt nach Athen. So kommt bis Jahresende noch einiges an Arbeit auf den Vizepräsidenten der WAKO zu.

PS: Einige Bilder der Reise nach Peking findet ihr unter Fotos.

Deutsche Meisterschaft in Hamburg

Großkampftag in Hamburg

Trotz der weiten Anreise hatten sich 560 Teilnehmer zur Deutschen Meisterschaft die am 12. und 13.06.2010 in Hamburg ausgetragen wurde auf den Weg nach Hamburg gemacht. An beiden Tagen kämpften die besten Sportler der Landesverbände in den einzelnen Klassen und Disziplinen um den Titel des Deutschen Meisters. Das Turnier war wieder einmal bestens organisisret und auch der verantwortliche Landesverband hatte alles getan um den Kämpfern ein gutes Umfeld zu schaffen.

Die Kämpfe waren an beiden Tagen um ca. 18.30 Uhr beendet so dass die Teilnehmer sich noch rechtzeitig auf den Weg nach Hause machen konnten. Wir bedanken uns bei den Kämpfern und Trainern für ihr kommen und die tollen Kämpfe die den Zuschauern geboten wurden und beim Ausrichter Michael Wübke und seinem Team für das tolle Umfeld und Gastfreundschaft welche uns entgegen gebracht wurde.

Die Ergebnisse findet ihr unter dem gleichnamigen Menüpunkt.

Semikontakt Bundeskadertraining

Das erste Training der Semikontakt Nationalmannschaft der Damen und Herren fand am 21. Februar im Anschluss an ein Turnier in Ebern statt. Der Schwerpunkt des Kadertrainings war der Vergleich mit internationalen Wettkämpfern, was in der Trainingsplanung für eine EM oder WM eine gewichtige Rolle spielen sollte. Deshalb hatten die Bundestrainer Daniel Händel und Daniel Weil ein gemeinsames Training mit der schweizer Nationalmannschaft unter der Leitung von Antonio Berlingieri organisiert. Desweiteren nahmen auch mehrere Kämpferinnen und Kämpfer aus Belgien auf Einladung der Bundestrainer an diesem Kadertraining teil.

So fanden sich insgesamt 35 Kämpferinnen und Kämpfer morgens um 9.00 Uhr in Ebern ein um mit- und voneinander zu lernen bzw. zu profitieren. Nach einer kurzen Erwärmungsphase folgte eine einstündige Technik- und Taktikschulung, bei der mit häufig wechselnden Partnerinnen und Partnern von den Bundestrainern vorgegebene Techniken und eigene, bevorzugte Konter und Angriffe der Kämpferinnen und Kämpfer geübt wurden. Hieran fügte sich eine ¾ Stunde Aufgabensparring an, bevor eine kurze Pause eingelegt wurde. Den praktischen Abschluss bildete eine lange Phase des freien Sparrings, bei der die Sportlerinnen und Sportler angehalten wurden, mit möglichst vielen „unbekannten“ Partnern zu kämpfen. Nach einem Gruppenphoto und der Verabschiedung der Kämpferinnen und Kämpfer aus der Schweiz und Belgien setzte sich der deutsche Nationalkader noch zu einer halbstündigen Abschlussreflexion zusammen, in der auf die zurückliegenden und bevorstehenden internationalen Wettkämpfe und das absolvierte Kadertraining eingegangen wurde. Um 14.00 Uhr endete das Training und alle begaben sich auf ihren Heimweg nach einem langen und anstrengenden Wochenende.

Dem positiven Fazit der Trainer Antonio Berlingieri, Daniel Händel und Daniel Weil schlossen sich viele Sportlerinnen und Sportler der vertretenen Nationen in ihren Rückmeldungen an, weshalb diese Form des „internationalen Kadertrainings“ eventuell wiederholt wird.

Jahreshauptversammlung der WAKO Deutschland in Köln

Die Jahreshauptversammlung verlief ohne Zwischenfälle. Peter Zaar konnte feststellen, dass sich die WAKO Deutschland weiter im Aufwind befindet. Er konnte den Mitgliedern einen positiven Präsidiumsbericht abliefern. Als Hauptziel ist weiterhin die Anerkennung durch den DOSB zu sehen.

Präsidiumsbericht 2009

Das Jahr 2009 kann man als Zwischenjahr bezeichnen. Unsere Sportler zeigten bei zwei Weltmeisterschaften und der Jugend- und Junioren Europameisterschaft sowie auf den Bundesturnieren vorbildliche Leistungen. Mein Dank geht an meine Vorstandsmitglieder Michael Wübke und Werner Soßna, sowie allen funktionierenden Landesverbänden die uns mit Herz und Sachverstand unterstützen, unsere Ziele mit dem Höhepunkt DOSB zu erreichen.

Wer die Berichte der WAKO Deutschland seit längerer Zeit verfolgt sieht, dass wir jedes Jahr besser werden. Nur müssen wir alle um endlich die Anerkennung durch unseren DOSB zu bekommen weitere Anstrengungen unternehmen. Hier ist jeder Einzelne gefragt. 2010 wird mein 12. Jahr als Präsident sein (Politiker sollten spätestens nach 12 Jahren ihr Amt zur Verfügung stellen um sich nicht abzunutzen). Ich werde weiter Werner, Micha und euch unterstützen. Sportlich sowieso,  aber auch aus Liebe zu unserer Sportart und vielen von euch bin ich da. Überlegt bitte genau was für unsere WAKO auch im Sinne von Georg F. Brückner wichtig ist. Wir müssen der Sache dienen!

Die Wako Deutschland kann keine Profilneurotiker gebrauchen um einen Sportbetrieb vom Breiten bis zum Hochleistungssport, sowie vom Kinder bis zum Veteranensport vorbildlich zu betreiben.

2010 gehe ich als Präsident eventuell in den Endspurt. Aber ich weiß, dass dennoch alle Werner weiter unterstützen werden um seine vorbildliche Geschäftsführung fortzusetzen.

Als Leichtkontakt Bundestrainer werde ich mit meinem Team weiterhin eure Zustimmung vorausgesetzt die sportlichen Ziele umsetzen.

 EuerPeterZaar.

 Das Präsidium

Peter Zaar, Michael Wübke, Werner Soßna

Weltmeisterschaft 2009 im Semi- und Vollkontakt sowie Musik Formen in Lignano Sabbiadoro / Italien

25.11.2009 –  Der erste Tag

SK -74 kg Sascha Gräske gegen Morton Spissoy (Norwegen) – Im ersten Kampf musste Sascha Gräske gleich gegen einen der Favoriten an den Start. Sein Gegner war kein geringerer als Morton Spissoj aus Norwegen. Sascha begann gut und lag nach der ersten Runde mit einem Punkt in Führung. Nach der zweiten Runde lag Sascha nach Treffern jedoch zurück. Grund waren zwei nicht gegebene Kopftreffer des deutschen  die diesen in Führung gebracht hätten. So sahen die Kampfrichter nur die Treffer des Norwegers und Sascha musste immer mehr riskieren.  So kam der Rückstand zustande. In der  dritten Runde versuchte es Sascha mit der Brechstange was jedoch schlecht für ihn war. Er geriet immer mehr in Rückstand und unterlag am Ende nach Punkten.

SK -69 kg Timmy Sarantoudis gegen Rafak Prazmo (Polen) – Im zweiten Kampf mit deutscher Beteiligung gab es jedoch einen Sieg zu verbuchen. Timmy Sarantoudis lies den Polen keine Chance und siegte Mitte der dritten Runde mit technischen ko. Beim Stande von 15:5 war der Kampf für den Polen zu Ende. Timmy kämpfte konzentriert und spielte seine bessere Technik und Schnelligkeit aus. So konnte er den klaren Sieg nach hause bringen.


26.11.2009 – Tag 2 der WM

SK -50 kg Kim Samonte gegen Sabina Koldenik (Slowenien). Nach einem spannenden und lange Zeit ausgeglichenen Kampf konnte sich Kim in der letzten Runde noch steigern und einen 17:10 Sieg herauskämpfen. Somit begann der neue Tag mit einem Sieg und wir hoffen, dass es so weiter geht.

SK -55 kg Sandra Melcher gegen Svetlana Fadeeva (Russland). Sandra hatte gegen die größerer und vor allen auch schwerer aussehende Russin einen schweren Stand. Die Russin nutzte ihre Größe und Reichweitenvorteile aus und Sandra kam an den guten Kicks der Gegnerin nicht vorbei. Sie unterlag nach drei Runden nach Punkten.

VK – 67 kg Jürgen Kuschtan gegen Ryan Burgness ( Canada). Jürgen kam gut in den Kampf und dominierte diesen von Anfang an. Ende der zweiten Runde hatte er einen kleinen Durchhänger und der Kanadier kam auf. Doch in der dritten Runde knüpfte Jürgen an die Leistung der ersten an und machte den Sieg klar. Er zog mit einem deutlichen Punktesieg in die nächste Runde ein. 

SK -63 kg Peter Martin gegen Christos Pitsios (Griechenland). Peter konnte den Kampf lange Zeit ausgeglichen gestalten. Nach zwei Runden lagen die Kämpfer Punktemässig noch eng zusammen. Am Ende reichte es nicht ganz für den Deutschen. Er unterlag mit 7:9 Treffern.

SK – 89 kg Faton Rexhaj gegen Gaulis Dimitri (Schweiz). Viel Pech für Toni in seinem Kampf gegen den Schweizer. Toni kämpfte gut, doch verdrehte er sich das Knie beim absetzen nach einem Kick ohne Einwirkung des Gegners so unglücklich, dass er den Kampf wegen Verletzung aufgeben musste. Umso tragischer, da Toni mit 11:8 in Führung lag und den Kampf sicher gewonnen hätte.

VK – 75 kg Dorjan Milenkovic gegen Yusup Magamedbekov (Russland). Einen guten Kampf bot Dorjan gegen den Russen. Nach der ersten Runde war der Kampf ausgeglichen. Jedoch schon in Runde zwei drehte der Russe auf und Dorjan musste angezählt werden. Am Ende der zweiten Runde lag der Russe deutlich in Führung und nur noch ein ko konnte den Kampf zugunsten des Deutschen wenden. Der versuchte alle, schaffte es jedoch leider nicht. Am Ende siegte der Russe nach Punkten.

SK – 60 kg Carolin Pitzke gegen Ida Abrahamsen (Norwegen). Carolin konnte zu Beginn gegen die Norwegerin noch mithalten. Dann ging ihr jedoch die Luft aus und die konnte den Kicks keine Hände mehr folgen lassen. Sie verlor leider nach Punkten.

SK -69 kg Timmy Sarantoudis gegen Nemanya Sedoglavic (Neu Seeland). Zimmy konnte auch seinen zweiten Kampf gewinnen. Er war seinem Gegner nicht nur technisch sondern auch was die Schnelligkeit anging klar überlegen. Er zog mit einem 11:1 Sieg ins Viertelfinale ein.

SK – 79 kg Harald Schmidt gegen Patterer Christian (Österreich). Harald zeigte wieder einmal sein ganzes Können und versuchte spektakuläre gesprungene Drehkicks. Er nutzte seine Technik und Schnelligkeit voll aus und siegte mit technischem ko (16:6) und zog in die nächste Runde ein.

SK +94 kg Robby Christoph gegen Petr Valdman (Tschech Rebuplik). Robby hatte gegen den Tschechen keine Probleme. Er traf mit Hand und Fußtechniken und und wenn der Gegner den Vorsprung verringerte setzte er ein paar Treffer und stellte so den alten Abstand wieder her. Am Ende siegte er mit 12:6 Treffern und zog in die nächste Runde ein.

VK – 60 kg Nikolaj Ride gegen Juan Blanco Maerino (Spanien). Nikolaj verschlief die erste Runde und verlies sich ganz auf die Boxtechniken. So musste er in der zweiten Runde zehn Kicks machen um die fehlenden der ersten Runde auszugleichen. Als er zu kicken begann sah er auch gleich besser aus. Nach zwei Runden lag der Spanier knapp vorne. In der letzten Runde machte Nikolaj noch einmal druck, leider waren die Kampfrichter aber eingeschlafen, denn anderes konnte man es sich nicht erklären, warum die Treffer von Nikolaj nicht gezählt wurden. So unterlag er am Ende wegen einem Treffer und schied aus.

SK -84 kg Robert Knödlseder gegen  Denis Martzevich (Russland). Mit Glück und Routine konnte Robert diesen Kampf gegen einen starken Russen gewinnen. Beide Kämpfer hatten schon zwei Verwarnungen und Robert sogar schon einen Minuspunkt kassiert. Der nächste Minuspunkt wäre die Disqualifikation gewesen. Der Russe machte Druck und versuchte Robert noch den Sieg zu entreißen.  Doch kurz vor Ende landete Robert einen Kopftreffer der den 19:16 Siegklar machte.

VK – 71 kg Dominik Dellermann gegen Gregor Stracanek (Slowenien). Zu nervös war Dominik bei seinem ersten großen Einsatz. Dadurch verkrampfte er in seinen Aktionen etwas und hatte nicht die Lockerheit wie sonst bei seinen Kämpfen. Dennoch war der Kampf ausgeglichen und erst kurz vor Schluss fiel die Entscheidung. Er verlor leider mit 1:2 Kampfrichterstimmen und muss nun auf das nächste Jahr hoffen.

VK – 63,5 kg Serdar Kaplan gegen Mardan Buzdaev (Kazakstan). Beim Vollkontaktteam läuft es nicht so gut. Auch Serdar hat seinen Kampf verloren. Er hatte es gegen den einen Kopf größeren Kasachen schwer. Dennoch war der Kampf bis Mitte der dritten Runde ausgeglichen. Erst dann konnte sich sein Gegner einen Punktevorsprung herauskämpfen. Und obwohl auch Serdar alles gab reichte es am Ende nicht ganz für die nächste Runde.

VK -67 kg Jürgen Kuschtan gegen Samat Kadyrbekov (Kazakstan). Leider auch das Aus für Jürgen Kuschtan. Mit ihm ist der letzte der deutschen Männer ausgeschieden. Jürgen zeigte gegen den bärenstarken Kasachen eine gute Leistung. Leider wurde er in der Runde eins von einer harten rechten getroffen und angezählt. Kurz darauf ein harter Leberhaken nach dem er zum zweiten Mal zu Boden musste. In der zweiten Runde setzte der Kasache druckvoll nach und Jürgen hielt dagegen. Dann jedoch kam ein weiterer Kick zur Leber und Jürgen verlor durch RSC.

Somit ein schlechter Tag für das deutsche Vollkontaktteam. Vielleicht können die Frauen morgen die Ehre des Vollkontaktteams retten.  Im Semikontakt sieht es noch besser aus.


27.11.2009 – Tag 3 der WM

Die Formenläufe im Hardstyle ohne Waffen sind beendet und die deutschen Formenläufer haben ihre Sache sehr gut gemacht. Judith Weck hatte zwei kleine Fehler welche sie eine Medaille gekostet haben. Dennoch erreichte sie einen tollen 4.Platz von neun Starterinnen. Auch Sarah Weber machte ihre Sache sehr gut. Sie zog bei der Auslosung leider eine frühe Startnummer was eine bessere Platzierung als den siebten Platz verhinderte.

Ganz gut bei seinem ersten Internationalen Auftritt schnitt Der Ewald ab. Er erreichte einen tollen fünften Platz. Pech hatte Wjatscheslaw Kapustijan. Bei der Auslosung zog unser Vizepräsident den letzten Startplatz für ihm was ihm alle Chancen auf einen der vorderen Plätze eröffnete.  Er hatte es in der Hand unter die ersten drei zu kommen. Bei seinen Sprüngen und Techniken konnte man sein Potential erkennen. Doch leider war seine Form zu kurz und er zu nervös und übermotiviert. So machte er viele kleine Fehler die natürlich Punktabzüge bedeuteten. Er belegte dadurch leider nur Platz 12. Morgen und am Sonntag dann mehr von den Formen.

Hier die heutigen Kämpfe mit Deutscher Beteiligung.:

SK Harald Schmidt gegen John Engelhard (Niederlande). Harald hatte den Holländer zwei Runden gut im Griff und lag nach Punkten vorne. Durch einige fragwürdigen Kampfrichterentscheidungen, aber auch Unkonzentriertheit bei Harald holte der Holländer auf und ging sogar 30 Sekunden vor Schluss mit einem Punkt in Führung.  Aber Harald zauberte wieder einmal zwei Kopftreffer die wie aus dem Nichts kamen hervor und sicherte sich den 16:13 Sieg und hat damit schon mal die Bronzemedaille sicher.

SK Robby Christoph gegen Ranis Smajlivic (Slovenien). Robby begann konzentriert und konnte den Kampf zwei Runden ausgeglichen gestalten. In der dritten Runde kam der Slovene jedoch besser in den Kampf und kämpfte sich einen Punktevorsprung heraus. Jetzt musste Robby alles riskieren und so konnte ihn sein Gegner leicht auskontern. Am Ende verlor der Deutsche mit 9:15 Treffern

SK Robert Knödlseder gegen Michael Page (England). Robert zeigte zu viel Respekt vor dem Gegner, wobei man zu seiner Entschuldigung jedoch auch anmerken muss, dass dieser schon eine Klasse für sich ist. Mit schnellen Fußtechniken machte der Engländer die Punkte und beeindruckte mit seinen gedreht gesprungenen Doppelkicks nicht nur die Kampfrichter sondern begeisterte auch die Zuschauer. Robert wehrte sich tapfer, konnte die Niederlage jedoch nicht verhindern.

SK Timmy Sarantoudis gegen Laszlo Gambos (Ungarn). Einen schweren Stand hatte Timmy gegen den einen Kopf größeren Ungarn. Obwohl er eine starke Leistung bot unterlag er mit 7:15 Treffern. Timmy fand erst Mitte der zweiten Runde ein Konzept mit dem er dem Ungarn Paroli bieten konnte. Von da an machten beide Kämpfer immer wieder Punkte, doch der Vorsprung des Ungarn verringerte sich leider nicht.

SK Melanie Moder gegen Marina Popova (Russland). Keine großen Probleme hatte Melli mit ihrer Gegnerin. Sie konnte es sich sogar erlauben einige Angrifftechniken auszuprobieren um etwas neues zu testen. Am Ende siegte Melli ungefährdet Mitte der dritten Runde mit technischem ko (13:3) und hat ebenfalls die Bronzemedaille schon mal sicher.

SK Rene Perz gegen Colin O Shaughnassey (Irland). Mit technischem ko (14:4) siegte Rene gegen den Irländer. Rene war in jeder Hinsicht überlegen. Zu schnell kamen die Kicks und Handtechniken als dass der Ire eine Chance gehabt hätte. Damit hat das deutsche Semikontaktteam schon drei Bronzemedaillen sicher.

SK Kim Samonte gegen Ksenia Guralnik (Russland). Kim machte es spannend bis zum Schluss. Die Russin lag lange Zeit knapp in Führung. Erst in der dritten Runde hatte Kim das richtige Konzept gefunden und konnte den Kampf noch drehen. Kurz vor Ende machte sie den Treffer zur  13:12 Führung welche sie dann über die Zeit retten konnte und dem Team damit die vierte Bronzemedaille sicherte.

Veteranen – 79 kg Giovanni Sgrilletti gegen Eamon Breslin ( Irland). Bei den Veteranen machte Giovanni seine Sache ebenfalls sehr gut und zog mit einem  8:6 Erfolg ins Halbfinale ein. Er hielt den Iren schön auf Distanz und kämpfte einen Punktevorsprung heraus. Der Ire kam zwar noch etwas heran, doch dann machte Giovanni wieder druck und sicherte sich den Sieg und eine Medaille.

VK -60 kg Adriane Marksteiner gegen Marija Melenica (Kroatien). Mit einem klaren 3:0 Sieg konnte sich Adriane gegen die Kroatin durchsetzen. Mit klaren Hand- und Fußtechniken baute Adriane den Vorsprung von Runde zu Runde aus und bescherte dem Vollkontaktteam mit diesem Sieg ebenfalls eine Bronzemedaille.

Veteranen -89 kg Frank Feuer gegen Leuba Christoph (Schweiz). Auch Frank Feuer zeigte einen guten Kampf. Er konnte sich gegen den Schweizer behaupten und ebenfalls mit technischem ko  ins Halbfinale bei den Veteranen einziehen.

VK -48 kg Yamile Castillo Preuß gegen Vira Makresova (Ukraine). Yamile kam spät in den Kampf. bereits in der ersten Runde wurde sie zweimal angezählt. Sie erholte sich jedoch und fightete zurück. Beide Kämpferinnen teilten aus, mussten jedoch auch jede Menge einstecken. Am Ende unterlag sie dann aber mit 0:3 Kampfrichterstimmen und schied aus.


Bronzemedaille für Melanie Moder

SK Melanie Moder gegen Georgia Prasinou (Griechenland) Melanie hat trotz gutem Kampf verloren. Leider gaben ihr die Punktrichter die Treffer nicht und so musste Melli die ganze Zeit einem Rückstand hinterher laufen und wurde dabei ausgekontert.  Schade, denn ohne die schlechten Kampfrichter wäre der Einzug ins Finale möglich gewesen.

SK Kim Samonte gegen Sinead Beasley (Irland) In einem spannenden und von Kim Klever geführten Kampf konnte sich Kim ins Finale kämpfen. der Kampf stand  bis Sekunden vor Schluss unentschieden. In der Schlusssekunde konnte Kim dann jedoch den Siegtreffer landen und ins Finale einziehen. Somit ist ihr die Silbermedaille sicher.


Bronzemedaille für Frank Feuer

SK Veteranen Frank Feuer gegen  Peter Edwards (Großbritannien). Eine klasse Vorstellung von Frank der es seinem Gegner schwerer machte als es diesem lieb war. Frank führte sogar bis Mitte der zweiten Runde mit einem Punkt. Dann geriet er kurz vor Schluss mit einem Treffer in Rückstand und musste alles riskieren. So lief er noch in einen Konter des Engländers der den 7:9 Endstand bedeutete.

VK -65 kg Julia Irmen gegen Emine Görgülü (Türkei). Super Auftritt von Julia. Sie bestimmte von anfang an den Kampf und setzte die Türkin ein ums andere Mal unter Druck. Bereits nach der ersten Runde lag Julia nach Punkten klar vorne. In der zweiten Runde beendete eine krachende Rechte von Julia den Kampf vorzeitig.  Die Türkin hatte keine Lust mehr auf weiter Schläge und lies sich auszählen. Somit siegte Julia durch ko in der zweiten Runde und steht nun im Halbfinale.

Veteranen -69 kg Jochen Paulfranz gegen Slavko Majkic (Slovenien). Jochen der alte Knochen hat es seinem Gegner noch mal gezeigt. Er war spritziger in seinen Angriffen und punktete immer wieder mit den Fäusten. Mit 13.3 zog er ins Finale ein und kämpft am Samstag oder Sonntag um Gold.

SK Harald Schmidt gegen Neri Stella (Italien). Harald war schnell wie immer und seine Kicks flogen nur so auf seinen Gegner ein. Und hätten die Kampfrichter alle Kopftreffer von Harald gesehen, wäre der Kampf schon in der zweiten Runde mit technischem ko beendet gewesen. So beendeten die Kampfrichter zu Beginn der dritten Runde den Kampf beim Stande von 11:1 für Harald. auch er kämpft nun um Gold.

VK -70 kg Nadia Fritsche gegen Birgit Oksnes (Norwegen). Mit Nadia ist auch die zweite der deutschen Frauen ausgeschieden. Nadia konnte nicht an die Form der letzten Turniere anknüpfen und war gegen die Norwegerin ohne Chance. Sie unterlag klar nach Punkten.

Veteranen Giovanni Sgrilletti gegen Rasoa Narisoa Max (Frankreich). Giovanni lag kurz nach Beginn mit 0:2 Treffern hinten. Dann jedoch wurde er langsam warm und punktete nun seinerseits. Er drehte immer mehr auf und wuchs über sich hinaus. Am Ende des Kampfes lag er 12:3 vorne und steht nun ebenfalls im Finale.


Bronzemedaille für Rene Perz

SK Rene Perz gegen Peter Csikos (Ungarn). In einem von Taktik geprägten Kampf setzte sich der Ungar knapp mit 3:4 Treffern durch. Beide Kämpfer riskierten nicht viel und so fiel auch die Entscheidung erst in den letzten 30 Sekunden. Rene machte dann noch einmal druck, doch der Csikos verlies zweimal die Kampffläche wofür er verwarnt wurde. Kurz vor Ende verlies er diese bei einem Angriff von Rene ein drittes Mal wofür er eigentlich einen Minuspunkt hätte bekommen müssen. Doch die Kampfrichter hatten scheinbar keine Eier in der Hose, diese Entscheidung durchzuziehen denn sie erklärten den Ungarn zum Sieger. Schade für Rene.

Somit steht bei den Frauen Julia im Halbfinale. In dieses können noch  Sabine und Adriane einziehen. Ansonsten ging das Vollkontaktteam leer aus.

Im Semikontakt stehen mit Harald Schmidt und  Kim Samonte zwei Deutsche Sportler  im Finale. Eine Bronzemedaille sicherten sich Moder Melanie und Rene Perz.

Bei den Veteranen kämpfen Jochen Paulfranz, Giovanni Sgrilletti und Andreas Riem um Gold. Hier sicherte sich Frank Feuer die Bronzemedaille.


28.11.2009 – Tag 4 der WM

Liebe Fans zuhause.

Leider steht die Internetleitung nicht immer zur Verfügung und ist sehr langsam. Deshalb kann es sein dass die Ergebnisse nicht immer sofort auf der Seite erscheinen.

Von den Formenläufern ist heute nur Denis Morgen am Start. Die Waffen kommen erst am Sonntag. Folgende Kämpfe mit deutschen Kämpfern finden heute statt.


Denis Morgan ist Weltmeister !!

Mit einer fehlerfreien Musikform welche die Beste des Tages war sicherte sich Denis den Titel. Er lag in der Wertung der Kampfrichter klar vorne und wurde mit dem Titel belohnt. Obwohl er bereist als zweiter am Start war lies er alle nach ihm laufenden Sportler in der Wertung hinter sich. Ein super Erfolg für den Deutschen.

VK Sabine Seifert gegen (Yeliz Koblay (Türkei). Leidergleich eine schlechte Nachricht zu Beginn. Sabine hat nach einem harten und guten Kampf gegen die Türkin diesen leider verloren. Die Türkin kämpfte wild und unsauber und Sabine kam mit diesem Stil einfach nicht zurecht. Am Ende fehlten ihr zwei Punkte zum Sieg.


Silber für Jochen Paulfranz!!

SK Veteranen Finale Jochen Paulfranz gegen Piotr Siegoczynski (Polen). Jochen kämpfte gut, doch der Pole war an diesem Tag einfach der bessere. So unterlag Jochen am Ende mit 5:12 Treffern und sicherte sich die Silbermedaille.


Silber für Giovanni Sgrilletti!!

SK Veteranen Finale Giovanni Sgrilletti gegen Billie Bryce (Großbritannien). Die erste Runde ging knapp mit 2:4 an den Engländer. In der zweiten Runde kam Giovanni noch einmal heran. Am Ende zog der Engländer jedoch wieder davon und siegte mit 4:9 Punkten.


Silber für Kim Samonte!!

SK Finale Kim Samonte gegen Giulia Cavallaro (Italien). Einen spannenden Kampf lieferten sich die beiden Finalistinnen. Die Italienerin lag in den ersten zwei Runden vorne. Nach einem tollen Endspurt konnte Kim die Treffer zum Unentschieden landen. Kurz vor Ende dann die Entscheidung für die Italienerin, die wieder in Führung ging und diese bis zum Ende durch zweimaliges verlassen der Kampffläche behaupten konnte.

VK Adriane Marksteiner gegen Letizia Bitozzi (Italien). Mit einen ungefährdeten Sieg konnte Adriane ins Halbfinale einziehen. Adriane tanzte die Italienerin im Ring aus und setzte gekonnt ihre Konter. Immer wieder traf sie mit ihren Kicks und konnte so den Punktevorsprung konstant halten. Somit hat sie zumindest schon mal eine Medaille sicher.

VK 1/2 Finale Julia Irman gegen Svetlana Kulakova (Russland). Julia steht im Finale. Im Kampf gegen die Russin machte Julia gleich druck. Die Russin wusste sich nicht anders zu helfen als im Nahkampf zu kicken und traf Julia jedes Mal mit dem Knie zum Körper. Trotz mehrfachen Verwarnungen des Ringrichters und einem erhaltenen Minuspunkt  setzte sie dies fort. Die Konsequenz war die Disqualifikation der Russin welche zu recht erfolgte. Endlich einmal ein Kampfrichter der sich traute die Regeln auch gegen eine Russin durchzuziehen., was nicht allzu oft vorkommt.


Silber für Harald Schmidt!!

SK Finale Harald Schmidt gegen Zsolt Moradi (Ungarn). Auch Harald hat es leider nicht geschafft. In einem spannenden Kampf setzte sich der Ungar mit 15:17 Treffern durch, nicht ohne auf die den Ungarn in den vergangenen Jahren eigenen Unsportlichkeiten zu verzichten. Verlassen der Kampffläche in Bedrängnis, Kampfunterbrechung ohne Grund etc. waren mit für den Sieg des Ungarn ausschlaggebend. Schade dass sich hier keine Kampfrichter finden um auch dagegen mal vorzugehen.


Andreas Riem ist Weltmeister !!

16.00 Uhr SK Veteranen Finale Andreas Riem gegen Antony Arangs (USA). Andreas Riem hat es geschafft. Er wurde bei den Veteranen nach einem guten Kampf  Weltmeister. Er war der schnellere mit den Händen und dem Amerikaner auch bei den Kicks überlegen. Nach zwei Runden siegte Andreas am Ende  mit 11:8 Treffern und sicherte sich den Titel.


Bronzemedaille für Adriane Marksteiner!!

VK Halbfinale Adriane Marksteiner gegen Gözde Bayeri Arican (Türkei). Gleich zu  beginn des Kampfes bekam Adriane von der sehr unsauber kämpfenden Türkin bei deren Vorwärtsstürmen einen Kopfstoß verpasst durch den Adriane einen Cut an der Nasenwurzel erlitt. Nach kurzer Behandlung kämpfte Adriane weiter und konnte auch die erste Runde für sich entscheiden. Die Verletzung behinderte sie jedoch mehr als erwartet und die Türkin versuchte nun natürlich immer wieder die Nase der deutschen zu treffen. Nach einigen harten Treffern nach denen die Platzwunde noch größer wurde entschied sich die Deutsche Ecke zum Schutz der Kämpferin den Kampf aufzugeben. Schade dass Adriane wegen des Fouls der Türkin um den Einzug ins Finale gebracht wurde.


29.11.2009 – Tag letzte der WM

Heute sind von den Formenläufern noch Judith Weck und Ewald Der in den Waffenkategorien am Start. Im Semikontakt finden die Teamkämpfe statt. Weiterhin steht Julia Irmen im Vollkontakt im Finale. Wir berichten euch von den Ereignissen.

Bei den Frauen erreichte Judith den 5. Platz in der Waffenkategorie. Sie lief eine tolle Form, musste aber leider als erste auf die Matte, was ja beim Formenlauf bekannter weise nicht gerade ein Vorteil ist.

Ewald Der zeigte ebenfalls eine klasse Form. Leider verlor er kurz vor Ende fast die Waffe was in einige Zehntel in der Wertung kostete. Dennoch belegte er einen tollen 6. Platz von zwölf Startern.

Fazit der Formenläufer: Ein Weltmeister, ein vierter, zwei fünfte und ein sechster Platz sind eine gute Ausbeute, zumal nach langen Jahren bei den Musikformen endlich wieder einmal ein Weltmeister aus Deutschland kommt.


Julia Irmen ist Weltmeisterin!!

Finale Julia Irmen gegen Nicole Trimmel (Österreich). Julia hat es geschafft. Sie holte sich auch im Vollkontakt den Weltmeistertitel. Nach einem tollen Kampf in dem Julia zwei Runden lang klar dominierte siegte sie am Ende knapp aber verdient mit 3:0 Richterstimmen. Auch wenn es am Ende noch einmal knapp wurde ist dieser Sieg mehr als verdient. Julia war boxerisch klar überlegen und traf die Österreicherin immer wieder mit harten Händen. Diese gab jedoch nicht auf und so blieb der Kampf bis zum Schluss spannend. Am Ende durfte die deutsche Ecke jubeln und Julia zum Titel gratulieren.

Fazit im Vollkontakt: Eine Gold und eine Bronzemedaille für das relativ kleine Vollkontaktteam sind durchaus als Erfolg zu werten, zumal das deutsche Vollkontaktteam in der Vergangenheit nicht gerade mit Titeln gesegnet war.  So kann es weiter gehen.

Teamkampf Deutschland gegen Slowenien. keine Medaille diesmal für das deutsche Team bei den Teamkämpfen. Bereits im ersten Kampf gegen Slowenien schied das Team aus. Robert Knödlseder brachte das deutsche Team mit 8:6 in Führung. Nach dem Kampf von Timmy Sarantoudis der diesen 1:5 verlor stand es 9:11 für die Slowenen. Auch Rene Perz unterlag im dritten Kampf knapp mit 2:3 und so vergrößerte sich der Abstand auf 11:14 Treffer. Melli Moder versuchte zwar alles aber auch sie unterlag mit 5:6 Treffern. So verlor das Deutsche Team mit 16:20 Treffern und schied aus.

Fazit im Semikontakt: Zwei Silber- und zwei Bronzemedaillen für das Deutsche Semikontaktteam sind kein schlechtes Ergebnis. Nimmt man die Gold, zwei Silber und eine Bronzemedaille der Veteranen dazu war das abschneiden mehr als gut.

Abschlussfazit: Insgesamt gesehen hat  das Deutsche Team mit drei Weltmeistern,  vier Vizeweltmeistern und vier Bronzemedaillen (insgesamt 11 Medaillen) besser abgeschnitten als in den letzten Jahren. Das war’s von hier. Ich wünsche den Fans zuhause schon einmal ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

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Text/Foto: werner sossna

Weltmeisterschaft 2009 im Leichtkontakt, Lowkick und K1 in Villach / Österreich

Julia Irmen wird Weltmeisterin

Vom 22. bis 25. Oktober 2009 lud die WAKO zu den Weltmeisterschaften im Kickboxen nach Villach in Österreich ein. Gemeldet wurden 614 Kämpfer aus 52 Ländern. Das Deutsche Team reiste mit zwölf Sportlerinnen und Sportlern bei den Senioren und vier Veteranen an. Begleitet wurden die Sportler erstmalig von zwei Kampfrichtern (Kai Becker und Turn Yavuz) und den vier Bundestrainern Peter Zaar, Martin Albers, Bernd Reichenbach und Dirk Kindl. Dem Bundeskader sollten zum Großereignis alle möglichen Unterstützungen erhalten, um erfolgreich zu sein. Ehrenkapitän Michael Wübke stellte sich als Physiotherapeut dem Team zu Verfügung und Assistent Jimmy Iwinski betreute die Sportler zwischen den Kämpfen. Werner Soßna, Weltvizepräsident der WAKO, stand zusätzlich in der Organisation zur Verfügung. Die Stimmung im Team war außergewöhnlich gut, angetrieben durch einen gut aufgelegten Team-Kapitän Stephan Bücker. Das Team hat während des gesamten Turniers Geschlossenheit bewiesen und feuerte jeden deutschen Kämpfer lautstark an. Es gab kein weiteres Team in der Halle, welches so von sich zu hören machte.

Die deutsche Mannschaft reiste bereits am Montag zur Waage an, bevor es dann am Donnerstag in die ersten Vorkämpfe ging. Als erste deutsche Sportlerin betrat Yamille Castillo Preuß in der Klasse -50kg die Matte. Mit klaren Treffern setzte sie sich gegen die Österreicherin Patrizia Pulling durch. Ihren zweiten Kampf musste sie anschließend gegen Stasa Lubej abgeben. Yamille fightete, konnte aber die druckvoll nach vorne marschierende Slowenin nicht aufhalten.

Max Bessel (LK -57 kg) hatte von Beginn an wenig Glück. Gegen Kacper Narloch aus Polen zeigte Bessel zwar eine starke Leistung, lag aber schnell nach Punkten zurück. Beim Versuch den Rückstand zu verringern lief er in einen harten Schlag des Polen wobei er sich über der Nase eine Platzwunde zuzog. Bundestrainer Peter Zaar beendete anschließend den Kampf um seinen Kämpfer vor einer größeren Verletzung zu bewahren.

Im weiteren Verlauf konnte sich Stefan Bücker (-84kg) erwartungsgemäß für das Viertelfinale qualifizieren. Anders Mike Höfer (-94kg). Obwohl die Führung im Kampf gegen Lubrano aus Italien ständig wechselte, konnte sich Höfer nicht durchsetzen. Auch Tanja Flögel (-70kg) musste im ersten Kampf eine Niederlage verkraften. Gegen Gale aus England konnte sie ihre Fähigkeiten nicht wie gewohnt umsetzen. Auch Veteranen  Emilio Kokot musste gleich eine Niederlage hinnehmen.

Für die erste Überraschung an diesem Tag sorgte Achmed Nabo (-69kg) gegen Meunier Kevin aus der Schweiz. Trotz Platzwunde am Kopf konnte er seinen Vorsprung immer weiter ausbauen und einen souveränen Sieg einfahren. Eine ganz starke Leistung zweigte zudem Maneka Kissel (LK -55 kg) gegen Anna Steward aus Südafrika. Mit exzellenten Fußtreffern zum Kopf baute sie ihre Führung schnell aus und konnte am Ende den Kampf klar gewinnen.

Den ersten Tag erfolgreich beenden konnten auch Julia Irmen (-60kg) und Christian Pohl (-79kg). Als Favoritin ins Feld gestartet, konnte Irmen im ersten Kampf ihre Überlegenheit nicht abrufen. Gegen Pancelat aus Kroatien tat sie sich schwer, konnte sich aber letztendlich durchsetzen. Auch Christian Pohl tat sich schwer. Erst in der dritten Runde fand er das richtige Konzept und siegte noch deutlich nach Punkten.

Den letzten Kampf des Tages bestritt Sascha Schuchardt (-74kg) gegen Laszlo Szabo aus Ungarn. Sascha fand gegen den Semikontaktstil des Ungarn einfach kein Mittel. Der Ungar beschränkte sich auf seine Sidekicks und brachte eine knappe Führung über die Zeit.

Der zweite Kampftag startete gleich mit zwei Niederlagen. Christian Pohl begann zwar überlegen den Kampf, konnte sich schnell Vorteile erkämpfen, musste sich aber in einer schlechten dritten Runde dem Ukrainer Naskov geschlagen geben. Der Einbruch in der letzen Runde war auf einen harten Treffer zum Körper zurückzuführen, von dem sich Pohl nicht mehr ausreichend erholen konnte. Maneka Kissel hat ihr Viertelfinale ebenfalls abgegeben. Der Favoritin Solovey aus der Ukraine konnte Kissel allerdings viel Paroli bieten. Die Deutsche wuchs über sich hinaus und zeigte eine eindrucksvolle Leistung gegen die spätere Weltmeisterin.

Die nächsten beiden Kämpfe sollten besser laufen. Achmed Nabo steigerte sich im Laufe des Turnieres und zeigte eine lobenswerte Leistung. Seinen zweiten Kampf gegen den Russen Mihail dominierte er mit vorbildlichem Kickboxen und spektakulären Kicks zum Kopf. Damit stand der Hamburg verdient im Viertelfinale. Auch Stephan Bücker erreichte das Feld der letzten vier. Als Favorit gestartet, stand sich im Kampf gegen den Italiener Monni zwar mehr selber im Weg, konnte sich letztendlich aber durchsetzen.

Mit Fabian Fingerhut (-89kg) verlor das deutsche Team anschließend einen Medaillengarant. Obwohl Fingerhut dem Italiener Stitzer von den Fähigkeiten absolut überlegen war, konnte er diese auf der Weltmeisterschaft nicht umsetzen. Es fehlte ihm an der Umsetzung und an der Spritzigkeit, die er auf nationalen Turnieren immer wieder unter Beweis stellen konnte.

Sya Ukena (+70kg) sichte sich gegen Kathy Wasiukiewicz aus Großbritannien den Einzug ins Viertelfinale. Mit ihrer besten Waffe, den langen Kicks hielt Sya die Engländerin auf Distanz und punkte sich souverän zum Sieg.

Im Anschluss verliefen die ersten Halbfinale vielversprechend, wobei Julia Irmen ihren Kampf äußerst spannend hielt. Gegen Ishakoua Veleria aus Russland zeigte sie zwei gute Runden und führte verdient. In der dritten Runde verlor sie dann ihre Linie und die Führung. Buchstäblich mit dem letzten Kick vor dem Ende des Kampfes konnte Julia den Kampf mit 2:1 Kampfrichterstimmen zu ihren Gunsten wenden und ins Finale einziehen. Achmed Nabo hatte es gegen Grega Rudolf aus Slowenien schwer. Erst in der zweiten Runde steigerte er sich und riss das Kampfgeschehen an sich. Mit einem Treffer zum Kopf und einem Cut an der Augenbraue musste der Slowene den Kampf aufgeben. Stephan Bücker bewies dagegen von Anfang sein Können. Gegen einen harten kämpfenden Niziokek aus Polen dominierte er drei Runden und siegte souverän.

Verloren geben musste Sya Ukena ihr Halbfinale. Gegen Beata Seowik aus Polen fand sie einfach kein geeignetes Mittel. Erst in der dritten Runde trafen ihre gefürchteten Kicks, doch der Vorsprung der Polin war zu groß um das Blatt noch einmal zu wenden. Die Bronzemedaille ist für Sya Ukena ein großer Erfolg. Bei den Veteranen wurden bereits die ersten Finale ausgekämpft. Frank Feuer (-89kg) stellte schnell klar, dass er nichts verlernt hat. Mit einem guten Auge und schnellen Angriffen sicherte er die erste Goldmedaille für das deutsche Team. Weniger erfolgreich war  Herbert Hainzinger, der sich dem Engländer Phillips geschlagen geben musste. Später auf der großen Gala hatte auch Helge Lohmann das Nachsehen. Gegen Gerald Zimmermann aus Österreich verlor er in einem lange ausgeglichenen Kampf.

Am letzten Kampftag standen immer noch drei Finale mit deutscher Beteiligung aus. Team-Kapitän Stephan Bücker stand zuerst Denis Martsevitsch aus Russland gegenüber. Obwohl der Deutsche eigentlich technisch überlegen ist, fanden seine Kicks nicht wie gewohnt ins Ziel. Immer wieder wurde er vom cleveren Russen ausgekontert und geriet in Rückstand. Erst spät gab er noch einmal Gas und seine Kicks zum Kopf landeten endlich im Ziel. Leider zu spät. Stephan Bücker holt die Silbermedaille für Deutschland.

Auch Nabo Achmed wird Vizeweltmeister. Gegen Simone Concu aus Italien verlor er in einem spannenden Finale knapp mit 1:2 Punktrichterstimmen. Der Italiener zeigte ein schnelles und angriffslustiges Kickboxen, gegen das der Deutsche nicht wie gewohnt seine starken Kicks einsetzen konnte. Achmed Nabo zeigte auf der Weltmeisterschaft eine tolle Leistung und wurde verdient mit der Silbermedaille belohnt.

Zum Schluss durfte das deutsche Team dann doch noch einmal über Gold jubeln. Julia Irmen trat gegen eine gut aufgelegte Ungarin Viven Wagner an. Diesmal ließ Julia Irmen nichts anbrennen und dominierte überlegen den Kampf. Starke Konter mit Fäusten und Füßen trafen nach den Fußangriffen der Ungarin ins Ziel. Ein Roundhousekick in der dritten Runde brach dann endgültig die mutig kämpfende Wagner. Julia Irmen holte verdient die Goldmedaille für Deutschland.

Text: martin albers


Lowkick und K1

1/4 Finale K1 -86 kg Mario Wittmann gegen Radoska Rydzewski (Polen). Mario Wittmann hatte gegen den starken Polen keine Chance. Er begann zwar gut, wurde aber vom Polen sofort unter Druck gesetzt. Ein Kniestoß des Polen beendete den Kampf durch ko kurz vor Ende der ersten Runde.

1/4 Finale Lowkick Fidan Gabrice gegen Isnail Inci (Türkei). Fidan begann stark und hatte seinen Gegner sogar einmal am Boden. Dieser erholte sich jedoch vom Niederschlag und kam in den Kampf zurück. Am Ende unterlag der Deutsche knapp nach Punkten.

1/8 Finale K1 -60 kg Egzon Gashi gegen Jermaine Haughton (Kanada). Ein schlechter Start für das Deutsche Team. Egzon begann den Kampf gegen den Kanadier ganz gut und führte kurz vor Ende der zweiten Runde nach Punkten. Vor dem Ende der Runden wurde er nach einem harten Kick  auf das Knie angezählt und konnte den Kampf leider nicht weiterführen. Sieger durch Aufgabe wurde der Kanadier.

1/8 Finale K1 -81 kg  Florian Löwe gegen Mesud Semlimovic (Bosnien Herzigovina). Auch Florian hatte kein Glück. Er musste zweimal zu Boden und wurde vom Ringrichter beim zweiten mal ausgezählt, obwohl er bei acht klar war und den Kampf hätte fortsetzen können.

1/8 Finale Lowkick -81 kg  Christian Schwäblein gegen Ehran Majidov (Azerbaijan). Christian konnte die erste Runde noch ausgeglichen gestalten. In der zweiten Runde war er dann einmal unachtsam und dies nutzte der Gegner zum Lucky punch und Christian verlor durch k.o.

1/8 Finale  Lowkick -75 kg  Besar Zogaj gegen Kanan Sadikhov (Azerbaijan). Besar konnte gegen den bärenstarken Kämpfer aus Aserbaijan den Kampf ausgeglichen gestalten. Nach zwei Runden lag er knapp zurück. In der dritten Runde versuchte er den Kampf noch zu drehen und marschierte nach vorne. Leider war sein Gegner zu Clever und rettete den Punktevorsprung über die Zeit.

1/16 Finale Lowkick -81 kg  Christian Schwäblein gegen Ali Khanjari (Irak). Er hätte gerne gekämpft, sein Gegner scheinbar nicht. Zumindest kam er nicht in den Ring und somit kam Christian kampflos eine Runde weiter.

1/16 Finale Lowkick -71 kg Andre Staffen gegen Alen Ofvio (Kyrgistan) Leider hat Andre Staffen seinen Kampf verloren. Andre kam spät auf Betriebstemperatur und konnte so den Rückstand der ersten beiden Runden trotz einer starken dritten Runde nicht mehr wettmachen.

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Text/Foto: Werner Sossna

Länderkampf Deutschland gegen Türkei und WAKO Pro Gala

Deutschland konnte den Ländervergleichskampf mit 10:6 für sich entscheiden. Zum Erfolg trug auch Dominik mit seinem überzeugenden Sieg bei. Leider fanden nur wenige Zuschauer den Weg in die Alexander von Humboldt Halle so dass der Veranstalter kräftig draufgezahlt hat. Schade, denn diese sehr gut organisierte Veranstaltung mit sehr guten Kämpfen hätte mehr verdient gehabt. Traurig, dass nicht einmal die Kickboxer von Vereinen aus der näheren Umgebung diese Veranstaltung mit ihrem Besuch unterstützt haben. An den Preisen kann es nicht gelegen haben, denn die waren mit 15 € und 30 € recht human.

– 60 kg Nikolaj Ride siegte über seinen Gegner durch Ausgabe in der dritten Runde

– 63,5 kg Azer Ismailov unterlag dem Türken mit 1:2 Punkten

– 67 kg Waldemar Maile siegte über den Türken mit 2:1 Punkten

– 60 kg Beim Frauenkampf siegte die Türkin kampflos, da Nadyn Lemke wegen Verletzung nicht antreten konnte

– 67 kg Jürgen Kuschtan siegte nach Punkten gegen seinen Gegner

– 71 kg Dominik Dellermann siegte ebenfalls mit 2:1 Punkten gegen den Türken

– 75 kg Seymen Poskotin konnte den Türken ebenfalls mit 3:0 Punkten besiegen

– 91 kg In dieser Klasse verlor der Deutsche Kämpfer gegen den Türken.

Beim WAKO Pro Kampf um die Internationale Deutsche Meisterschaft –52 kg  über 8 Runden konnte Sabine Seifert gegen Manuela Zulj aus Kroatien ihren Titel klar nach Punkten verteidigen.

Beim Kampf um die Deutsche Meisterschaft -69,100 kg über 7 Runden unterlag der Titelverteidiger Fikret Topic Schonungen gegen Eddi Tanaseychuk Heidelberg deutlich nach Punkten.

Text: Werner Sossna

Jugend- und Junioren- Europameisterschaft 2009 in Pula

21.09.2009 19.45 Uhr  – Liebe Kickboxfans zuhause

Ich berichtete euch hier wieder von der Jugend und Juniorenmeisterschaft aus Pula / Kroatien. Alle Mitglieder des Teams sind gesund und munter in Pula angekommen. Beim wiegen hatten nur zwei Sportler Probleme mit dem Gewicht. Aber nach einigen Saunagängen und etwas Training konnte das Problem behoben werden. Somit konnten alle Sportler am Mittwoch an den Start gehen. Morgen hatte das Team noch einen freien Tag, wo es sich am Strand sonnen oder die Sehenswürdigkeiten besichtigen konnte.  Die Anlage und die Zimmer sind wesentlich besser als im letzten Jahr bei der WM. Viele Grüße vom Team an alle Fans in der Heimat.


22.09.2009 13.15 Uhr

Am Dienstag hatte das Team frei. Am morgen mussten die Vollkontaktkämpfer zur ärztlichen Untersuchung und danach trainierten alle gemeinsam. Danach nutzten die meisten die Zeit um sich am Strand zu sonnen oder im Meer zu Baden. Es hatte die ganze Woche über immer so um die 28°C -32°C und so machte es allen Spaß. Die Stimmung im Team war  sehr gut. Um 17.00 Uhr wurden die Kämpfe ausgelost und die Kampfliste für den nächsten Tag bekannt gegeben. Es sind knapp 1200 Teilnehmer aus 32 Ländern am Start. Leider hatten wir kein großes Glück beim Losen.


23.09.2009

Am Mittwoch ging es also los. Leider gab es zu Beginn in der Halle keine Internetverbindung. Deshalb konnte ich erst später von den Kämpfen berichten.  Zuerst einmal sendet das Team an Regina Zaar (die Frau unseres Präsidenten) die besten Glückwünsche zu ihrem Geburtstag. Alles gute liebe Regina und lass dich heute von Peter verwöhnen.

Um 10.00 Uhr fand die Eröffnungsfeier mit dem Einmarsch der Nationen statt. Gekämpft wurde auf sechs Mattenflächen und in zwei Ringen.

Es fanden folgende Kämpfe mit deutscher Beteiligung statt.

SK Junioren -69 kg Simone Michele gegen Florian Rast (Schweiz). Der Schweizer konnte die erste Runde noch ausgeglichen gestalten. Dann war Michele warm und zog nach Punkten davon. An seinen starken Fußtechniken kam der Schweizer nicht vorbei. Am Ende siegte Michele mit 12:7 Treffern deutlich und zog in die nächste Runde ein.

SK mJ -42 kg Erwin Krechlok gegen Tonino Morante (Italien).  Erwin hat die erste Runde verschlafen und geriet in Rückstand. Als er in der zweiten Runde mehr nach vorne ging konnte er den Rückstand aufholen. Zum Sieg reichte es leider nicht mehr. Er verlor mit 5:8 Treffern.

SK mJ -42 kg Bruno Kaufhold gegen James Tuffy. Bruno machte gleich zu Beginn druck und konnte sich so einen Vorsprung erarbeiten, welchen er bis zum Ende des Kampfes verteidigen konnte. Er siegte mit 9:7 Treffern und kam eine Runde weiter.

SK wJ -55 kg Laura Zöberlein gegen Gabriele Zavalina (Russland). Laura setzte ihre Überlegenen Fußtechniken gekonnt ein und zog schon in der ersten Runde davon. In der zweiten  Runde ließ sie der Russin keine Chance mehr und siegte verdient mit technischem ko. Beim Stand von 13:3 wurde der Kampf zugunsten von Laura beendet.

SK Junioren – 63 kg  Artur Rube gegen Burak Dönmez (Türkei). Artur hatte nur in der ersten Runde Probleme den Türken auf Distanz zu halten. Danach lief es besser und er siegte am Ende der zweiten Runde mit technischem ko. Sein Kampf wurde beim Stand von 14:4 beendet. Somit ist auch er eine Runde weiter.

SK Junioren -63 kg Florian Weichelt gegen Andrew Mc Donald (Irland). Florian hatte gegen den Iren einen schweren Stand. Er geriet schnell in Rückstand den er nachlaufen musste. Obwohl er noch alle versuchte schaffte er die Wende nicht mehr und unterlag mit 6:8 Treffern knapp.

SK Junioren -74 kg Brian Niebergall gegen Diego Malerba (Italien). Brian konnte sich gegen den Italiener in jeder Runde durchsetzen. Am Ende kam der Italiener noch einmal auf. Doch Brian behielt die Nerven und siegte mit 11:9 Treffern.

SK Junioren -79 kg  Alexander Gleixner gegen Stanislav Serry (Russland). Alexander zeigte gegen den Russen eine starke Leistung. Immer wieder punktete er mit schnellen Hand- und Fußtechniken. Ere siegte nach drei Runden verdient mit 14:9 Treffern.

LK Junioren -63 kg Nico Rings gegen Raja Chiripal (Großbritannien). Nico tat sich gegen den Briten zwei Runden lang schwer. Der Kampf war ausgeglichen und mal lag der eine, mal der andere Kämpfer vorne. Mit einer starken letzten Runde schaffte Nico die Wende und siegte am Ende verdient mit 2:1 Kampfrichterstimmen.

VK Junioren -63,5 kg Kian Golpira gegen Patrick Pastorek (Slowakei). Kian tat sich schwer gegen den starken Slovaken. Dieser führte nach zwei Runden knapp nach Punkten. Eine starke dritte Runde von Kian brachte die Wende. Am Ende lag der Deutsche knapp aber durchaus verdient mit 2:1 Richterstimmen vorne und zog ins Halbfinale ein. Er hat damit die Bronzemedaille schon sicher.

SK Junioren -69 kg Simone Michele gegen Albert Abdulkadyrov (Russland). Simone konnte auch seinen zweiten Kampf gewinnen. Auch in diesem dominierte er ließ seinen Gegner aus Russland keine Chance. Nach drei Runden stand es 14:6 für Michele.

SK Junioren -55 kg Katharina Flieser gegen Andrea Pagliaro (Italien) SK mJ. Katharina konnte den Kampf  ausgeglichen gestalten. Die konditionell nachlassende Italienerin verzögerte nun, nachdem sie knapp in Führung lag, den Kampf, indem sie immer wieder Probleme mit der Ausrüstung vorgab, um sich konditionell zu erholen. Da die Kampfrichter dies nicht unterbanden, rettete sie so den knappen 13:15 Vorsprung über die Zeit.

SK Junioren -60 kg  Katharina Bierbass gegen Marina Popova (Russland). Katharina kam lange nicht in den Kampf und lag nach zwei Runden nach Punkten zurück. In der dritten Runde hatte sie sich auf ihre Gegnerin eingestellt und konnte den Kampf noch drehen. Sie siegte mit 19:16 Treffern.

SK Junioren -69 kg Philipp Ruckdeschel  gegen  Shane Barry (Irland). Philipp kam mit dem Kampfstil des Iren einfach nicht zurecht. Er versäumte es seine länge auszunutzen und unterlag nach drei Runden nach Punkten.

SK mJ -57 kg Timo Hofmann gegen Adam Kovacs (Ungarn). Timo hatte  gegen den Kovacs keine Chance. Obwohl er alles versuchte, reichte es nicht, um sich gegen den bärenstarken Ungarn zu siegen. Er unterlag ebenfalls nach Punkten.

VK Junioren -67 kg  Eugen Kuschtan gegen Ognjen Topalovic (Kroatien). Eugen musste bereits in der ersten Runde einen harten Treffer hinnehmen und wurde angezählt. Er erholte sich jedoch schnell und lieferte dem Kroaten einen starken Kampf. Am Ende reichte es jedoch nicht und er unterlag knapp mit 0:3 Kampfrichterstimmen.

SK Junioren -65 kg Johanna Brunnbauer gegen Ana Lojen (Kroatien). Johanna bestimmte den Kampf und traf immer wieder mit ihren Kicks zum Kopf. Am Ende siegte sie deutlich mit 19:14 Treffern und kam in die nächste Runde.

SK Junioren – 63 kg  Artur Rube gegen Timur Murzagaliev (Russland). Auch Artur konnte seinen zweiten Kampf gewinnen. Lange Zeit war der Kampf ausgeglichen. In der letzten Runde zog Artur dann davon und siegte klar mit 15:10 Treffern.

LK Junioren -63 kg Marc Hammer gegen Nejc Gazvoda (Slowenien). Der Slowene war für Marc einfach zu stark. Er bestimmte den Kampf. Marc hielt zwar tapfer dagegen, unterlag am Ende jedoch mit 0:3 Kampfrichterstimmen.

VK Junioren -75 kg Artur Reis  gegen Asiman Mamedov (Russland). Artur kam mit dem klammern des Russen nicht zurecht. Dieser punktete auch besser und so unterlag Artur am Ende mit 0:3 Kampfrichterstimmen.

SK mJ -42 kg Bruno Kaufhold gegen Denis Siljac (Kroatien). Der technisch überlegene Kroate setzte sich durch. Er traf besser und so unterlag Bruno am Ende mit 4:9 Treffern.

+69 kg Connor Baginski gegen Matteo Tiozzo Bastienello (Italien). Connor hatte den Italiener von Anfang an im Griff. Zwar konnte der den Vorsprung des deutschen ab und zu verringern doch gleich darauf stellte Connor den alten Abstand wieder her. Er siegte verdient mit 15:11 Treffern.

SK mJ -52 kg David Herzog gegen Peter Kriss (Ungarn). David machte es spannend. In einem Ausgeglichenen Kampf in dem beide gleichstark waren stand es nach zwei Runden unentschieden. Auch nach der Minute Verlängerung gab es noch keinen Sieger. Somit musste die zweite Verlängerung entscheiden. Und hier machte David den Treffer zum 12:11 und zog in die nächste Runde ein.

SK Junioren -79 kg  Alexander Gleixner gegen Graig O’ Shounassey (Irland). Auch im zweiten Kampf war Alex erfolgreich. Er besiegte seinen Gegner nach einem spannenden Kampf der lange ausgeglichen verlief am Ende verdient mit 15:11 Treffern und hat somit die Bronzemedaille sicher.

LK Junioren -63 kg Nico Rings gegen Ervin Karaman (Kroatien). Nico tat sich auch gegen den Kroaten schwer. Nach zwei Runde lag er deutlich zurück. Leider schaffte er es trotz eines grandiosen Endspurtes diesmal nicht den Kampf zu drehen. Am Ende fehlten ihm bei einem Kampfrichter gerade einmal zwei Treffer um den Kampf mit 2:1 Kampfrichterstimmen für sich zu entscheiden. So unterlag er unglücklich mit 1:2 Kampfrichterstimmen.

mJ -52 kg  Thomas Schönmann gegen Hasev Togrul (Russland). Der Kampf war ziemlich ausgeglichen. Erst zu Ende der zweiten Runde verlor Thomas etwas seine Linie und dies nutzte der Russe zum 12:15 Sieg.

Fazit des ersten Tages: 15 Siege und 11 Niederlagen sind kein schlechtes Ergebnis für den ersten Tag. Dazu haben Kian Golpira und Alexander Gleixner durch ihre Siege schon einmal die Bronzemedaille sicher. Morgen können weitere dazu kommen. Schade dass der erste Tag mit einer Niederlage endete. Das Team bedankt sich für die Unterstützung aus der Heimat und sendet noch einmal viele Grüße an die Fans die den verbliebenen Kämpfern hoffentlich auch weiterhin die Daumen drücken.

24.09.2009

Ab heute kämpften alle unsere noch verbliebenen Teilnehmer um eine Medaille. Am Vormittag fanden die Formenwettbewerbe statt. Die Wettkämpfe sollten laut Plan um 11.30 Uhr beginnen. Von unseren Team mussten heute folgende Sportler auf die Matte.

SK mJ-52 kg David Herzog gegen Robert Basara (Kroatien) Leider gleich zu Beginn eine Niederlage. David kam mit den schnellen Angriffen des Kroaten nicht zurecht. Er holte Mitte der zweiten Runde zwar auf und konnte fast ausgleichen. Dann zog der Kroate wieder an  und David  konnte am Ende die 8:12 Niederlage nicht verhindern.

SK Junioren-63 kg Artur Rube gegen Lazaros Konstantinou (Griechenland). Leider wieder keine erfreuliche Nachricht. Auch Artur hat seinen Kampf verloren. Er war viel zu defensiv und wartete zu lange obwohl er nach Punkten hinten lag. Anstatt selbst Druck zu machen versuchte er den Griechen auszukontern was selten gelang. Und der Grieche wartete bei seinen Angriffen ab, denn die Zeit lief ja für ihn. Am Ende unterlag Artur mit 5:9 Treffern. Somit keine weitere Medaille für unser Team.

SK wJ -55 kg Laura Zöberlein gegen Evelyn Neyens (Belgien). Leider die dritte Niederlage des Tages. Laura hatte gegen die Weltmeisterin einen schweren stand. Sie gab alles, doch gegen die erfahrene Belgierin stand sie auf verlorenem Posten. Am Ende unterlag sie mit 7:16 Treffern.

SK Junioren -60 kg Katharina Bierbass gegen Hedvika Zofova (Tschechien). Endlich der erste Sieg und eine weitere Medaille für das Team. Katharina bestimmte das Kampfgeschehen und baute ihre Führung von Runde zu Runde aus. Am Ende siegte sie verdient mit 20:11 Treffern und zog ins Halbfinale ein.

SK Junioren -69 kg Simone Michele gegen Bence Almasi (Ungarn). Nach dem Sieg eine weiterte Niederlage. Michele musste sich dem starken Ungarn leider geschlagen geben. Er lief laufend einem Rückstand hinterher und musste deshalb druck machen. Dies nutzte der Ungar zum Kontern und baute damit seinen Vorsprung aus. Am Ende unterlag Michele nach Punkten.

SK mJ +69 kg Connor Baginski gegen Luke Barry (Irland). Endlich wieder eine erfreuliche Nachricht. Die nächste Medaille für das Team. Connor siegte gegen den Iren denkbar knapp mit 7:6 Treffern. Der Siegtreffer gelang Connor buchstäblich in der Schlusssekunde.

SK Junioren -65 kg Julia Wiesemann gegen Ksenia Krivova (Russland). Auch Julia hat eine Medaille sicher. Sie gewann gegen die Russin mit 13:12 Treffern. Sie lag kurz vor Schluss noch hinten, konnte den Kampf aber kurz vor Schluss mit einem Kopftreffer noch zu ihren Gunsten entscheiden.

SK Junioren -65 kg Johanna Brunnbauer gegen Blanka Sindlerova (Tschechien). Die Kämpferin aus Tschechien erwies sich als starke Gegnerin. Zu stak für Johanna. Die versuchte zwar alle doch am Ende unterlag sie nach Punkten.

SK Junioren -74 kg Brian Niebergal gegen Izidor Janzekovic (Slowenien). Auch Brian konnte nicht ins Halbfinale einziehen. Er bestimmte den Kampf lange Zeit, doch dann kam der Slowene stärker auf. Am Ende unterlag Brian mit 12:15 Treffern.


Bronze für Kian Golpira

VK Junioren -63,5 kg Kian Golpira gegen Tamas Bujak (Ungarn). Kian bot gegen den starken Ungarn einen guten Kampf. Er lag jedoch nach zwei Runden nach Punkten hinten. In der letzten Runde versuchte er den Kampf noch zu drehen, ging dabei aber zu ungestüm vor. Er unterlag nach drei Runden mit 0:3 Kampfrichterstimmen. Er sicherte sich jedoch die Bronzemedaille.

LK Junioren -74 kg Timo Kamerke gegen Lukasz Bobinski (Polen). Der Kampf ging zwei Runden hin und her und keiner der beiden Kämpfer konnte sich einen großen Vorsprung heraus kämpfen. Mit einer enormen Energieleistung entschied Timo den Kampf für sich. Als er die letzten dreißig Sekunden das Tempo noch einmal verschärfte war der Pole stehend ko. Dieser hatte nichts mehr entgegen zu setzen und so siegte Timo mit einem deutlichen Punktevorsprung und 3:0 Kampfrichterstimmen. Somit eine weitere Medaille für das deutsche Team.

LK Junioren -74 kg Florian Kröger gegen Wiktor Sobiecki (Polen): Auch der zweite Pole in dieser Klasse traf auf einen deutschen in super Form. Auch dieser Kampf war lange ausgeglichen. Doch als Florian die Kicks auspackte, geriet der Pole immer mehr ins Hintertreffen. Auch Florian legte eine super dritte Runde hin und  war seinem Gegner nicht nur technisch sondern auch konditionell überlegen. Auch er lag deutlich nach Punkten vorne und gewann ebenso mit 3:0 Kampfrichterstimmen.

Fazit des zweiten Tages: Fünf Siege bei sieben Niederlagen stehen am zweiten Tag zu buche. Mit Marco Deckmann und den Siegern von heute haben noch sieben Sportler die Chance auf den Einzug ins Finale. Somit hat das Team schon acht Medaillen sicher. Kian sicherte sich trotz der Niederlage heute die Bronzemedaille.  Die anderen haben noch die Chance aus der Bronze eine Silber- oder sogar Goldmedaille zu machen. Einige Kämpfer von denen man eventuell auch eine Medaille erwarten konnte, hatten gestern oder heute leider verloren. Aber man darf nicht vergessen, dass unsere Topkämpfer zwar mit einem schlechten Tag in Deutschland gewinnen können, da sie eben die Besten sind. Doch hier sind sie einer unter vielen, denn hier sind die Besten aus Europa am Start. Und da kann man sich keinen schlechten Tag leisten. Da reicht es dann leider nicht mehr zum Sieg. Und gerade in den Einzelsportarten ist nun mal die Tagesform entscheidend. Dennoch denke ich dass alle aus dem Team ihr bestes gegeben haben, auch wenn es beim einen oder anderen nicht zu einer Medaille gereicht hat. Es wäre vermessen mit 25 Sportlern zur Europameisterschaft zu fahren und zu hoffen, mit 25 Medaillen die Heimreise anzutreten. Ich denke das Team kann mit dem bisher erreichten sehr zufrieden sein.


25.09.2009

Am heutigen Freitag finden Vormittags fanden die Formenwettkämpfe statt. Ab 11.30 Uhr wurden die Halbfinalkämpfe ausgetragen. Folgende unserer Sportler kämpften heute um den Einzug ins Finale. Das Team bedankt sich für die Emailgrüße aus der Heimat.


Bronze für Timo Kamerke

LK Junioren -74 kg Timo Kamerke gegen Dejan Tustonja (Kroatien). Timo konnte leider die starke Leistung von gestern heute nicht abrufen und unterlag gegen den Kroaten mit 0:3 Kampfrichterstimmen. Zu seiner Verteidigung muss man jedoch anführen, dass der Kroate sehr clever kämpfte, sich gut bewegte und  selten auf einen  Nahkampf einließ. Und aus der Distanz heraus punktete der Kroate einfach genauer. Trotzdem kann Timo auf die  Bronzemedaille stolz sein, denn er hat hier sehr gute Kämpfe gezeigt und stand verdient im Halbfinale. Bei seinem Talent das nächste Mal vielleicht sogar im Finale.


Bronze auch für Florian Kröger

LK Junioren -74 kg Florian Kröger gegen Vid Kajntna (Slowenien). Florian erging es ähnlich wie Timo. Auch sein Gegner ließ sich selten auf keinen Nahkampf ein und punktete mit guten Kicks und Handtechniken aus der Distanz heraus. Und auch er fand nicht zu der Form von gestern, was zum Teil auch am cleveren Stile des Slowenen lag. Zwar versuchte er drei Runden lang alles, doch am Ende unterlag auch er mit 0:3 Kampfrichterstimmen. Dennoch darf auch Florian in seinem ersten Jahr bei den Junioren auf den dritten Platz stolz sein. Bei den starken Kämpfern hier ist eine Medaille schon ein Riesen Erfolg.


Bronzemedaille für Katharina Bierbass

SK Junioren -60 kg Katharina Bierbass gegen Vittoria Annunziata (Italien). Leider unterlag auch Katharina ihrer Gegnerin aus Italien nach Punkten. Katharina kam erst in der dritten Runde auf Betriebstemperatur. In den ersten beiden Runden geriet sie gegen die Italienerin in Rückstand dem sie dann bis zum Schluss hinterher laufen musste. Trotz einer starken dritten Runde reichte es nicht mehr zum Sieg. Auch für sie ein super Ergebnis bei dieser WM.


Julia Wiesemann im Finale

SK Junioren -65 kg Julia Wiesemann gegen Viviana Vizsnyiczai (Ungarn) Julia hat den Einzug ins Finale geschafft. Nach starkem Beginn lag sie bald mit fünf Treffern in Führung. Doch ihre Gegnerin aus Ungarn konnte kurz vor Schluss ausgleichen. In der Verlängerung setzte sich Julia dann knapp aber durchaus verdient mit 23:22 Treffern durch und steht somit morgen im Finale.


Marco Deckmann nach  nur  dreißig Sekunden im Finale

VK -91 kg Marco Deckmann gegen Michal Janicki (Polen) Marco Deckmann kämpfte sich in beeindruckender Weise ins Finale. Bereits seine erste Aktion im Kampf war eine krachende Rechte zum Kopf des Polen, welche diesen mächtig durchrüttelte. Danach setzte er bedingungslos nach und deckte den Polen mit harten Kicks und Händen ein. Nach dreißig Sekunden brach der Ringrichter den Kampf ab, da der Pole sich bei den Schlägen von Marco das Nasenbein gebrochen hatte. Dieser Sieg und die Art und weise haben im zweiten Halbfinale sicher auch den Russen beeindruckt, der seinen Kampf ebenfalls vorzeitig beenden konnte. Da hat Marco jedoch morgen ein hartes Stück arbeit vor sich, denn auch der Russe verfügte über ausgezeichnete und harte Fußtechniken. Und das die Russen ebenfalls vorzüglich boxen können ist in WAKO Kreisen ja durchaus bekannt. Dennoch muss sich Marco nach dieser Vorstellung nicht verstecken und hat gute Chancen den Titel zu holen.


Bronze auch für Alexander Gleixner

SK Junioren -79 kg Alexander Gleixner gegen Björn van Hoyweghen (Belgien). Viel Pech hatte Alexander bei seinem Halbfinalkampf. Nach der ersten Runde lag er mit einem Treffer vorne. Danach verletzte er sich bei einer Ausweichaktion so unglücklich, dass der Arzt den Kampf abbrach. Alex hatte nach der Verletzung zwar versucht den Kampf fortzusetzen, aber als er sich beim ausweichen ein zweites Mal den Fuß verdrehte, brach der Arzt den Kampf ab. Schade für Alexander, denn die Chance auf den Einzug ins Finale war sehr groß. Aber die Gesundheit geht nun einmal vor. Somit eine weitere Bronzemedaille für Deutschland. Auch Alexander kann auf seine Medaille stolz sein.


Auch Connor Baginski erreicht das Finale

SK mJ +69 kg Connor Baginski gegen Karoly Baka (Ungarn): Mit einer taktisch starken Leistung hat sich Connor ins Finale gekämpft. Connor ließ sich gegen den starken Ungarn nicht aus der Ruhe bringen und zog seinen Stil zwei Runden lang durch. Er wartete ab um dann mit schnellen Angriffen zu punkten. Der Kampf war ausgeglichen, doch am Ende setzte sich Connor mit 10:8 Treffern durch und hat morgen die Chance auf den Titel.


Fazit des dritten Tages:
Von sieben noch verbliebenen Kämpfern erreichten drei das Finale. Die anderen vier sicherten sich die Bronzemedaille. Pech hatte Alexander Gleixner dessen Chance auf den Einzug ins Finale nur durch eine Verletzung vereitelt wurde. Von 25 Teilnehmern fünf Bronzemedaillen und drei Chancen auf Gold hört sich doch nicht so schlecht an. Außerdem standen neben den Einzelfinalen am nächsten Tag ja auch noch die Teamkämpfe auf dem Programm. Und da hatten unsere Jungs ja noch die Chance weitere Medaillen zu holen. Wir gingen mit zwei Junioren und einem Jugendteam an den Start.


26.09.2009 Finaltag

Am Samstag begannen ab 11.00 Uhr die Finalkämpfe. Im Anschluss daran fanden dann die Mannschaftskämpfe statt. Vom deutschen Team hatten es drei Sportler ins Finale geschafft. Außerdem starteten wir noch mit zwei Junioren- und einem Jugendteam.


Silber für Marco Deckmann ! !

VK Junioren -91 kg Marco Deckmann gegen Zaurbeck Albegov (Russland). Der Russe war der erwartet starke Gegner, doch Marco zeigte eine gute Leistung. Obwohl der Russe zu Beginn sehr unsauber kämpfte und Marco zweimal einen Fußfeger voll in die Wade setzte´, lies sich Marco nicht beeindrucken. Er setzte seine Kicks geschickt ein. Doch auch der Russe verfügte über einen gefährlichen Drehkick auf den Marco aufpassen musste. Der Kampf war lange Zeit ausgeglichen. Am Ende setzten sich die größere Routine und internationale Erfahrung des Russen durch, und er siegte mit 0:3 Kampfrichterstimmen. Dennoch ein toller Erfolg für Marco bei seinem ersten größeren internationalen Turnier.


Silber auch für Connor Baginski !  !

SK mJ +69 kg Connor Baginski gegen Roberto Guiducci (Italien). Auch Connor erkämpfte sich die Silbernmedaille. Obwohl Connor schnell in Rückstand geriet war der Kampf lange Zeit ausgeglichen. Leider musste Connor in der zweiten Runde immer einem Rückstand hinterher laufen. Wenn er den Druck machte, gelangen ihm auch die Punkte. Doch der Italiener kämpfte clever und ließ sich den Vorsprung nicht mehr nehmen. Am Ende unterlag Connor mit 9:12 Treffern. Aber auch für ihn ist diese Medaille bei der Klasse der Gegner ein großartiger Erfolg.


Auch Julia Wiesemann holt Silber !!

SK Junioren -65 kg Julia Wiesemann gegen Blanka Sindlerova (Tschech Repulic). Auch Julia musste sich mit der Silbermedaille zufrieden geben. Der Kampf verlief ziemlich ausgeglichen und es stand meist unentschieden. Holte eine Kämpferin die Führung glich die andere gleich wieder aus. Mitte der dritten Runde geriet Julia mit 3:5 in Rückstand. Ihre Gegnerin verteidigte diesen bis zum Ende des Kampfes. Die Silbermedaille ist auch für Julia ein großer Erfolg.


Keine Medaille für die Teams !!

Die Teams haben leider alle drei ihre Kämpfe verloren. Das Juniorenteam Deutschland 2 konnte seine erste Begegnung gegen Irland mit 17:16 gewinnen, unterlag dann aber gegen Italien mit 21:27 Punkten. Das andere Juniorenteam verlor gleich die erste Begegnung gegen Griechenland. Das Jugendteam unterlag bereits in der ersten Begegnung talien mit 8:11 Treffern.

Somit dieses Mal keine Medaille für ein Deutsches Team.

Fazit: Mit fünf Bronze- und drei Silbermedaillen ist die Ausbeute des Deutschen Teams nicht so schlecht. Sicher hatte man auch mit dem einen oder anderen Titel gerechnet. Dennoch denke ich, dass die Bundestrainer auf dem richtigen Weg sind und das Kickboxen im Jugend und Juniorenbereich langsam aber stetig wieder den internationalen Anschluss findet.

Zu den Bildern

Text/Foto: Werner Sossna

Bundestrainer im Kickboxen gehen neue Wege


Foto: Hollfelder

In Höchstadt trafen sich zum ersten Mal die Kämpfer/innen des Senioren Nationalkaders und des Jugend und Junioren Nationalkaders zu einem gemeinsamen Training. Rund 50 Sportler aus ganz Deutschland, darunter auch Welt- und Europameister, waren der Einladung der Senioren-Bundestrainer Daniel Händel (Höchstadt) und Daniel Weil (Friedberg) und der Jugend/Junioren-Bundestrainer Bianka Jäger (Potsdam) und Rainer Giel (Pommersfelden) gefolgt. Damit konnten beide Teams den Leistungsstand vor der verdienten Sommerpause nochmals überprüfen. Außerdem hatten die Jugend- und Juniorenkämpfer die Möglichkeit zu sehen, was sie beim Wechsel in den Seniorenbereich erwartet und die Bundestrainer schon vorab auf sich aufmerksam zu machen.

Trainiert wurden drei Einheiten, der erste Teil mit Aufwärmen und Stretching und einer Technikeinheit, die den Vormittag abschloss.

In einem kurzen Taktikteil nach der Mittagspause wurden allgemeine Fehler, die den Bundestrainern auf den letzten Turnieren aufgefallen waren, angesprochen und den Sportlern Möglichkeiten aufgezeigt, diese zu korrigieren. Nach einer kurzen Verschnaufpause rundeten Aufgabensparring, freies Sparring und ein angemessenes Cooldown das Training ab bevor die Teams sich zu einer Besprechung mit ihren jeweiligen Bundestrainern trennten. Dies war notwendig, da bei den Jugend und Junioren die Nominierung der jeweiligen Kämpfer/innen für die Europameisterschaft in Pula/Kroatien bekannt gegeben wurde. Außerdem wurde den Kämpfern ans Herz gelegt, möglichst viele internationale Turniere zu kämpfen um Erfahrung zu sammeln. Zum Ende des Lehrgangs kam Werner Soßna, Weltvizepräsident der WAKO und Vizepräsident der WAKO Deutschland, auf ein Gespräch mit den Teams vorbei.

Gegen 17:00 machten sich die Sportler erschöpft aber zufrieden auf den Heimweg.

Auch für die Bundestrainer war das Training ein Erfolg – Fazit ist: um International erfolgreich zu sein muss man diese Wege gehen. So können die erfahrenen Kämpfer ihr Wissen viel besser an den Nachwuchs weitergeben als „nur“ im Wettkampf. Außerdem lernen sich die Sportler untereinander besser kennen, was der Teambildung, die allen vier Bundestrainern sehr wichtig ist, nur förderlich sein kann.

Text: Daniel Händel / Rainer Giel

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