8. Oktober 2026
Ein neuer Weg für mehr Teilhabe: Deutschland startet bei der Europameisterschaft in Skopje im Para- Kickboxen
Die WAKO Deutschland geht einen wichtigen Schritt in Richtung eines noch inklusiveren
Kickboxsports: Bei der WAKO Europameisterschaft im November 2026 in Skopje wird
Deutschland erstmals auch im Para-Kickboxen international vertreten sein.
Damit öffnet sich für Athletinnen und Athleten mit körperlichen oder geistigen
Beeinträchtigungen eine neue Möglichkeit, den Kickboxsport auf internationaler Bühne zu
erleben und sich mit Sportlerinnen und Sportlern aus anderen Ländern zu messen.
Die WAKO Deutschland hat hierfür Alexander Hartmann als Beauftragten für Para-
Kickboxen eingesetzt. Er wird den Aufbau dieser neuen Disziplin in Deutschland begleiten
und als Ansprechpartner für Athletinnen und Athleten, Vereine sowie Trainerinnen und
Trainer zur Verfügung stehen.
Von ersten Kontakten zur internationalen Teilnahme
Der Weg zur ersten deutschen Teilnahme an einem internationalen Para-Kickbox-
Wettbewerb begann mit den ersten Kontakten auf der WAKO Weltmeisterschaft der
Junioren in Jesolo, die durch den Präsidenten Oliver Hahl vermittelt wurden.
Ein wichtiger Schritt war dabei ein persönliches Treffen mit Jesús Eguía Martín, dem
Präsidenten des spanischen Kickbox- und Muay-Thai-Verbandes Federación Española de
Kickboxing y Muaythai (FEKM). Gleichzeitig ist Eguía Martín Vorsitzender des Para and
Inclusive Committee des internationalen Kickbox-Weltverbandes WAKO.
In dieser Doppelfunktion kommt Jesús Eguía Martín eine besondere Bedeutung für die
internationale Entwicklung des Para-Kickboxens zu. Als Vorsitzender des WAKO Para and
Inclusive Committee trägt er auf internationaler Ebene Verantwortung für die
Weiterentwicklung und Förderung des Para-Kickboxens. Das Komitee beschäftigt sich mit
dem Ausbau des inklusiven Kickboxsports, der Weiterentwicklung entsprechender
Wettkampfstrukturen und der Schaffung internationaler Rahmenbedingungen.
Damit war das Treffen in Jesolo für die weitere Entwicklung des Projekts von besonderer
Bedeutung. Im persönlichen Austausch wurden die Entwicklung des Para-Kickboxens,
internationale Strukturen und Möglichkeiten der Zusammenarbeit besprochen. Für die
WAKO Deutschland waren diese Gespräche ein wichtiger Impuls, um die internationalen
Möglichkeiten für deutsche Athletinnen und Athleten weiter voranzubringen.
Aus diesen ersten Kontakten ist inzwischen konkrete sportliche Zusammenarbeit
entstanden: 2026 wird Deutschland erstmals einen Para-Kickboxer zur
Europameisterschaft entsenden.
Para-Kickboxen: Kickboxen für alle
Para-Kickboxen ist das internationale Programm der World Association of Kickboxing
Organizations (WAKO) für Athletinnen und Athleten mit körperlichen oder geistigen
Beeinträchtigungen.
Ziel ist es, möglichst vielen Menschen den Zugang zum Kickboxsport zu ermöglichen und
ihnen geeignete Trainings- und Wettkampfmöglichkeiten zu bieten. Die WAKO beschreibt
Para-Kickboxen als einen Bereich, der auf sichere und unterstützende Rahmenbedingungen
sowie auf die individuellen Voraussetzungen der Athletinnen und Athleten ausgerichtet ist.
Die internationale Entwicklung des Para-Kickboxens hat in den vergangenen Jahren deutlich
an Dynamik gewonnen. Nach ersten Demonstrationen wurden zunehmend verbindliche
Regeln und Strukturen entwickelt. 2024 gab es unter anderem
Demonstrationsveranstaltungen bei den Europameisterschaften in Athen. 2025 wurde bei
den WAKO-Weltmeisterschaften in Abu Dhabi erstmals ein Para-Kickbox-Wettbewerb in der
Technik-Performance mit Bewertung und Medaillen durchgeführt.
Für die internationale Entwicklung ist inzwischen ein eigenes WAKO Para and Inclusive
Committee verantwortlich.
Ein weiterer Schritt in der Entwicklung des Kickboxsports
Mit der Aufnahme des Para-Kickboxens in die internationale Verbandsarbeit setzt die WAKO
einen wichtigen Schritt für Teilhabe, Vielfalt und sportliche Entwicklung.
Für die WAKO Deutschland bedeutet der Einstieg gleichzeitig den Beginn eines neuen
Arbeitsfeldes. Gemeinsam mit Vereinen, Trainerinnen und Trainern sowie den Athletinnen
und Athleten sollen in den kommenden Monaten die notwendigen Strukturen geschaffen
und weiterentwickelt werden.
Dabei geht es nicht nur um die Teilnahme an internationalen Meisterschaften. Vielmehr soll
Para-Kickboxen langfristig auch in Deutschland im Vereins- und Trainingsbetrieb verankert
werden.
Jeder Mensch soll die Möglichkeit haben, seine Leidenschaft für das Kickboxen zu
entdecken und sportlich aktiv zu sein.
Die Premiere in Skopje soll deshalb nicht nur ein einmaliges Ereignis bleiben. Sie ist vielmehr
der Auftakt für eine langfristige Entwicklung, durch die Para-Kickboxen auch in Deutschland
einen festen Platz im Vereins-, Trainings- und Wettkampfbetrieb erhalten soll.
WAKO Deutschland – Kickboxen. Gemeinsam auf höchstem Niveau.

