Drei neue internationale Lizenzen für das Kampfrichterteam der WAKO-Deutschland in Budapest

Deutsches Kampfrichterteam wächst beim Hungarian Kickboxing World Cup 2026.

Wenn über 3.000 Starterinnen und Starter zu einem internationalen Kickboxturnier
zusammenkommen, ist auch auf den Kampfflächen ein erfahrenes Kampfrichterteam
gefragt. Beim 31. Hungarian Kickboxing World Cup & Open vom 27. bis 30. August in
Budapest stellte die WAKO Deutschland dafür sieben Offizielle auf der Tatami – eine ihrer
größten Kampfrichterdelegationen bei einem World Cup seit Langem. Für einige gehörte der
Einsatz bereits zum internationalen Turnieralltag, für andere war es eine Premiere mit einem
besonderen Abschluss.

Dieses Jahr waren für das deutsche Team Patrik Gjocaj, Nick-Anthony Dokuchayev,
Norman Beck, Tarek Stucki, Leon Ibrahim, Dennis Oberleiter und Maike Peth im Einsatz.
Die Delegation zeigte dabei, wie breit das deutsche Team inzwischen aufgestellt ist: Neben
langjährig erfahrenen Kampfrichterinnen und Kampfrichtern bewährten sich auch Kollegen,
die erstmals an einem World Cup teilnahmen.

Für Dokuchayev und Beck bedeutete Budapest genau diesen ersten Schritt. Beide stellten
sich hoch motiviert den Aufgaben ihres World-Cup-Debüts und überzeugten mit solider
Arbeit. Am Ende des Turniers erhielten sie jeweils ihre erste Goldcard, die internationale C-
Lizenz.

Gjocaj trat mit einem anderen Ziel an: Seine Leistungen wurden über das gesamte
Wochenende hinweg für die internationale B-Lizenz bewertet. Nach Abschluss des Turniers
konnte er diese entgegennehmen. Budapest wurde damit für drei Mitglieder der deutschen
Delegation zum Schauplatz eines persönlichen Erfolgs in ihrer Kampfrichterlaufbahn.

Lobende Worte fand auch der Bundeskampfrichterreferent: „Besonders freut mich, dass wir
inzwischen mit einem so großen Team bei einem World Cup vertreten sind. Nick und
Norman haben bei ihrem ersten World Cup direkt gezeigt, dass sie dort bestehen können,
und Patrik hat sich seine B-Lizenz verdient. Zusammen mit unseren erfahrenen Kolleginnen
und Kollegen wächst hier ein Team, auf das wir auch bei kommenden internationalen
Turnieren zählen können.“

Auch im Formenbereich ist die WAKO Deutschland inzwischen international vertreten. Tarek
Stucki hat sich dort als verlässlicher Kampfrichter etabliert und ist derzeit der einzige
Deutsche mit einer internationalen Formenlizenz. Er ergänzt damit die Kompetenzen des
Teams um einen Bereich, der eigene Anforderungen an die Bewertung stellt.

Der World Cup in Budapest zeigt, wohin sich das deutsche Kampfrichterwesen entwickelt:
Mehr Kampfrichterinnen und Kampfrichter kommen international zum Einsatz, erwerben
weitere Qualifikationen und erweitern das Spektrum des Teams. Das stärkt auch das
Ansehen der WAKO Deutschland, deren Vertreterinnen und Vertreter auf internationalen
Kampfflächen zunehmend präsent sind.

Wer ebenfalls Interesse an einem internationalen Einsatz als Kampfrichterin oder
Kampfrichter hat, kann sich gerne bei Dennis Oberleiter (dennis.oberleiter@wako-
deutschland.de) oder Tarek Stucki ([email protected]) melden.

Elite-UWV – Unmittelbare Wettkampfvorbereitung auf die Elite-EM 2026

Vom 23. bis 25. Oktober 2026 fand in Sundern die unmittelbare Wettkampfvorbereitung (UWV) der Elite-Nationalmannschaft für die Europameisterschaft statt, die vom 7. bis 15. November 2026 in Skopje, Nordmazedonien, ausgetragen wird.
Das Wochenende war für unsere Athletinnen & Athleten sowohl sportlich erfolgreich als auch äußerst lehrreich. Das Trainerteam bereitete die Trainingseinheiten gezielt auf die individuellen Bedürfnisse der Sportlerinnen und Sportler vor und setzte wichtige Impulse für deren weitere Entwicklung. Für eine optimale Betreuung standen zudem mit Nicole Nemeth und Moritz Coopmeiners zwei erfahrene Physiotherapeuten vor Ort zur Verfügung, um die Athletinnen und Athleten bei der Regeneration und der körperlichen Vorbereitung zu unterstützen.
Neben den etablierten fünf Disziplinen im Elite- und Mastersbereich, sind auch der Para-Bereich und die Disziplin Forms bei der EM in Skopje erstmalig dabei. Auch der Teilnehmer im Para-Bereich, Manuel Klitschke, hat sich zusammen mit seinem Trainer, Alexander Hartmann, intensiv in Sundern auf die bevorstehenden Aufgaben vorbereitet.

Ein besonderer Höhepunkt der UWV war die Verwirklichung eines langjährigen Vorhabens: Brahim Triqui (Chef-Bundestrainer), Niclas Hildebrand (Sportdirektor) und Nina Stern (Leistungssportreferentin) haben es gemeinsam geschafft, mit Ursa Terdin einen erfahrenen Mental Coach in die unmittelbare Wettkampfvorbereitung der Nationalmannschaft einzubinden.
Ursa Terdin ist selbst mehrfache Welt- und Europameisterin im Kickboxen und weiß aus eigener Erfahrung, welche körperlichen und mentalen Anforderungen der internationale Leistungssport mit sich bringt. Mit ihrem Wissen und ihrer Erfahrung vermittelte sie den Athletinnen und Athleten wertvolle Impulse für ihre mentale Vorbereitung auf die bevorstehende Europameisterschaft. Sowohl die Sportlerinnen und Sportler als auch das Trainerteam profitierten von dieser lehrreichen und positiven Maßnahme. Die Einbindung des Mentaltrainings ist ein wichtiger Schritt, um unsere Athletinnen und Athleten ganzheitlich zu fördern und sie nicht nur körperlich, sondern auch mental optimal auf internationale Wettkämpfe vorzubereiten.

„Mit dieser UWV haben wir einen weiteren wichtigen Meilenstein in der Weiterentwicklung unserer Nationalmannschaft erreicht. Denn im Leistungssport entscheiden nicht nur Technik, Taktik und körperliche Fitness, sondern auch mentale Stärke, Konzentration und Selbstvertrauen.“, zeigt sich Chef-Bundestrainer Brahim Triqui sehr zufrieden mit der UWV. Und ergänzt:
„Gemeinsam als Team – bestens vorbereitet für die Elite-Europameisterschaft 2026 in Skopje. Wir sind bereit!“

Online-Seminare 2026: Mattenleitung und Sportdata

Im September und Oktober 2026 fanden zwei Online-Seminare für Bundeskampfrichterinnen
und Bundeskampfrichter der WAKO Deutschland statt, an denen insgesamt 25 Personen
aus acht Bundesländern teilgenommen haben, mit dem Ziel, den fachlichen Austausch zu
fördern und praxisnahes Wissen zu vermitteln.

Im ersten Seminar am 10. September, geleitet von Maike Peth, stand die Arbeit als Matten-
und Ringleitung im Mittelpunkt, insbesondere die Verantwortlichkeiten, Befugnisse und

Grenzen sowie die Zusammenarbeit mit anderen Beteiligten im Turnierablauf.
Im zweiten Seminar am 14. Oktober unter der Leitung von Leon Ibrahim und Patrick Gjocaj
ging es um den Einsatz der Plattform Sportdata, mit technischen Demonstrationen zur
Anwendung im Wettkampfbetrieb.

Beide Termine boten Raum für Fragen und einen offenen, konstruktiven Austausch. Die
WAKO Deutschland bedankt sich für die Durchführung und bei allen Teilnehmenden für ihr
Interesse und ihre aktive Beteiligung.

Vom 04. bis 06. Dezember 2026 findet zum Jahresabschluss ein Präsenzseminar im Bereich
K1-Style in Chemnitz statt, bei dem Theorie und Praxis miteinander verbunden werden.

Schulze berufen in das Kampfrichter-Komitee der WAKO Deutschland

Die WAKO Deutschland freut sich, eine wichtige Personalie im Bereich des
Kampfrichterwesens bekannt zu geben: Marco Schulze wurde in das Kampfrichter-Komitee
der WAKO Deutschland berufen und übernimmt dort die Funktion des Referenten für das
Ring-Kampfrichterwesen.

Damit komplettiert er das bislang vierköpfige Komitee, bestehend aus Dennis Oberleiter,
Tarek Stucki, Leon Ibrahim und Maike Peth. Mit dieser Berufung sorgt er für eine noch
breitere und kompetentere Aufstellung in der Betreuung und Weiterentwicklung unserer
Kampfrichterinnen und Kampfrichter.

Marco Schulze bringt langjährige Erfahrung als Kampfrichter und Landesreferent mit und hat
sich über viele Jahre hinweg durch seine fachliche Kompetenz und seinen unermüdlichen
Einsatz im Ring einen ausgezeichneten Ruf sowohl national als auch auf Welt- und
Europameisterschaften erworben. Seine inzwischen auch verstärkt internationale Expertise,
seine freundliche und stets ruhige Art und seine Präzision im Ring machen ihn zu einer
echten Bereicherung für das Komitee. National wie international hat er in zahlreichen
Wettkämpfen seine Kompetenz und Souveränität unter Beweis gestellt; Eigenschaften, die
nun der gesamten deutschen Kampfrichter-Gemeinschaft zugutekommen werden.

Bundeskampfrichter-Referent Dennis Oberleiter begrüßt die Berufung sehr: „Mit Marco
Schulze gewinnen wir nicht nur einen erfahrenen und exzellenten Kampfrichter, sondern
auch einen Menschen, der mit voller Leidenschaft für unseren Sport steht. Seine Zusage zu
der Berufung ist nicht nur eine persönliche Bereicherung für das Komitee, sondern auch ein
strategisch unfassbar wichtiger Aspekt in der Weiterentwicklung unseres
Kampfrichterwesens. Ich freue mich sehr auf die gemeinsame Arbeit und bin überzeugt,
dass wir mit ihm insbesondere das Ring-Kampfrichterwesen in Deutschland weiter
voranbringen werden.“

Mit der Berufung von Marco Schulze ist das Kampfrichter-Komitee der WAKO Deutschland
nun bestens aufgestellt, um die hohen Standards im deutschen Kampfrichterwesen weiter
zu sichern. Wir gratulieren Marco Schulze herzlich zu seiner neuen Aufgabe und wünschen
ihm viel Erfolg und Freude in seiner neuen Funktion!

Ein neuer Weg für mehr Teilhabe: Deutschland startet bei der Europameisterschaft in Skopje im Para- Kickboxen

Die WAKO Deutschland geht einen wichtigen Schritt in Richtung eines noch inklusiveren
Kickboxsports: Bei der WAKO Europameisterschaft im November 2026 in Skopje wird
Deutschland erstmals auch im Para-Kickboxen international vertreten sein.

Damit öffnet sich für Athletinnen und Athleten mit körperlichen oder geistigen
Beeinträchtigungen eine neue Möglichkeit, den Kickboxsport auf internationaler Bühne zu
erleben und sich mit Sportlerinnen und Sportlern aus anderen Ländern zu messen.

Die WAKO Deutschland hat hierfür Alexander Hartmann als Beauftragten für Para-
Kickboxen eingesetzt. Er wird den Aufbau dieser neuen Disziplin in Deutschland begleiten
und als Ansprechpartner für Athletinnen und Athleten, Vereine sowie Trainerinnen und
Trainer zur Verfügung stehen.

Von ersten Kontakten zur internationalen Teilnahme

Der Weg zur ersten deutschen Teilnahme an einem internationalen Para-Kickbox-
Wettbewerb begann mit den ersten Kontakten auf der WAKO Weltmeisterschaft der
Junioren in Jesolo, die durch den Präsidenten Oliver Hahl vermittelt wurden.

Ein wichtiger Schritt war dabei ein persönliches Treffen mit Jesús Eguía Martín, dem
Präsidenten des spanischen Kickbox- und Muay-Thai-Verbandes Federación Española de
Kickboxing y Muaythai (FEKM). Gleichzeitig ist Eguía Martín Vorsitzender des Para and
Inclusive Committee des internationalen Kickbox-Weltverbandes WAKO.

In dieser Doppelfunktion kommt Jesús Eguía Martín eine besondere Bedeutung für die
internationale Entwicklung des Para-Kickboxens zu. Als Vorsitzender des WAKO Para and
Inclusive Committee trägt er auf internationaler Ebene Verantwortung für die
Weiterentwicklung und Förderung des Para-Kickboxens. Das Komitee beschäftigt sich mit
dem Ausbau des inklusiven Kickboxsports, der Weiterentwicklung entsprechender
Wettkampfstrukturen und der Schaffung internationaler Rahmenbedingungen.

Damit war das Treffen in Jesolo für die weitere Entwicklung des Projekts von besonderer
Bedeutung. Im persönlichen Austausch wurden die Entwicklung des Para-Kickboxens,
internationale Strukturen und Möglichkeiten der Zusammenarbeit besprochen. Für die
WAKO Deutschland waren diese Gespräche ein wichtiger Impuls, um die internationalen
Möglichkeiten für deutsche Athletinnen und Athleten weiter voranzubringen.

Aus diesen ersten Kontakten ist inzwischen konkrete sportliche Zusammenarbeit
entstanden: 2026 wird Deutschland erstmals einen Para-Kickboxer zur
Europameisterschaft entsenden.

Para-Kickboxen: Kickboxen für alle

Para-Kickboxen ist das internationale Programm der World Association of Kickboxing
Organizations (WAKO) für Athletinnen und Athleten mit körperlichen oder geistigen
Beeinträchtigungen.
Ziel ist es, möglichst vielen Menschen den Zugang zum Kickboxsport zu ermöglichen und
ihnen geeignete Trainings- und Wettkampfmöglichkeiten zu bieten. Die WAKO beschreibt
Para-Kickboxen als einen Bereich, der auf sichere und unterstützende Rahmenbedingungen
sowie auf die individuellen Voraussetzungen der Athletinnen und Athleten ausgerichtet ist.

Die internationale Entwicklung des Para-Kickboxens hat in den vergangenen Jahren deutlich
an Dynamik gewonnen. Nach ersten Demonstrationen wurden zunehmend verbindliche
Regeln und Strukturen entwickelt. 2024 gab es unter anderem
Demonstrationsveranstaltungen bei den Europameisterschaften in Athen. 2025 wurde bei
den WAKO-Weltmeisterschaften in Abu Dhabi erstmals ein Para-Kickbox-Wettbewerb in der
Technik-Performance mit Bewertung und Medaillen durchgeführt.

Für die internationale Entwicklung ist inzwischen ein eigenes WAKO Para and Inclusive
Committee verantwortlich.

Ein weiterer Schritt in der Entwicklung des Kickboxsports

Mit der Aufnahme des Para-Kickboxens in die internationale Verbandsarbeit setzt die WAKO
einen wichtigen Schritt für Teilhabe, Vielfalt und sportliche Entwicklung.

Für die WAKO Deutschland bedeutet der Einstieg gleichzeitig den Beginn eines neuen
Arbeitsfeldes. Gemeinsam mit Vereinen, Trainerinnen und Trainern sowie den Athletinnen
und Athleten sollen in den kommenden Monaten die notwendigen Strukturen geschaffen
und weiterentwickelt werden.

Dabei geht es nicht nur um die Teilnahme an internationalen Meisterschaften. Vielmehr soll
Para-Kickboxen langfristig auch in Deutschland im Vereins- und Trainingsbetrieb verankert
werden.

Jeder Mensch soll die Möglichkeit haben, seine Leidenschaft für das Kickboxen zu
entdecken und sportlich aktiv zu sein.

Die Premiere in Skopje soll deshalb nicht nur ein einmaliges Ereignis bleiben. Sie ist vielmehr
der Auftakt für eine langfristige Entwicklung, durch die Para-Kickboxen auch in Deutschland
einen festen Platz im Vereins-, Trainings- und Wettkampfbetrieb erhalten soll.

WAKO Deutschland – Kickboxen. Gemeinsam auf höchstem Niveau.

Safe Sport innerhalb der WAKO Deutschland und den Landesverbänden

Die WAKO Deutschland setzt ihre Maßnahmen im Bereich Safe Sport konsequent
fort und orientiert sich dabei an den aktuellen Entwicklungen auf Bundesebene. Der
vom DOSB verabschiedete Safe Sport Code bildet einen wichtigen Rahmen für
Prävention, Intervention und Aufarbeitung von Gewalt im Sport. Er stärkt die
gemeinsame Verantwortung von Verbänden, Vereinen und allen im Sport tätigen
Personen.

Für die WAKO Deutschland bedeutet dies, bestehende Strukturen weiter
auszubauen, Meldewege zu vereinheitlichen und die Sensibilisierung aller Beteiligten
zu intensivieren. Mit dem Zentrum für Safe Sport (ZfSS) steht dem organisierten Sport
eine unabhängige Anlaufstelle zur Verfügung, die Betroffene unterstützen sowie
Verbände und Vereine bei der Weiterentwicklung ihrer Safe-Sport-Strukturen
begleiten kann.

Parallel dazu hat die WAKO Deutschland ihre eigenen Safe-Sport-Maßnahmen
weiter konkretisiert. Dazu gehören die Einrichtung einer zentralen Safe-Sport-
Beauftragten Funktion, die Überarbeitung der verbandlichen Meldewege, die
Integration von Safe-Sport-Inhalten in die Trainer- und Kampfrichterausbildung sowie
die Erstellung neuer Informationsmaterialien für Landesverbände und Vereine.

Ziel ist es, einheitliche und verlässliche Standards innerhalb der WAKO Deutschland
und ihrer Landesverbände zu schaffen.

Aufgaben der Landesverbände
Für die Landesverbände ergeben sich daraus insbesondere folgende Aufgaben: die
Benennung eigener Ansprechpersonen, die Implementierung der Safe-Sport-
Vorgaben in die Verbandsarbeit, die Sicherstellung entsprechender Schulungen
sowie die aktive Kommunikation von Meldewegen und Schutzkonzepten. Safe Sport
ist eine gemeinsame Verantwortung, die nur dann wirksam wird, wenn sie auf allen
Ebenen des Verbandes gelebt wird.

Die WAKO Deutschland wird ihre Schutzkonzepte kontinuierlich weiterentwickeln und
die Zusammenarbeit mit externen Safe-Sport-Strukturen weiter ausbauen. Safe Sport
ist kein zeitlich begrenztes Projekt, sondern eine dauerhafte Aufgabe, die unsere
Sportkultur nachhaltig prägt. Gemeinsam mit den Landesverbänden schaffen wir ein
Umfeld, das von Respekt, Sicherheit und Verantwortung getragen wird – für alle
Athletinnen und Athleten, Trainerinnen und Trainer sowie ehrenamtlich Engagierten.

Nächste Schritte innerhalb der WAKO
Auf der kommenden Mitgliederversammlung sollen die Informationen zum neuen Safe-
Sport-Konzept der WAKO Deutschland vorgestellt und die weiteren Umsetzungsschritte
erläutert werden. Darüber hinaus ist die Verankerung des neuen Safe-Sport-Konzepts in
der Satzung der WAKO Deutschland für die Mitgliederversammlung im Frühjahr 2027
geplant.

Das neu überarbeitete Safe-Sport-Konzept finden Sie im Downloadbereich der
WAKO-Homepage.

Nachbericht zur Jugend- und Junioren-Weltmeisterschaft 2026 in Jesolo

Die Jugend- und Junioren-Weltmeisterschaft (JWM) fand vom 19. bis 27. September
2026 in Jesolo, Italien, statt. Insgesamt wurden rund 3.800 Nennungen aus 78
Nationen verzeichnet. Das deutsche Team war mit 59 Athletinnen und Athleten
vertreten. Die Delegation wurde von Sportdirektor Niclas Hildebrand und Chef-
Bundestrainer Brahim Triqui angeführt. Zum Betreuungsstab gehörten die Disziplin-
und Funktionstrainer aller Disziplinen, zwei Physiotherapeutinnen (Carina
Scheidtweiler und Jasmin Patig) & die Leistungsreferentin Nina Stern. Das Team
reiste fast vollständig gemeinsam vom Flughafen Frankfurt nach Italien und trat auch
die Rückreise gemeinsam an.

Vorbereitung und Organisation
Die Vorbereitung sowie die abschließenden UWV-Maßnahmen in Sundern verliefen
planmäßig. Nach der Ankunft am Flughafen Venedig erfolgte der Transfer zur
Wettkampfhalle. Dort standen Registrierung, Medical Check und Waage auf dem
Programm. Anschließend bezog das Team das Hotel. Am Sonntag fanden die
Coach-Meetings und Auslosungen statt, bevor am Montag die Wettkämpfe
begonnen.

Betreuung und sportliche Leistungen
Während der JWM wurden die Athletinnen und Athleten durch den Trainer- und
Betreuungstab eng begleitet. Auch nach dem Ausscheiden aus dem Wettbewerb
blieb die Betreuung bestehen und die jeweiligen Leistungen wurden individuelle
ausgewertet. Die Abstimmung zwischen Athletinnen und Athleten, Trainerstab,
Leistungsreferentin, Sportdirektor und Chef-Bundestrainer erfolgte fortlaufend.
Dadurch konnten sportliche und organisatorische Fragen zeitnah bearbeitet werden.
Die sportlichen Ergebnisse waren stark unterschiedlich. Neben sehr guten
individuellen Leistungen der Athletinnen/Athleten zeigten sich auch Bereiche mit
weiterem Entwicklungspotenzial. Für die Nachwuchsathletinnen und -athleten bot die
JWM die Möglichkeit, internationale Wettkampferfahrung auf höchstem Niveau zu
sammeln und wichtige Erfahrungen auf dem Weg zum Elitebereich zu sammeln.

Weiterentwicklung
Die JWM war zugleich eine wichtige Standortbestimmung für die neue
Leistungsstruktur. Die umfassenden Erfahrungen aus Jesolo werden in die weitere
Arbeit einfließen. Für die zukünftige Entwicklung sind insbesondere eine strukturierte
Wettkampfvorbereitung, professionelle physiotherapeutische Betreuung, individuelle
Leistungsanalysen sowie Abschluss- und Entwicklungsgespräche von Bedeutung.
Ziel sollte es sein, die Athletinnen und Athleten langfristig und entsprechend ihrer
individuellen Entwicklung zu begleiten.

Fazit der sportlichen Leitung
Die JWM 2026 in Jesolo war eine wichtige internationale Erfahrung für das deutsche
Nachwuchsteam. Die gemeinsame Organisation und die Zusammenarbeit der
beteiligten Verantwortlichen ermöglichten eine einheitliche Betreuung der 59
Athletinnen und Athleten. Die in Jesolo gewonnenen Erfahrungen bieten eine
Grundlage, die bestehende Leistungsstruktur weiterzuentwickeln und die
Rahmenbedingungen für die zukünftige sportliche Entwicklung des deutschen
Nachwuchses weiter zu verbessern. Grundsätzlich geht es im Nachwuchsbereich
nicht um die einzelnen Medaillen, sondern um die individuellen Entwicklungen,
dennoch ist die Gesamtzahl an Medaillen auf einem guten Niveau – die Anzahl an
gewonnenen Finalkämpfen muss perspektivisch gesteigert werden. Eine ausführliche
Analyse mit dem Trainerteam wird zeitnah durchgeführt.

Übersicht der Medaillen:
Insgesamt erkämpften die Athletinnen/Athleten 21 Medaillen, davon 1*Gold, 7*Silber
und 13*Bronze.

EUSA Combat Championships 2026 in Tirana: Kickboxen als Teil der European Universities Combat Sports Championships

In dieser Woche ging in der albanischen Hauptstadt Tirana ein Großereignis des
europäischen Hochschulsports zu Ende: die European Universities Combat Sports
Championships (EUC Combat Sports) 2026, ausgerichtet vom albanischen
Hochschulsportverband FSHSU im Auftrag des Europäischen
Hochschulsportverbands EUSA. Neben Judo, Karate und Taekwondo stand auch
das Kickboxen auf dem Programm.

Die Meisterschaften folgten in diesem Jahr erstmals einem neuen „2+2"-Format: In
der ersten Woche wurden die Titel in Taekwondo und Karate ausgekämpft, bevor am
12. September ein gemeinsamer Übergangstag stattfand – während die Taekwondo-
und Karate-Delegationen abreisten, trafen die Judo- und Kickbox-Teams in Tirana
ein. Das Kickboxen wurde damit im zweiten Block der Meisterschaften vom 12. bis
17. September ausgetragen.

Insgesamt nahmen rund 1.500 Studierende von mehr als 400 Hochschulen aus ganz
Europa an den vier Kampfsportarten teil – eine der größten Veranstaltungen im
europäischen Hochschulsportkalender. Organisiert wurde die deutsche Teilnahme
über den Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverband (adh), der die Nominierung
der Athletinnen und Athleten in Abstimmung mit den jeweiligen Fachverbänden
vornimmt.

Trotz der widrigen Bedingungen vor Ort, die vorrangig die Unterbringung und die
Organisation betrafen, kann die deutsche Delegation mit vier erreichten Medaillen
sehr zufrieden mit dem Ergebnis sein.

Für Deutschland starteten:

– Alessia Amato, K-1 Style, -60 KG, Universität Heidelberg, Platz 5.
– Valentin Reith, K-1 Style, -86 KG, Universität Heidelberg, Platz 2.
– Jule Strietzel, PF, -65 KG, Universität Hamburg, Platz 3.
– Setia Ratjaby, PF, -55 KG, Universität Marburg, Platz 5.
– Lukas Jencius, FC, -81 KG, Universität für Prävention und Gesundheitsmanagement, Platz 3.
– Bjarne Thoms, FC, -75 KG, Universität für Prävention und Gesundheitsmanagement, Platz 1.
– Jule Strietzel, KL, -65 KG, Universität Hamburg, Platz 5.

Als Betreuer waren Gunnar Strietzel und Nick Anthony Dokuchayey.

Die WAKO Deutschland bedankt sich bei allen Teilnehmenden für Euren Einsatz.

Nachwuchs-WM 2026 in Jesolo: Die deutsche Nationalmannschaft ist bereit!

Die Vorfreude steigt: Für unsere deutsche Jugendnationalmannschaft steht mit der Weltmeisterschaft in Jesolo das Highlight des Jahres bevor. Nach einer intensiven Vorbereitung geht das Team mit großer Motivation, viel Selbstvertrauen und einem starken Zusammenhalt in die bevorstehende WM-Woche.

Mit rund 3.800 Nennungen aus 78 Nationen erwartet die Nachwuchs-Weltmeisterschaft in Jesolo ein hochkarätiges und internationales Teilnehmerfeld. Die große Beteiligung verspricht spannende Wettkämpfe auf höchstem Niveau und eine besondere Atmosphäre während der gesamten Weltmeisterschaft.

Deutschland mit starkem Team in Jesolo

WAKO Deutschland wird mit einem starken Aufgebot in Italien vertreten sein. Insgesamt gehen 58 deutsche Athletinnen und Athleten bei der Weltmeisterschaft an den Start. Begleitet wird die Mannschaft von 15 Betreuern, darunter zwei Physiotherapeuten, die das Team während der gesamten WM vor Ort unterstützen. Sie übernehmen insbesondere im Bereich Regeneration und physiotherapeutischer Versorgung eine wichtige Aufgabe.

Zusätzlich werden zwei deutsche Kampfrichter bei der Weltmeisterschaft im Einsatz sein.

Gemeinsam nach Jesolo

Am 19. September macht sich die deutsche Nationalmannschaft gemeinsam auf den Weg nach Jesolo. Die gemeinsame Anreise ist dabei mehr als nur der Start der Reise nach Italien. Sie markiert gleichzeitig den Beginn einer besonderen WM-Woche, in der unsere Athletinnen und Athleten als Nationalteam auftreten und Deutschland auf internationaler Bühne vertreten werden.

Die letzten Vorbereitungen sind bereits abgeschlossen. Am vergangenen Wochenende fand die Unmittelbare Wettkampfvorbereitung (UWV) statt – mit großem Erfolg.

Neben den disziplinspezifischen Trainingseinheiten standen auch gemeinsame, disziplinübergreifende Einheiten auf dem Programm. Dadurch konnten die Athletinnen und Athleten voneinander profitieren, Erfahrungen austauschen und als Mannschaft noch enger zusammenwachsen.

Ergänzt wurde die sportliche Vorbereitung durch Mentaltraining, Athletiktraining und Regenerationsläufe. Ziel war es, das Team sowohl körperlich als auch mental optimal auf die besonderen Anforderungen einer Weltmeisterschaft vorzubereiten.

Trotz des intensiven Programms war die Stimmung innerhalb der Mannschaft hervorragend. Der starke Teamgeist und der Zusammenhalt waren während des gesamten Wochenendes deutlich spürbar. Die gemeinsame Vorbereitung setzte wichtige sportliche Impulse und steigerte gleichzeitig die Vorfreude auf die bevorstehende Weltmeisterschaft.

Mit Zuversicht zur Weltmeisterschaft

Auch das Trainerteam zeigt sich nach der intensiven Vorbereitung sehr zufrieden. Die Trainer blicken zuversichtlich auf die kommenden Wettkämpfe und freuen sich darauf, die Athletinnen und Athleten in Jesolo zu coachen und sie während der WM bestmöglich zu unterstützen.

Nun gilt es, die letzten Tage bis zur Abreise optimal zu nutzen, den Fokus hochzuhalten und anschließend in Jesolo die bestmögliche Leistung abzurufen.

Mit 58 Athletinnen und Athleten, einem engagierten Betreuerteam und einem starken Zusammenhalt reist die deutsche Nationalmannschaft mit großer Motivation und Vorfreude nach Italien.

Die deutsche Nationalmannschaft ist bereit für die Nachwuchs-Weltmeisterschaft 2026 in Jesolo!

WAKO-Nationalmannschaft bei der UWV in Sundern

Die letzte und zugleich wichtige Maßnahme vor der Nachwuchs-Weltmeisterschaft in
Jesolo ist absolviert: die Unmittelbare Wettkampfvorbereitung (UWV).

In diesem Jahr fand die UWV in der Kampfkunstschule SAJA in Sundern statt. Alle
knapp 60 für die Nachwuchs-Weltmeisterschaft 2026 nominierten Athletinnen und
Athleten der Disziplinen Pointfighting (PF), Light Contact (LC), Kick Light (KL),
Vollkontakt (VK) und K-1 Style (K1) waren dabei. Die Weltmeisterschaft findet vom
19. bis 27. September 2026 in Jesolo, Italien, statt. Die Anreise erfolgte am
Freitag. Am Abend stand zunächst eine gemeinsame lockere Einheit auf dem
Programm, um sich auf die bevorstehenden intensiven Tage einzustimmen. Am
Samstag absolvierten die Athletinnen und Athleten nach der morgendlichen
Aktivierung jeweils zwei Trainingseinheiten. Zwischen den Einheiten wurden
gemeinsame Mittag- und Abendessen organisiert. Die Mittagspause wurde
gleichzeitig für die Einkleidung der Nationalmannschaft genutzt. Die Athletinnen und
Athleten erhielten ihre Ausstattung für die bevorstehende Weltmeisterschaft und
wurden damit auch optisch auf ihren gemeinsamen Auftritt in Jesolo vorbereitet.

Am Samstagmittag fand außerdem ein Fotoshooting der Nationalmannschaft statt.
Dabei wurden aktuelle Mannschafts- und Athletenfotos für die Berichterstattung und
die Öffentlichkeitsarbeit rund um die Weltmeisterschaft erstellt. Ein besonderer Dank
geht an Martin Hartung, der uns während der UWV zur Seite stand und die
fotografische Begleitung übernommen hat. Vielen Dank für deinen Einsatz, deine Zeit
und die professionellen Aufnahmen!

Der Fokus der Trainingseinheiten lag ganz bewusst auf der individuellen
Vorbereitung. Es wurde gezielt auf jede Athletin und jeden Athleten eingegangen, um
die letzten Stellschrauben zu justieren und sowohl technisch, taktisch als auch
mental optimal auf die Weltmeisterschaft vorbereitet zu sein. Ein weiterer wichtiger
Bestandteil der UWV waren die disziplinspezifischen Teambesprechungen. Hier
wurden bestimmte Abläufe, taktische Situationen und individuelle Strategien für die
WM noch einmal gemeinsam besprochen und abgestimmt. Am Abend erfolgte
zudem gemeinsam mit dem Chef-Bundestrainer und dem Sportdirektor die
Abstimmung des Tagesablaufs und der weiteren Maßnahmen. So konnten die
Erkenntnisse aus den Trainingseinheiten direkt in die Planung der nächsten Schritte
einfließen.

Die UWV hat noch einmal deutlich gemacht, wie wichtig der Zusammenhalt innerhalb
der Nationalmannschaft und die enge Zusammenarbeit zwischen Athletinnen,
Athleten und Trainerteam sind. Jetzt geht es in den Endspurt: Jesolo wartet!

Ein ganz herzliches Dankeschön geht an unser engagiertes Physioteam (Katrin
Battige & Moritz Coopmeiners) & das gesamte Trainerteam vor Ort: Stefan
Reinboth, Kenan Fejzic, Sila Kiray, Anis Triqui, Ahmed Rmadan, Marcel Lopez,
Jan Kerim Lender, Jule Striezel, Sven Schemmer, Pia Lender und Rateb Hatahet.

Euer Einsatz, eure Zeit und eure Leidenschaft für unsere Athletinnen und Athleten
sind ein wichtiger Bestandteil unserer gemeinsamen Vorbereitung. Vielen Dank für
eure Unterstützung und euren unermüdlichen Einsatz!

Ein ganz besonderer Dank geht an Leonard Ademaj für seine großartige
Unterstützung, seinen Einsatz bei der Organisation und die Bereitstellung seiner
Location. Ohne Menschen wie dich, wären solche Maßnahmen nicht in dieser Form
möglich. Danke, Leo!

Jetzt gilt es, die letzten Tage bis zur Weltmeisterschaft alle Kräfte zu sammeln und
sich zu fokussieren, bevor die gemeinsame Reise nach Jesolo beginnt. Gemeinsam
für unsere Athletinnen und Athleten. Gemeinsam für Deutschland. Gemeinsam für
unsere WAKO!

    

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