WAKO Jahreshauptversammlung in Köln

Nachdem es in der WAKO Deutschland e.V. weiterhin gut läuft, gab es bei der Jahreshauptversammlung, welche wieder in Köln stattfand nichts gravierendes zu vermelden. Der Verband funktioniert und in den Landesverbänden steigen die Mitgliederzahlen.

Hauptziel ist weiterhin die Aufnahme und Anerkennung im Deutschen Sportbund, welches man mit Unterstützung eines Anwalts weiterhin vorantreiben will. Man blickt also zuversichtlich in die Zukunft und wird alles daran setzen die WAKO Deutschland e.V. weiter nach vorne zu bringen.

Einige Posten wurden neu besetzt und man erwartet sich davon auf diesen Gebieten einen weiteren Aufschwung. Werner Soßna trat schweren Herzens auf eigenem Wunsch von seinem Amt als Vollkontakt Bundestrainer das er 20 Jahre ausgeübt hatte zurück. Seine Verpflichtungen im Weltpräsidium lassen ihn keine Zeit mehr diesen Posten so auszufüllen wie er sich das vorstellt. So können die Sportler nun von einer neuen Person wieder optimal bei den Turnieren betreut werden.

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung wurde auch ein Funktionär der WAKO Deutschland e.V. ausgezeichnet. Michael Wübke bekam vom Weltverband für seine geleistete Arbeit als Leichtkontakt Bundestrainer und den Aufbau des Landesverbandes Hamburg den 6. Meistergrad verliehen. Weltvizepräsident Werner Soßna überreichte zusammen mit WAKO Präsident Peter Zaar bei der Jahrshauptversammlung der WAKO Deutschland in Köln die Urkunde.

 
  Michael Wübke (Mitte) mit Weltvizepräsident Werner Soßna (li) und WAKO Präsident Peter Zaar.

Leichtkontakt Europameisterschaft in Guimaraes / Portugal

Julia Irmen wird souverän Europameisterin

Die Europameisterschaften in Guimaraes/Portugal vom 26. bis 30. November 2008 wurden im Leichtkontakt von Russland dominiert. Russland setzt schon seit Jahren erfolgreich ein universelles Kickboxen um und kann sich zudem unter Profibedingungen auf den Jahreshöhepunkt vorbereiten. Das Ergebnis ist eindeutig. Sieben Goldmedaillen in vierzehn Gewichtsklassen. Umso erfreulicher für Deutschland ist, dass Christian Pohl und Julia Irmen ihre russischen Gegner ausschalten konnten. Neben Fabian Fingerhut gehörten die beiden zu den stärksten deutschen Kämpfern. Das deutsche Team erkämpfte einen fünften Platz in der Nationenwertung.

Der erste Kampf mit deutscher Beteiligung war allerdings wenig erfolgreich. Viktor Hait (-74kg) startete zwar stark, musste jedoch in jeder Runde gegen Ende viele Punkte abgeben. Ein ausgeglichener Kampf wurde zu seinem Nachteil entschieden. 2:1 Kampfrichterstimmen zugunsten von Ivo Furrer aus der Schweiz. Auch Jessica Heimann (-55kg) hatte in ihrem ersten Kampf das Nachsehen. Jessica gab alles verlor aber letztendlich gegen eine zu starke Dorota Gozina aus Polen. Stefanie Kemper (-70kg) musste sich in ihrem ersten Kampf Lilia Zaidvlova aus Russland stellen. Stefanie fightete zwar bis zum Schluss, ihre gefürchteten Kicks zum Kopf kamen jedoch nicht wie gewohnt. Trotz einer starken letzten Runde konnte sie den Punktevorsprung der Russin nicht mehr aufholen. Yamille Castillo Preuß (-50kg) traf in ihrem ersten Kampf auf die mehrfache Weltmeisterin Reka Krempf aus Ungarn. Diese stellte von Anfang an klar, wer hier den Kampf machen wird. Yamille versuchte bis zum Ende alles, fand aber nicht die geeigneten Mittel. Auch Melanie Pflüger (-65kg) musste sich einer Ungarin geschlagen geben. Bojana Dancsecs ließ Melanie wenige Möglichkeiten, ihre Stärken erfolgreich ins Ziel zu bringen. Immer wieder setzte sie Melanie überfallartig unter Druck und bestimmte den Kampf. Obwohl Melanie vieles versuchte, konnte sie sich gegen die starke Ungarin nicht durchsetzen. Mike Höfer (-89kg) hatte gegen den sehr starken Alexander Solovev aus Russland das Nachsehen. Mike gestaltete in Runde zwei und drei den Kampf ausgeglichen, doch der Russe wusste seine Reichweitenvorteile geschickt zu nutzen. Am Ende unterlag Mike Höfer knapp nach Punkten.

Auch Arsim Demusi (-69kg) ist im ersten Kampf ausgeschieden. Dabei hatte es Arsim selbst in der Hand. Gegen Kevin Meunier aus der Schweiz gestaltete er einen ausgeglichenen Kampf. Erst in der letzten Runde entschied der Schweizer den Kampf mit einem sehenswerten Kopftreffer zum 2:1 Kampfrichterstimmen für sich. Mehr Glück hatte dagegen sein Vereinskollege aus Siegen Massut Haqparast (-63kg). Er besiegte den Rumänen Oprea Nicusor deutlich nach Punkten. Massud kämpfte taktisch hervorragend und lies sich auf keinen längeren Schlagabtausch ein. Er konterte seinen Gegner geschickt aus und holte auch im Vorwärtsgang wertvolle Punkte. Auch im zweiten Kampf zeigte Massud eine sehr souveräne Leistung. Ihm gegenüber stand ein äußerst unordotox kämpfender Stuard Larson aus England gegenüber. Der Engländer setzte sich zwar letztendlich durch, aber Massud Haqparast bewies, dass er im Kickboxen eine große Zukunft wird. Bis ins Viertelfinale kämpfte sich Giovanni. Er besiegte Yasir Celik aus der Türkei deutlich mit 3:0 Kampfrichterstimmen. Dabei ließ Giovanni nichts anbrennen. Er traf mit seinen Kicks zum Körper und zum Kopf und war auch im Boxen der bessere Kämpfer. Gegen den Polen Michal Wetzlak fand Giovanni dagegen nie richtig in den Kampf. Der Pole zeigte zu Beginn viel Respekt, legte diesen dann aber von Minute zu Minute mehr ab und setzte Giovanni unter Druck. Mit drei Kopftreffern kämpfte sich der Pole einen Punktevorsprung heraus dem Giovani hinterher lief. Er versuchte zwar alles und konnte noch einige Punkte gut machen, doch der Pole war clever genug seinen Vorsprung über die Zeit zu retten.

Christian Pohl gewinnt die Bronzemedaille

Christian Pohl (-79kg) besiegte im Viertelfinale Zeljan Jesic aus Kroatien klar nach Punkten. Anschließend lieferte er dem Russen Sergey Farelov einen packenden Kampf. Die Punkteführung wechselte dauernd, was beide Seiten viele Nerven kostete. Letztendlich gewann Christian aufgrund einer enormen Steigerung in der dritten Runde,  in der er mit seinen Kicks zum Kopf mehrere Treffer landen konnte. Im Halbfinale wartete dann der mehrfache Weltmeister Zoltan Dansco aus Ungarn auf ihn. Die erste Runde entschied Christian für sich. Er bewegte sich gut und machte viele Punkte. Durch die zunehmende Härte des Ungarn ab der zweiten Runde drehte der Kampf. Die Kampfrichter unternahmen nichts gegen das Vollkontaktkickboxen, so dass Zoltan Dansco den Schüler von Peter Zaar förmlich überrannte. Christian versuchte zwar gegen zu halten, zeigte sich auch technisch und taktisch mindestens gleichwertig. Am Ende konnte er sich gegen die Härte des Ungarn nicht mehr behaupten. Christian Pohl beendete das Turnier mit einer herausragenden Leistung und einer verdienten Bronzemedaille.

Fabian Fingerhut wird Zweiter

Seinen ersten Sieg auf dem Turnier feierte Fabian Fingerhut (-89kg) gegen den Portugiesen Pedro Correia. Schnell erarbeitete sich Fabian ein großes Punktepolster, welches er bis zum Schluss kontinuierlich ausbauen konnte. Auch in der nächsten Runde war Fabian seinem Gegner in allen Belangen überlegen. Der Pole Rafak Alexadrowicz konnte die erste Runde zwar noch etwas mithalten, doch ab der zweiten Runde bot Fabian einen super Kampf. Fabian ließ keinen Zweifel aufkommen, wer hier als Sieger die Matte verlassen würde. Er traf mit seinen Kicks und Händen nach belieben und sicherte sich überlegen das Halbfinale. Dort wartete nun der amtierende Weltmeister Gavin Williamson aus Großbritannien. Dieser kämpft äußerst unbequem und unorthodox. Mit unfairen Mitteln versuchte der Engländer den Kampf zu verzögern. Er ließ sich fallen und simulierte eine Verletzung um Fabian aus den Rhythmus zu bringen. Fabian behielt dagegen seine klare Linie und lag eine Minute vor Schluss knapp in Führung. Der Engländer gab den Kampf auf. Das Finale hat Fabian Fingerhut gegen Ildar Gabbasov aus Russland leider verloren. Fabian kam mit dem Stil des Russen nicht zurecht. Dieser bewegte sich zu gut und punktete stark mit seiner Führhand. In der letzten Runde kam Fabian zu Beginn noch einmal und konnte den Vorsprung verringern. Doch als auch der Russe legte noch einmal zu und entschied den Kampf. Fabian Fingerhut sicherte sich auf der Europameisterschaft eine verdiente Silbermedaille.

Julia Irmen holt überragend Gold

Julia Irmen besiegte zu Beginn Lilia Sharapova aus Russland. Obwohl die Russin immer wieder gefährlich wurde, konnte Julia ihr den eigenen Kampfstil aufzwingen und den Sieg souverän  sichern. Im nächsten Kampf gegen Gaia Tintori aus Italien ließ Julia ebenfalls nichts anbrennen. Julia bestimmte zu jedem Zeitpunkt das Kampfgeschehen und punktete die Gegnerin mit ihren schnellen Hand- und Fußtechniken aus. Auch Radivic Tamara auch Slowenien bereitete Julia wenig Probleme. Drei Runden lang ließ die Deutsche der Gegnerin nicht den Hauch einer Chance und zog überlegen ins Finale ein. Dort wartete dann eine alte Bekannte. Gegen die Ungarin Klara Morton gab es in der Vergangenheit schon Siege und Niederlagen. An diesem Tag sollte die glückliche Gewinnerin aus Deutschland kommen. Julia bestimmte den Kampf von Anfang an, musste sich aber vom Axtkick der Ungarin in acht nehmen. Mit den schnellen Angriffen der Deutschen kam die Ungarin dagegen nicht zurecht. Die Ungarin versuchte zwar mit ihren Kicks die Distanz zu halten, aber Julia kämpfte clever und ergriff immer wieder die Initiative. Kurz vor Ende wurde es dann doch noch einmal spannend. Völlig überraschend bekam Julia einen Minuspunkt, was  drei Trefferpunkte Abzug bedeutete. Für zwei der drei Kampfrichter gab es dennoch keinen Zweifel. Die bessere und damit die verdiente Siegerin konnte nur Julia Irmen heißen.

Die Bundestrainer Peter Zaar und Martin Albers bescheinigten dem deutschen Team sehr gute bis herausragende Leistungen auf den Europameisterschaften 2008, auch wenn die drei erreichten Medaillen leicht unter dem Erwartungen blieben. Auch Kai Becker löste seine Aufgabe als Deutscher Kampfrichter hervorragend. Wie schon in den Jahren zuvor, gehörten die Deutschen Kampfrichter immer zu den Besten auf den internationalen Turnieren.

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Text:Martin Albers / Fotos: Werner Sossna

Europameisterschaft in Varna

Mittwoch 1. Wettkampftag

Arben Ftac siegte nach einem spannenden Kampf der lange Zeit ausgeglichen war gegen Streich Anton (Schweiz) mit 15:11. Pech hatte Sandra Melcher, sie verlor ihren ersten Kampf gegen -55 kg Sandra Melcher gegen Billie Abdulla (England) mit 10:11 in der Verlängerung. Ebenfalls mit einer Niederlage endete der Kampf von Michael Diener. Er unterlag nach drei Runden gegen den Polen Sakek Pucharcz mit 0:3 Kampfrichterstimmen. Nikolaj Ride hatte etwas Glück bei seinem ersten Kampf. Der Arzt brach den Kampf gegen Artur Cieciusa (Polen) nach der ersten Runde wegen einer Verletzung des Polen ab. Robert Knödlseder konnte seinen Kampf gegen Belguith Malek (Schweiz) souverän mit 19:13 gewinnen. Ebenso wie Sandra erging es auch Nicole Blab. Nicole führte kurz vor Ende des Kampfes gegen Maria Bourdala aus Griechenland ehe sie die Treffer zur 18:19 Niederlage hinnehmen musste. Ebenfalls ausgeschieden ist im Vollkontakt trotz gutem Kampf Serdar Kaplan. Er unterlag dem Ungarn Gabor Gorbics mit 0:3 Kampfrichterstimmen. Auch für Faton Rexhaj war das Turnier nach der ersten Runde bereits zu Ende. Auch er gab alles, konnte aber die 12:14 Niederlage gegen Emanuil Dimitrov (Bulgarien) nicht abwenden. Mit einem  10:8 Erfolg konnte Christian Welker in die nächste Runde einziehen. Er besiegte mit dem Schweizer Christian Boujibar einen der Mitfavoriten auf den Titel. Auch Daniel Händel kam mit der Doppelbelastung als Coach und Kämpfer im ersten Kampf gut zurecht. Er siegte in seinem Kampf gegen den Russen Ivan Bebik mit 26:18 Treffern. Robert Knödlseder konnte auch seinen zweiten Kampf gegen Robert Sczezesnewsko (Polen) 16:10 gewinnen. Damit sicherte sich Robert die Bronzemedaille. Danach folgten mit den Niederlagen von Ftac Arben gegen Santon Keorin aus Belgien (9:18) und Nik Bachinger gegen den starken Ungarn  Szolt Nagy zwei schlechte Nachrichten. Beide mussten sich nach guten Kämpfen geschlagen geben. Ebenso erging es Christian Lohmann. Er verlor seinen Kampf gegen Gaulis Dimitri (Schweiz) leider nach Punkten. Nach gutem Beginn kam Christian plötzlich nicht mehr mit dem Gegner zurecht und musste so die Niederlage hinnehmen. Dimitri Hait kam eine Runde weiter. Er siegte nach drei Runden in denen er seinen Gegner Antic ( Serbien) klar beherrschte mit 3:0 Kampfrichterstimmen. Lukasz Makarewicz  konnte im Anschluss seinen Kampf gegen den Österreicher Patrick Gerdenitsch klar mit 3:0 Kampfrichterstimmen gewinnen. Yamille Castillo Preuß verlor dagegen ihren Kampf gegen Plamena Dinova aus Bulgarien knapp mit 1:2 Kampfrichterstimmen. Es folgte die Eröffnungsfeier. Danach siegte im Viertelfinale Daniel Händel gegen den an Nummer eins gesetzten Türken Ozcan Cakmakc nach einem spannenden Kampf mit 15:13 Treffern und steht im Halbfinale. Daniel Händel hat die Bronzemedaille sicher. Und auch Sabine Seifert konnte ihren ersten Kampf gewinnen. Sie besiegte nach einem tollen und hart geführten Kampf die Türkin Seda Duyan Aygun mit 3:0 Punktrichterstimmen. In der zweiten Runde musste die Türkin nach einem harten Treffer zu Boden und angezählt werden. Dies war die Wende im Kampf. Damit hatte Deutschland zwei Medaillen schon sicher.


Donnerstag 2. Wettkampftag

Am zweiten Tag fanden am Morgen die Formenwettkämpfe mit Waffen statt. Im Formenwettbewerb war an diesem Tag nur Judith Weck auf der Matte. Sie erreichte in der Waffenkategorie den 5. Platz. Ein kleiner Patzer kostete ihr Rang vier. Dennoch eine tolle Leistung. Die Kämpfe im Semi- und Vollkontakt begannen im Anschluss um 11.00 Uhr (10.00 Deutscher Zeit). Alle die am zweiten Tag an der Reihe waren  hatten die Chance sich mit einem Sieg eine Medaille zu erkämpfen. Da gab es gleich zu Beginn zwei weitere Medaillen für Deutschland. Adriane Doppler und Johannes Wolf konnten sich mit ihren Siegen ebenfalls bereits die Bronzemedaille sichern. Adriane gewann ihren Kampf gegen Amalia Koleva (Bulgarien) bereits in der zweiten Runde mit 13:3 Treffern durch technisches ko. Johannes Wolf tat sich gegen Roman Oanasiuk (Ukraine) schwer und erst eine Steigerung in der dritten Runde brachte den Sieg. Es folgten zwei weiter Medaillen für unser Team. Christian Welker konnte sich gegen Steve de Block knapp mit 13:12 Treffern durchsetzen und das obwohl er schon mit 1:7 im Rückstand lag. In der dritten Runde drehte er den Kampf noch zu seinen Gunsten. Auch Julia Irmen kam ins Halbfinale und sicherte sich eine Medaille. Sie besiegte in ihrem Kampf Nicole Trimmel (Österreich) deutlich mit 3:0 Kampfrichterstimmen. Pech hatte Nikolaj Ride gegen Pzodan Torchev (Bulgarien). Er verlor nach Punkten. Es ist leicht von Fehlurteilen zu sprechen und wer mich kennt, weiß dass ich Niederlagen unserer Sportler auch wenn sie knapp ausfallen akzeptieren kann. Doch in diesem Kampf  war Nikolaj der klar bessere Mann. So war für mich das Urteil mehr als unverständlich. Aber vermutlich war es für das Fernsehen wieder einmal wichtig einen Bulgaren im Finale zu haben. Auch Nadia Fritsche schaffte es leider nicht. Obwohl sie der Russin Irena Gavrelova einen super Kampf lieferte und beide Kämpferinnen Treffer austeilten und einsteckten reichte es am Ende nicht ganz. Nadia verlor knapp nach Punkten, konnte mit ihrer gezeigten Leistung aber sehr zufrieden sein. Mit Dimitri Hait und Lukasz Makarewicz hatten zwei weitere Sportler die Chance eine Medaille für Deutschland zu holen. Und Sabine Seifert, Robert Knödlseder und Daniel Händel konnten aus ihrer Bronzemedaille eine silberne machen. Robert Knödlseder schaffte dies auch mit einem Sieg gegen Svonko Gribl: Er gewann in der Verlängerung mit zwei Treffern unterschied und stand somit im Finale.

Bronze für Daniel Händel

Eine Bronzemedaille gab’s im letzten großen Internationalen Turnier seiner Laufbahn für Daniel Händel. Er unterlag Lee Matthews aus England und belegte somit den dritten Platz. Noch einmal ein gutes Resultat angesichts der starken Gegner. Auch mit seinem Einstand als Bundestrainer konnte er ganz zufrieden sein. Immerhin hatte das Semikontaktteam bis dahin eine Bronze und eine Silbermedaille sicher und drei Kämpfer hatten noch die Chance aus Bronze Silber oder gold zu machen. Mit dem undankbaren fünften Platz musste sich Dimitri Hait zufrieden geben. Er unterlag dem Bärenstarken Norweger Christian Kutningen der am Ende auch Europameister wurde, nach einem von beiden Seiten hart geführten Kampf in dem sich die Kämpfer nichts schenkten, nach Punkten. Im Anschluss unterlag Lukasz Makarewicz dem Griechen Veniamin Davidis nach einem ebenfalls hart geführten Gefecht mit 1:2 Punktrichterstimmen.

Bronze für Adriane Doppler und Christian Welker

Adriane unterlag der Slowenin Ana Znaor knapp mit 14:16 Treffern und sicherte sich damit ebenfalls den dritten Platz und die Bronzemedaille. Ebenso wie Christian Welker. Er verlos gegen Lasold Bombos (Ungarn) nach gutem Start ebenfalls nach Punkten und musste somit ebenfalls mit der Bronzemedaille zufrieden sein. Damit sah das Ergebnis bis zu diesem Zeitpunkt folgendermaßen aus. Im Semikontakt von neun deutschen Teilnehmern drei Bronze Medaillen und eine Silbermedaille welche  noch zu Gold werden konnte. Im Vollkontakt hatten von elf Teilnehmern bisher drei eine Bronzemedaille sicher. Diese konnten noch zu Silber oder Gold werden. An diesen Tag kämpften noch Sabine Seifert und Johannes Wolf um den Einzug ins Finale. Am dritten Tag dann Julia Irmen um die Bronzemedaille. Im Vollkontakt im Vergleich zum letzten Jahr in dem keine Medaille erkämpft wurde eine deutliche Steigerung.

Bronzemedaille für Sabine Seifert

Sabine verlor leider nach gutem Kampf mit 1:2 gegen die boxerisch bessere und spätere Europameisterin Nadiya Khayeno aus der Ukraine. Sabine zeigte trotz der Niederlage bei ihrem ersten internationalen Auftritt im Vollkontakt eine gute Leistung und konnte mit der Bronzemedaille angesichts der starken Gegnerinnen auch zufrieden sein.

Bronze auch für Johannes Wolf

Auch Johannes sicherte sich die Bronzemedaille. Gegen den Polen gab Johannes alle, doch eine gebrochene Rippe gleich zu Beginn des Kampfes behinderten ihn doch in seinen Aktionen. So siegte der Pole mit 0:3 Kampfrichterstimmen und für Johannes gab es am Ende die Bronzemedaille. So hatte vom Vollkontaktteam am letzten Tag noch Julia Irmen die Chance aus Bronze Silber oder Gold zu machen.


Freitag 3. Wettkampftag.

Silbermedaille für Robert Knödlseder

Robert Knödlseder erkämpfte sich bei der Europameisterschaft in Varna die Silbermedaille. Er verlor gegen den Ungarn Kristian Jaroszkievicz das Finale knapp nach Punkten. Robert gab im Kampf drei Runden lang alles, doch die Kampfrichter sahen viele seiner Kicks einfach nicht und wertenden meist nur die Handtechniken des Ungarn. Trotzdem kann das Semikontaktteam mit den drei Bronzemedaillen von Adriane Doppler, Christian Welker und Daniel Händel, sowie der silbernen von Robert Knödlseder mit dem Abschneiden sehr zufrieden sein.

Im Vollkontakt zog Julia Irmen mit einem spektakulären ko Sieg nach nur ca. 30 Sekunden ins Finale ein. Ein gedrehter Sidekick zum Körper brachte die frühe Entscheidung für die Deutsche Kämpferin. Damit stand Julia im Finale und kämpfte am letzten Tag um die Goldmedaille. Weiterhin waren noch die Formenläufer am letzten Tag am Start und konnten ebenfalls noch für Medaillen sorgen.


Samstag letzter Wettkampftag.

Silbermedaille für Julia Irmen

Julia Irmen unterlag im Finale gegen die Polin knapp nach Punkten und sicherte sich die Silbermedaille. Julia kam mit dem Stil der Polin, welche laufend klammerte und den Kampf so unterbinden konnte nicht so zurecht. So musste sie sich mit der Silbermedaille zufrieden geben.

Bronzemedaille für das Team

Beim Teamfight erkämpfte sich das deutsche Team mit Christian Welker, Robert Knödlseder, Ftac Arben, Faton Rexhaj, Adriane Doppler und Nicole Blab die Bronzemedaille. Den ersten Platz sicherte sich Ungarn welche die Italiener im Finale besiegen konnten. Mit Deutschland auf Platz drei kamen die Engländer. Deutschland besiegte im Viertelfinale das Team aus Russland und hat mit dem dritten Platz beweisen, dass wir zu den vier Besten Teams in Europa zählen. Und das obwohl so starke Kämpfer wie Harald Schmidt oder z.B. Tonbias Weiss nicht dabei waren. Die im Teamkampf eingesetzten Sportler enttäuschten jedoch nicht und zeigten eine tolle Leistung.

Bei den Formenläufern erreichte Homayun Bayani den vierten Platz. Auf Platz fünf kam Judith Weck und den siebten Platz belegte bei ihrem ersten Internationalen Auftritt Sarah Weber. Auch die Forenläufer zeigten gute Leistungen und dürfen in der Zukunft auf eine Medaille hoffen.

Insgesamt kann die Europameisterschaft als ein gutes Turnier gesehen werden. Eine Silber und  drei Bronzemedaillen im Semikontakt, eine Silber und zwei  Bronzemedaillen im Vollkontakt sowie die Bronzemedaille im Teamfight waren ein durchaus gutes Ergebnis. Fehlt für die Zukunft nur noch eine Medaille bei den Formenläufern. Der Teamgeist war hervorragend. So unterstützten die Vollkontaktkämpfer auch die Semikontaktsportler bei ihren Kämpfen und umgekehrt. Dies galt auch für die Formenläufer.

Ein großes Lob auch an die Kampfrichter Kathrin Soßna und Rainer Giel, welche wieder zu den besten des Turniers gehörten.

Das Deutsche Team bei der Europameisterschaft.

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Text/Fotos: Werner Sossna

Kickboxen auf höchsten Niveau in Biedenkopf

WAKO-Deutschland lud zum Georg F. Brückner Gedenkpokal

Am 11. Oktober 2008 lud die WAKO-Deutschland zum Georg F. Brückner Gedenkpokal. Ausrichter war der Budo-Club-Biedenkopf aus Hessen, der mit den Organisatoren der WAKO-Deutschland für einen reibungslosen Turnierablauf sorgte. 340 Sportler in den Disziplinen Musikformen, Semi-, Leicht- und Vollkontakt waren nach Biedenkopf gekommen um sich in ihren Gewichtsklassen zu messen.  Das dritte Bundesturnier der Saison gilt als Qualifizierungsturnier für die Weltmeisterschaft 2009. Nur die nominierten Kadersportler aus dem Vollkontakt haben in diesem Jahr geschlossen auf einen Start verzichtet, um die Teilnahme an den Europameisterschaften (20. – 27. Oktober 2008 in Varna/Bulgarien) aus Verletzungsgefahr nicht zu gefährden.

In allen Disziplinen wurde hart um den Titel des Deutschlandpokalsiegers gekämpft. Ein großes Highlight konnten die Zuschauer bereits zu Beginn des Wettkampfes bewundern. Im Vollkontakt +91kg standen sich Welt- und Europameister im Leichtkontakt Giovanni Nurchi und Profi-Weltmeister im Vollkontakt Alexander Melcher gegenüber. Beide begegneten sich mit Respekt, doch schnell stellte sich heraus, wer den Kampf für sich entscheiden würde. Alexander Melcher demonstrierte immer wieder seine Überlegenheit und setzte Nurchi mächtig zu. Dieser konnte sich zwar mit eleganten Aktionen zu Wehr setzen, den Sieg von Melcher allerdings nie gefährden. Auch die Kampfrichter waren davon überzeugt und werteten den Kampf klar für Alexander Melcher. Ebenso überlegen war Klemens Ruder aus Bayern in der Klasse VK -71kg. Hier konnte Ruder alle Gegner besiegen und souverän den Titel des Deutschlandpokalsiegers erkämpfen. Ruder musste an diesem Tag lediglich im Leichtkontakt, das Finale der Klasse  -69kg verloren geben. Bei den Damen waren es zwei bekannte Leichtkontaktkämpferinnen, die den Titel für sich entscheiden konnten. Stefanie Kemper (VK -60kg) und Jessica Heimann (VK -56kg) besiegten jeweils ihre Gegnerinnen in den jeweiligen Gewichtsklassen. Beide sicherten sich zudem den Titel in ihren Gewichtsklassen im Leichtkontakt. Heimann konnte das Finale in der LK -55kg gegen Rebecca Brendl gewinnen und Kemper siegte bei den Damen LK -65kg gegen Melanie Pflüger.

Christian Pohl (LK -79kg) und Fabian Fingerhut (LK -89kg) rechtfertigten ebenfalls mit herausragenden Leistungen ihre Nominierungen für die Leichtkontakt Europameisterschaften. Beide zeigten sehr überzeugende Vor- und Finalkämpfe und deuteten damit Medaillenchancen auf internationaler Ebene an. Schwieriger hatte es dagegen Victor Hait in der Klasse LK -74kg. Trotz guter Leistungen scheiterte er im Finale an einem gut aufgelegten Sascha Schuchardt aus Köln.

Im Semikontakt konnte Favorit und Neu-Bundestrainer Daniel Händel in der Gewichtsklasse +94kg sein ganzes Können zeigen. Souverän besiegte er alle Gegner und sicherte sich den Titel zum Deutschlandpokalsieger. Auch mit Robert Knödlseder (SK -84kg) und Carolin Pitzke (SK -60kg) demonstrierten zwei Favoriten aus Bayern ihre Klasse und verwiesen ihre Gegner/Innen auf die Plätze. In der Klasse -89kg sorgten zwei Akteure der WAKO Hessen für Aufsehen. Im Finale schlug Frank Stretz den Routinier Andreas Riem in einem packenden Kampf und wurde Gewinner in seiner Klasse.

In den Musikformen konnte Elfi Tausendfreund zweimal ganz oben auf das Treppchen steigen. In den Disziplinen Hardstyle und Hardstyle mit Waffen überzeigte sie die Kampfrichter. Bei den Herren war es erneut Michael Möller, der in diesen beiden Disziplinen  die Gegner auf die Plätze verwies.

Neben den guten Leistungen der Sportler muss auch das Engagement der Kampfrichter, die über einen langen Tag ihr bestes gegeben haben, hervorgehoben werden. Um 19.00 Uhr fand ein gut organisiertes Turnier der WAKO Deutschland dann sein verdientes Ende.

Text: Martin Albers

Jugend – und Junioren Weltmeisterschaft in Neapel

Mittwoch der erste Wettkampftag!!

Das Turnier begann leider mit schlechten Nachrichten. Die beiden ersten unserer Kämpfer sind ausgeschieden. Dennis Redöhl verlor leider gegen den Europameister Carmelo Rosta (Italien) mit 2:12 Treffern und auch Jürgen Kuschtan unterlag nach einem guten Kampf gegen den Bärenstarken Zoltan Laszak (Ungarn) mit 1:2 Kampfrichterstimmen. Hoffen wir, dass es besser weitergeht. Dann folgten endlich erfreuliche Nachrichten. Simone Michele siegte klar mit 11:1 über Ante Lozo (Kroatien) und kam eine Runde weiter. Dies gelang ebenfalls Paul Schewtschenko der nach einem starken Kampf gegen Tomi Pecar (Slowenien) mit 3:0 Kampfrichterstimmen siegreich war. So konnte es weitergehen. Und es gab weiterhin erfreuliche Nachrichten. Auch unser kleinster im Team Erwin Krechlok konnte seinen Kampf klar mit 6:1 gegen Jaco Smit (Südafrika) gewinnen und stand somit ebenfalls in der nächste Runde. Dann ging es Schlag auf Schlag. Auch Philipp Ruckdeschel ist in der zweiten Runde. Er siegte mit 14:5 gegen Edwin Gromila (Kroatien). Und es wurde ein ganz guter Tag für das Deutsche Team. Mit einem knappen aber verdienten 6:5 Sieg kam auch David Herzog gegen Arron O Connor (Irland) eine Runde weiter. Mit technischen k.o 15:5 siegte Alexander Gleixner über Toni Ivanov (Bulgarien). Nach den vielen Siegen folgte leider eine Niederlage. Gian Golpira hatte nach einem guten Kampf, der ausgeglichen war, gegen Darren O Brian (Irland) leider verloren. Einige Kämpfer kommen noch und einige die schon gekämpft haben müssen ein zweites Mal auf die Kampffläche. Leider ging es mit den schlechten Nachrichten weiter, wie zuvor mit den guten. Michael Dolganov unterlag Derrick Bennett (Südafrika) nach Punkten. Hoffen wir, dass unser Team bald wieder auf die Erfolgsspur zurück findet.

Es folgte ein Wechselbad der Gefühle. Nach der schlechten Nachricht erneut eine schlechte und dann jedoch  zwei gute. Brian Niebergall siegte gegen Simon Burgin (Schweiz)  mit technischem ko. Beim Stand von 13:3 wurde der Kampf abgebrochen. Danach gab es leider wieder eine schlechte. Paul Schewtschenko verlor wie schon im letzten Jahr bei der EM gegen  Alexander Burkin (Russland) nach Punkten. Doch dann folgte erneut eine gute Nachricht, denn  Simone Michele siegte nach spannendem Kampf gegen Andrea de Santo Italien) mit 12:11 Treffern. Und gleich noch eine gute Nachricht. Alexander Haidamak kam ebenfalls eine Runde weiter, da sein Gegner Orman Safarov (Azerbaijan) nicht zum Kampf angetreten ist. Danach gewann PhilippRuckdeschel seinen zweiten Kampf gegen Luka Vindis Slowenien) ebenfalls mit 18:8 Treffern durch technisches ko. Und als letzte Meldung zum Ende des ersten Wettkampftages konnte Eugen Kuschtan  gegen Dominik Stephenson (Irland) deutlich mit 3:0 Kampfrichterstimmen den Sieg nach Hause bringen, auch wenn die Iren dies anders sahen und Protest einlegten. Das änderte jedoch nichts an Eugens Sieg. Zehn Siege und nur fünf Niederlagen sind für den ersten Tag ein gutes Resultat.


Donnerstag der zweite Wettkampftag!!

Es wurde ein harter Tag. Unsere Kämpfer hatten bei der Auslosung leider wenig Glück und so trafen die meisten heute auf starke Italiener die auch noch den Heinvorteil haben oder auf starke Leute aus Griechenland, die sich hier als technisch sehr stark gezeigt haben. Es würde also nicht leicht werden. Der zweite Tag begann besser als der gestern. Zwei Kämpfer waren bereits am Start, beide konnten gewinnen und haben somit schon die Bronzemedaille sicher. Fast zeitgleich mussten Brian Niebergall und Philipp Ruckdeschel auf die Matte. Philipp Ruckdeschel siegte gegen Napoleon Robolakis (Griechenland) mit technischem ko. Beim Stand von 13:2 war der Kampf beendet. Auch Brian Niebergall konnte sich mit 12:8 gegen Francesco Stranto (Italien) durchsetzen. Somit gleich erfreuliche Nachrichten zu Beginn des Tages. Danach folgte leider auch gleich eine schlechte Nachricht. Katharina Bierbass unterlag Vittoria Annuziati (Italien) mit 22:12 Treffern.

Es gab eine weitere Medaille für Deutschland. Simone Michele besiegte den starken Ahileas Foufounis (Griechenland) nach einem spannenden Kampf mit 12:9 Treffern und hat Bronze somit sicher. Bronze auch für Philipp Ruckdeschel. Leider hat Philipp den Einzug ins Finale nicht geschafft. Obwohl er einen super Kampf lieferte verlor er am Ende mit 12:14 Treffern. Wir wollen die Schuld nicht bei den Kampfrichtern suchen, doch bei diesem Kampf war der Hauptkampfrichter schon sehr Sehbehindert. Er sah keinen der Sidekicks von Philipp die immer zuerst im Ziel waren, dafür aber die Backfist des Ungarn Laszo Ando die immer erst danach im Ziel war. Schade für Philipp. Die Bronzemedaille hat er sich redlich verdient. Bei einem besseren Hauptkampfrichter wäre auch der Einzug ins Finale möglich gewesen. Trotzdem “Glückwunsch zum 3. Platz bei der Weltmeisterschaft”

Gleich nach Philipp musste Alexander Gleixner auf die Fläche. Er zog mit einem klaren technischen ko ins Halbfinale ein und sicherte sich somit ebenfalls schon einmal Bronze. Beim Stand von 11:1 gegen Vincenzo Sivero (Italien) war der Kampf beendet. Bisher hat das Team 4 Bronzemedaillen sicher. Drei davon können noch zu Silber oder gold werden. Kein schlechtes Ergebnis, das ja noch besser werden kann. Fast zeitgleich mussten Brian und David auf die Kampffläche. David Herzog verlor seinen Kampf um den Einzug ins Halbfinale gegen Nicolo Cipiti (Italien) mit 9:12 Punkten.

Bronze auch für Brian Niebergall. Für Brian der an diesem Tag ja schon einen Sieg verbuchen konnte ging es bei dem Kampf um den Einzug ins Finale. Die deutschen Betreuer wussten, dass dies gegen den starken Laszlo Goemboes (Ungarn) sehr schwer werden würde. Brian verlor nach guten Kampf mit 12:8 Treffern und sicherte sich damit die Bronzemedaille. Auch an Brian natürlich ein  “Glückwunsch zum 3. Platz bei der Weltmeisterschaft”

Wieder fanden drei Kämpfe fast zeitgleich statt. Im ersten verlor Alexander Haidamak gegen  Fabian Cormollot (Frankreich) klar mit 0:3 Kampfrichterstimmen. Alexander hatte bereits Mitte der zweiten Runde Konditionsprobleme und somit gegen den guten Franzosen keine Chance. Erwin Krechlok schaffte wie schon einige Teamkollegen zuvor den Sprung in die Medaillenränge. Gegen Bence Himler (Ungarn) siegte er nach einem spannenden Kampf knapp aber hochverdient mit 7:6 Treffern.

Bronze für Simone Michele. Es scheint ein Tag der Bronzemedaillen zu werden, denn auch Simone Michele schaffte nicht den Einzug ins Finale. Er unterlag dem US-Amerikaner  Dave Clark ebenfalls denkbar knapp mit 12:13. Leider unternahmen die Kampfrichter nichts gegen die Fallsucht des US Boys der sich mit dieser Taktik den Angriffen des deutschen entzog und somit Gegentreffer verhinderte. Aber auch an Michele natürlich ein  “Glückwunsch zum 3. Platz bei der Weltmeisterschaft”

Und noch eine Bronzemedaille für Deutschland. Bronze gab es für Alexander Gleixner. Er verlor im Halbfinale gegen den Ungarn Szabolcs Haska denkbar knapp mit 12:13 Punkten.  “Glückwunsch zum 3. Platz bei der Weltmeisterschaft” an Alexander Gleixner.

Folgende Sportler kämpften noch um den Einzug ins Halbfinale bzw. das Finale:

-63 kg Eugen Kuschtan – Daniel Komara (Slowakei)
-69 kg Artur Reis – Oskar Vaensberger (Lettland)
-37 kg Erwin Krechlok – Marty Barry (Irland)
+69 kg Florian Kröger  – Myratzay Utegenov ( Kazachstan)
+65 kg Melanie Fischer – Maja Britvic (Croatien)

Wir hatten heute einfach kein Glück. Bronze für Erwin Krechlok. Auch unser kleinster im Team verlor seinen Halbfinalkampf. Es war umso tragischer, dass er sich erst in der Verlängerung mit 7:9 Treffern gegen Marty Barry (Irland) geschlagen geben musste. Auch an unseren kleinsten im Team einen besonders großen  “Glückwunsch zum 3. Platz bei der Weltmeisterschaft”

Und es gab noch zwei Medaillen für Deutschland. Zuerst konnte sich Eugen Kuschtan gegen Daniel Komara (Slowakei) deutlich mit 3:0 Kampfrichterstimmen durchsetzen. Gleich danach gelang das gleiche auch Artur Reis gegen Oskar Vaensberger (Lettland). Somit hat unser Team noch zwei Bronzemedaillen sicher. Die bisherige Ausbeute: Acht Bronzemedaillen von denen drei noch Gold oder Silber werden können und noch eine Chance eine weitere Bronzemedaille oder mehr zu erkämpfen.

Danach  war erst einmal viel Stress angesagt, denn ein Kämpfer nach dem anderen muss in kurzen Abständen oder Zeitgleich auf die Fläche. Zuerst setzte sich Eugen Kuschtan gegen Daniel Komara (Slowakei) mit 3:0 Kampfrichterstimmen klar durch. Dann siegte Artur Resi ebenfalls deutlich gegen Oskar Vaensberger (Lettland). Somit standen zwei weitere unserer Sportler im Halbfinale. Im Anschluss kämpften Eugen, Artur und Florian Kröger zeitgleich so dass Rainer Giel sich bei Eugen an der Kampffläche aufhielt, Bianka bei Melanie war und ich Florian betreute.

Eugen Kuschtan holt Bronze. Eugen verlor leider seinen Kampf gegen den Kroaten Dominik Sulz und sicherte sich wie schon einige andere Deutsche Sportler die Bronzemedaille. Um diese ging es bei Florian Kröger gegen Myratzay Utegenov ( Kazachstan). Florian beherrschte seinen Gegner und zog Mühelos ins Halbfinale ein und holte eine weitere Bronzemedaille für Deutschland. Für Melanie Fischer ging es schon um den Einzug ins Finale. Auch sie setzte sich gegen Maja Britvic (Croatien) mit 2:1 durch. Einer der Punktrichter hatte vermutlich einen anderen Kampf gesehen, denn Melanie war deutlich überlegen. Sie hat damit Silber schon sicher und kämpft morgen um die Goldmedaille.

Drei Deutsche Sportler im Finale!! Auch Florian Kröger setzte sich unter dem Jubel der deutschen Kämpfer mit 2:1 Kampfrichterstimmen durch. Er lieferte sich mit dem US Amerikaner einen packenden Fight und war am Ende der Sieger. Somit stehen mit Melanie, Artur und Florian drei Deutsche im Finale. Die Finalkämpfe werden morgen ab 14.00 Uhr stattfinden.

Artur Reis zieht ebenfalls ins Finale ein. Artur konnte sich mit 3:0 Kampfrichterstimmen gegen Ferane Szep aus Ungarn durchsetzen und steht somit morgen ebenfalls im Finale. Als letzter kämpft noch Florian Kröger gegen Daniel  Pickard (USA) um den Einzug ins Finale.


Freitag der dritte Wettkampftag!!

Heute fanden ab 14.00 Uhr die Finalkämpfe statt. Artur Reis ging so um 14.40 Uhr gegen Maxim Vavilkin (Russland) auf die Matten. Gleich danach kämpfte Florian Kröger gegen Samuel Pilko (Österreich) Um 16.50 Uhr wird dann Melanie Fischer gegen Kerstin Drosg (Österreich) um Gold kämpfen.

Deutschland hat zwei Weltmeister!!!!

Artur Reis und Florian Kröger haben es geschafft!!

Artur Reis und Florian Kröger haben es geschafft!! Mit ihren vielleicht besten Leistungen des Turniers konnten beide ihre Kämpfe gewinnen. Artur Reis war gegen den Russen der klar bessere Mann und siegte verdient mit 3:0 Kampfrichterstimmen. Er suchte gegen den größeren Russen immer wieder den Nahkampf und sammelte Punkt für Punkt. So war das Ergebnis das auch der Russische Coach akzeptierte mehr als verdient. Eine tolle Leistung wurde belohnt.

Gleich nach Artur musste Florian auf die Matte. Und auch er bot eine überragende Leistung gegen seinen Gegner aus Österreich. Vor allen zu Beginn der zweiten Runde traf Florian mit sechs Kicks den Österreicher am Kopf und baute seinen Vorsprung der ersten Runde aus. Auch sein Erfolg war aufgrund seiner Leistung mehr als verdient. Gratulation an die beiden WELTMEISTER!!26.09.2008 – – 17.25


Melanie Fischer wird Vizeweltmeisterin !!

Melanie Fischer unterliegt Kerstin Drosg (Österreich) im Finale und wird Vizeweltmeisterin. Trotz einer guten Leistung reichte es für Melanie nicht ganz zum Titel. Sie gab bis zum Schluss alles und unterlag am Ende knapp nach Punkten. Dennoch ist auch dieser zweite Platz eine tolle Leitung für die junge Kämpferin aus Deutschland.

Damit ging auch dieser Tag zu Ende. Mit sechs Bronze- und einer Silbermedaille sowie zwei Weltmeistertiteln bei nur 17 deutschen Teilnehmern ist dies das beste Resultat der vergangenen Jahre. Das neue Trainerteam hat hervorragende Arbeit geleistet. Doch das ist noch nicht das Ende der WM, denn das Team ist hungrig geworden. Morgen will man nun auch im Teamkampf im Semikontakt an den Start gehen. Vielleicht gibt es da ja auch noch eine Medaille.


Samstag der letzte Wettkampftag!

Es wurde wieder ein erfolgreicher Tag. Auch wenn einige gestern Abend nach den Erfolgen schon ein wenig gefeiert haben (außer denen die heute noch einmal an den Start müssen) ging es allen heute sehr gut. Ab 13.00 Uhr fanden die Mannschaftskämpfe statt. Auch wir hatten ein Team gemeldet. Insgesamt waren 15 Teams am Start. Und es waren sehr starke Teams dabei. Favoriten waren ganz klar die Ungarn. Dennoch konnte mit etwas Glück für unser Team vielleicht auch eine Medaille drin sein.


Eine weitere Medaille für Deutschland. BRONZE für das Deutsche Team!

Für das Deutsche Team waren Brian Niebergall, Michele Simone, Alexander Gleixner und Katharina Bierbaß am Start. Im ersten Kampf trafen die Deutschen auf das Team von Slowenien. Dieses konnte nach tollen kämpfen mit 24:13 besiegt werden. Im Viertelfinale waren die Österreicher unser Gegner. Diese hatten zuvor Kanada aus dem Turnier geworfen. Mit ihrem Kämpfer Bründel hatten die Österreicher den stärksten in ihren Reihen. Dieser machte allein gegen Kanada 20 Punkte. So war die Aufgabe für die Deutschen Betreuer einen Kämpfer gegen den Österreicher zu stellen, der nicht versuchte Punkte zu machen, sondern möglichst wenig Treffer zu bekommen um den Rückstand möglichst gering zu halten, so dass die anderen im Team diesen noch aufholen konnten. Man entschied sich für Simone Michele, der diese Aufgabe hervorragend löste und nur drei Punkte gegenüber von Bründel verlor. Die anderen des Team holten diesen Rückstand auf und Katharina führte bis kurz vor Schluss mit einem Treffer, Dann jedoch konnten die Österreicher ausgleichen und es ging in die Verlängerung. Deutschland hatte das Recht einen Kämpfer auf die Matt zu senden gegen den die Österreicher dann ihren Kämpfer stellen mussten. Natürlich dachten die Österreicher egal welchen Kämpfer das deutsche Team stellt,  sie würden auf alle Fälle Bründel dagegen stellen und dieser war einer der absoluten Top Kämpfer des Turniers. Er wurde im Semi- wie im Leichtkontakt Weltmeister. So entschieden sich Rainer und Bianka noch einmal Katharina auf die Matte zu schicken. Und da die Österreicher gegen eine Frau ebenfalls eine Frau auf die Matte schicken mussten wurden sie ihrer stärksten Waffe beraubt. Und Katharina konnte sich gegen die Österreicherin behaupten und das Deutsche Team zog mit einem 28:26 Sieg ins Halbfinale ein. Hier unterlag man allerdings den starken Ungarn und sicherte sich die Bronzemedaille. Sieger wurde das Kiralli Team aus Ungarn vor dem zweiten Ungarischen Team. Mit Deutschland auf dem dritten Platz landete die Mannschaft aus Italien.

Zu den Bildern

Text/Fotos: Werner Sossna

Treffen des WAKO Weltpräsidiums in Budapest

Ich möchte euch über die wichtigsten Punkte der Sitzung des Weltpräsidiums in Budapest informieren. Bei dieser Sitzung  konnte das WAKO Präsidium auch Tamas Ajan, der Mitglied im Olympischen Komitee ist, begrüßen. Dieser hatte erfreuliche Nachrichten für die WAKO Verantwortlichen. So hat das IOC festgestellt, dass was die  Turniere der WAKO in Punkto Qualität der Organisation, Regeln, Wettkämpfer, Computerequipment etc. betrifft, weiter ist als viele Sportarten welche schon vom IOC anerkannt sind. Die WAKO sollte den hier beschrittenen Weg weiter gehen. Ein wichtiger Punkt für die Anerkennung des IOC sind die Antidopingkontrollen. Auch hier zeigte sich Tamas Ajan erfreut, dass die WAKO diesen vorgegebenen Weg des IOC beschreitet. Weiterhin hat die WAKO bewiesen dass sie die größte Kickboxorganisation ist, und hat deshalb auch in vielen Ländern vom olympischen Komitee des Landes die Anerkennung erhalten. Für eine Anerkennung als olympische Sportart sei es nach erst zwei Jahren Wartezeit seit der Aufnahme in die GAISF noch ein wenig früh. Doch in einigen Jahren ist eine Aufnahme der als Olympische Sportart durchaus denkbar. Erfreuliche Nachrichten somit für das Präsidium der WAKO.

Die Mitglieder des WAKO Board of Directors mit dem IOC Vizepräsidenten Tamas Ajan (4.von rechts) beim Board Meeting in Budapest.

Text/Foto: Werner Sossna

Vollkontakt Nationalkaderlehrgang in Mannheim

Am 14. und 15.06.2008 fand in Mannheim der erste Lehrgang des Vollkontakt Nationalkaders im Jahr 2008 statt. Nach der Deutschen Meisterschaft hatten die Bundestrainer Ferdinand Mack und Werner Soßna die Kadersportler eingeladen. Leider haben wieder einmal viele der Sportler aus den verschiedensten Gründen abgesagt. Einige waren auch nur am Samstag oder Sonntag anwesend. Diejenigen welche nach Mannheim kamen, bereuten ihr kommen jedenfalls nicht. In einer lockeren Atmosphäre absolvierten die Kadersportler an den zwei Tagen vor allem Trainingseinheiten für die Grundlagenausdauer. Es wurden jedoch auch verschiedene Angriffs – und Ausweichtechniken sowie Bewegungsarten einstudiert. Auch das Sparring – diesmal jedoch mehr in Form vom bedingtem Sparring – kam nicht zu kurz. Die Sportler hatten jedenfalls ihren Spaß und lernten einige neue Dinge dazu. Am Ende jeden Tages hatten die Teilnehmer des Lehrgangs noch die Gelegenheit sich in der Sauna oder dem Dampfbad sowie dem Whirlpool des Fitnesscenters zu entspannen. Die Termine  für die nächsten Lehrgänge finden die Kadersportler im Internet.

Die Teilnehmer an beiden Tagen – Mehr Fotos gibt es hier Zu den Bildern

Text/Fotos: Werner Sossna

Zahlreiche etablierte Sportler überzeugen auf der Deutschen Meisterschaft in Siegen

Auf dem ersten Blick scheint es wenig Überraschungen zu gegeben zu haben, aber das Kickbox-Wochenende der WAKO-Deutschland im Siegerland hatte es in sich. Der Kenner war schon beim Betreten der Halle beeindruckt, denn der organisatorische Rahmen in Siegen strahlte viel Professionalität aus. Insgesamt fanden sich am 31. Mai und 1. Juni 2008 insgesamt 453 Sportler aus ganz Deutschland zur Deutschen Meisterschaft ein. Die Teilnehmer mussten sich zuvor auf ihren Landesmeisterschaften mühsam für diesen nationalen Jahreshöhepunkt qualifizieren. Jeder Landesverband durfte die vier Bestplatzierten einer Gewichtsklasse zur Deutschen Meisterschaft nominieren.

Am Samstag trugen die Jugend und die Junioren in ihren Gewichtsklassen die Titelkämpfe aus. Auch die Formenläufer zeigten bereits am Samstag ihr Können. Unter ihnen Daniel Gärtner aus Bayern. Gärtner startete in den Disziplinen Herren Hardstyle mit und ohne Waffen und konnte sich gleich zweimal den Titel des Deutschen Meisters sichern. Auch Judith Weck konnte zweimal den Titel in den Disziplinen Hardstyle mit und ohne Waffen bei den Damen souverän gewinnen.

Die Erwachsenen starteten am Sonntag in den Disziplinen Leicht- und Semikontakt auf vier Kampfflächen. Das zahlreiche Publikum konnte sich mit Hilfe elektronischer Anzeigentafeln jederzeit über den Turnier- und Kampfverlauf auf den einzelnen Kampfflächen informieren.

Im Semikontakt war es bereits in der Klasse -74kg spannend. Sascha Gräske aus Leipzig und Arten Ftac aus Bayern standen sich hier im Finale gegenüber. In einem technisch sehr sehenswerten  Kampf schenkten sich beide nichts, wobei Sascha Gräske am Ende den Sieg für sich entscheiden konnte. In der Klasse -63kg konnte Joachim Weißhardt weiterhin Titel sammeln. Trotz seines fortgeschrittenen Alters lässt sich der Baden Württemberger nicht von den jungen Sportlern beeindrucken und holte erneut den Titel des Deutschen Meisters in seiner Gewichtsklasse. In den Klassen -89kg mit Daniel Weil und in der Klasse -94 kg mit Michael Steier konnten ebenfalls zwei Favoriten souverän ihre Gegner auf die Plätze verweisen. Lediglich in der Klasse -94kg stand mit Daniel Schulz ein neues Gesicht ganz oben auf dem Podium. Bei den Damen siegte erwartungsgemäß die Weltmeisterin Melanie Moder in der Klasse -65kg. Mit viel Erfahrung und vielseitigen Angriffs- und Kontertechniken ließ Moder ihrer Gegnerin Stefanie Deiß aus Hessen kaum Chancen. Ähnlich erging es Carolin Pitzke in der Klasse -60kg. Nach einem rein bayrischen Halbfinale stand ihr im Finale Nicole Blab gegenüber. Obwohl Blab alles versuchte, konnte sich Carolin Pitzke letztendlich aufgrund blitzschneller Hand- und Fußtechniken durchsetzen.

Im Leichtkontakt startete Lokalmatador Massud Haqparrast in der Klasse -63kg. In den Vorkämpfen konnte sich Haqparrast klar durchsetzen. Im Finale gegen Nicolay Ride wurde es dagegen eng. Doch mit der Unterstützung seiner zahlreichen Fans aus Siegen und mit einer taktischen Glanzleistung konnte der junge Sportler das Finale für sich entscheiden. Hervorragende Siege feierten auch die Brüder Hait in den Klasse -69kg (Dimitri) und -74kg (Viktor). Während Viktor Hait zwei gut aufgelegte Gegner wie Sascha Schuchardt aus Köln oder Michael Pabst aus Hamburg besiegte, konnte sich Dimitri Hait gegen den Bayer Nik Bachinger durchsetzen. In der Klasse -84kg siegte Stephan Bücker ohne größere Probleme. Insbesondere mit Hilfe seiner unbequemen Fußtechniken ließ der Stuttgarter seinen Gegner wenig Chancen. In der Klasse -89kg kam es erneut zum Finale Fabian Fingerhut (Darmstadt) gegen Mike Höfer (Remscheid). Obwohl Fingerhut sich erneut gegen Höfer durchsetzen konnte, zeigten beide ein nicht ganz so hochklassiges Finale wie auf der IDM im April in Ebern. Eine kleine Überraschung gab es in der Klasse -79kg. Hier setzte sich Christian Pohl aus Köln verdient durch. Auch die Titel in den Klassen -94kg und +94kg gingen nach Köln. Hier setzten sich Welt- und Europameister Giovanni Nurchi und Roman Reusch ungefährdet durch. Bei den Damen konnte Tanja Floegel in der Klasse -70kg erneut überzeugen. Die Hamburgerin setzte sich in einem hohen Tempo gegen ihre Gegnerin Sabine Schnell im Finale durch. Sabine Seifert besiegte in der Klasse -55kg Jessica Heimann und Melanie Pflüger gewann ihre Klasse -60kg. Spannend war es zudem in der Klasse -50kg, in der Yamile Castillo gegen Tanja Clausewitz das Nachsehen hatte. Julia Göldner bewies in der Klasse -70kg ihre gesamte Klasse. Göldner trat selbstbewusst auf und ließ ihren Gegnerinnen kaum Chancen. Im Finale besiegte Stefanie Kemper aus Köln.

Aufgrund der hochklassigen Kämpfe, einem hervorragend organisierten Turnier und solider Kampfrichterleistungen war die Deutschen Meisterschaft wieder einmal die beste Werbung für den Sport und eine beispielhafte Empfehlung für die Aufnahme in den Deutschen Olympischen Sportbund.

Text: Martin Albers

Leichtkontakt Nationalkader trifft sich in Köln

Die Internationale Deutsche Meisterschaft ist vergangen, aber der erste Saisonhöhepunkt, die Deutsche Meisterschaft steht noch bevor. Anlass genug, die derzeitigen Spitzenathleten des Deutschen Kickboxens zu einem ersten Nationalkadertreffen einzuladen. Unter den Augen des neuen Trainerstabes rund um Peter Zaar reisten neben den etablierten Sportlern zahlreiche neue Gesichter zum Lehrgang, um ihre Ambitionen auf eine Nominierung zur Europameisterschaft zu unterstreichen. Im Kölner Sportcenter Hara konnten sich die 20 Sportlerinnen und Sportler in vielen spezifischen Trainingseinheiten beweisen. Auf dem abwechslungsreichen Programm am 3. und 4. Mai standen neben dem Wettkampfsparring auch Technikeinheiten und Handicapsparrings. Das Trainerteam zog am Sonntag Nachmittag ein positives Fazit zum Leistungsstand der Sportler. Wir können uns also auf hochklassige und spannende Kämpfe auf der Deutschen Meisterschaft am 31. Mai 2008 in Siegen freuen.

Text/ Fotos: Martin Albers

German Open in Ebern

700 Sportler aus 22 Nationen kämpften um die Internationale Deutsche Meisterschaft

Bundestrainer Peter Zaar fasste es mit den Worten: “Es ist schon eine Sensation, was der 15jährige Dennis Stockhammer hier erreicht hat” zusammen. Es war schon spät geworden am 19. April 2008 in Ebern. Viele der etwa 700 gemeldeten Sportler aus 22 Nationen hatten auf der diesjährigen Internationalen Deutschen Meisterschaft bereits ihre Kämpfe hinter sich, als sich im Finale der Klasse +94 kg der Österreicher Rupert Gritsch und der Gelsenkichener Stockhammer gegenüberstanden. Einige Jahre jünger, dafür aber schon gewitzt und frech, setzte Dennis Stockhammer die Anweisungen seines Trainer um und gewann verdient den Titel zum Internationalen Deutschen Meister 2008. Es waren noch weitere Youngster, die für Furore sorgten. So zum Beispiel Massud Haqparast aus Siegen. Zwar konnte sich Massud nicht ins Finale der Klasse -63kg vorkämpfen, reiste aber mit einem hervorragenden dritten Platz heim. Anders Johannes Wolf aus Ingolstadt. In der Klasse -67kg bot dieser eine überzeugende Leistung und erklomm das Treppchen im Leicht- wie auch im Vollkontakt (-60kg) bis ganz nach oben. Bei den etablierten Stars setzte sich Weltmeister Giovanni Nurchi in der Klasse -94kg ungefährdet durch. Auch Stefan Bücker ließ in der Klasse -84kg nichts anbrennen und siegte souverän. Sehr spannend entwickelte sich dagegen das Finale in der Klasse -89kg. Hier hat sich Fabian Fingerhut aufgrund einer technisch-taktischen Meisterleistung knapp aber verdient gegen einen stark aufgelegten Mike Höfer durchgesetzt. Bei den Damen gewann in der Klasse -60kg, in einem sehr stark besetzten Feld, Stefanie Kemper. Auf dem Weg zum Titel besiegte sie unter anderem eine starke Julia Göldner. Jessica Heimann kämpfte sich bis ins Finale der Klasse -55kg gegen hochkarätige Gegnerinnen durch. Hier musste sie sich knapp gegen die starke Fatma Zaaboula aus Frankreich geschlagen geben. Den Titel in der Klasse +70kg konnte sich Tanja Floegel sichern. Im Finale stand ihr Sabine Schnell gegenüber. Diese konnte zwar technisch und kämpferisch überzeugen, musste sich aber nach Punkten der Hamburgerin Floegel geschlagen geben.

Auch im Semikontakt entwickelte sich ein gemischtes Bild. Hier konnten zahlreiche ausländische Kämpfer, darunter einige aus Tschechien, Belgien, Polen und der Schweiz, den Internationalen Deutschen Titel gewinnen. Bei den Damen erkämpfte Adriane Doppler wie erwartet den ersten Platz in der Klasse -70kg. Im Finale setzte sie sich souverän gegen Lisa Erdmann durch. Sandra Melcher aus Fulda siegte im Finale der Klasse -55kg gegen Dana Rüger aus der Schweiz. Bei den Männern war es wieder einmal Daniel Händel, der sich in der Klasse -94kg den Titel erkämpfen konnte. Im Finale hatte er jedoch kein leichtes Spiel. Ihm gegenüber stand kein anderer als Michael Kruckenhauser. Der Weltmeister aus Österreich forderte Händels ganzes Können. Dieser ließ sich aber nicht beeindrucken und siegte in einem sehenswerten Finale. Ftac Arben aus Bayreuth ließ in der Klasse -74kg nichts anbrennen. Taktisch gut eingestellt verwies er den Belgier Bertalan auf den zweiten Platz. In der Klasse -84kg siegte erwartungsgemäß Svonko Gribl. Der TopTen-Star verwies Gegner wie Krämer Noheijl aus Tschechien auf die Plätze.

Für viel Aufsehen sorgten wieder einmal die Formenwettkämpfe des Turniers. Die Disziplin Hard Style mit Waffen konnte Judith Weck bei den Damen gewinnen. Ohne Waffen gelang ihr der zweite Platz hinter Tina Koder aus Slowenien. Bei den Herren in der Disziplin Softstyle mit Waffen belegte Homayun Bayani hinter Bundestrainer Michael Möller ein guter Platz 2. Michael Möller gewann auch den Titel im Hardstyle ohne Waffen.

Im Vollkontakt sorgten Dimitri Hait und Camelo Conar für Aufsehen. Im Finale der Klasse -75 kg schien Hait zwar der taktisch besser eingestellte Kämpfer, aber Conar setze sich mit harten Faust- und Trittkombinationen zur Wehr. Beide schenkten sich nichts, wobei sich Haits langjährige Routine letztendlich auszahlte. Er erarbeitete sich verdient den Titel in seiner Gruppe. Bei den Herren -81kg erkämpfte sich Gregor Reinhardt den höchsten Podiumsplatz, während sich in der Klasse -86kg der Berliner Rolle durchsetzte. Den Deutschen Kämpfern machten in vielen anderen Klassen insbesondere die Franzosen zu schaffen, die in den Klassen -67kg, -94kg und bei den Damen -52kg Gold errungen. Bei den Deutschen Damen war es unter anderem Julia Göldner, die sich im Gegensatz zum Leichtkontakt in der Klasse VK -65kg den ersten Platz sicherte. Sabine Seifert aus Ebern holte den ersten Platz (VK – 56kg) durch einen souveränen Sieg über Emilija Kobronova aus Mazedonien.

Die Internationale Deutsche Meisterschaft zeichnete sich neben den hochklassigen Sportlerleistungen auch durch die lobenswerte Arbeit der Schiedsrichter und durch die reibungslose Organisation und Durchführung des Veranstalters und der Turnierleitung aus. Nächster Höhepunkt im Kickboxen wird die Deutsche Meisterschaft am 31. Mai und 1. Juni 2008 in Siegen sein.

Text: Martin Albers

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