Rückblick auf die 3. Deutsche Meisterschaft der Bundeswehr im Kickboxen & Ausblick auf die Military Summer Games 2027

„Unser Ziel ist es, mit einer starken deutschen Mannschaft im Kickboxen bei den Military Summer Games 2027 in den USA anzutreten und dort um die Medaillen zu kämpfen“, betont Oberstabsfeldwebel Andreas Mohr.

Andreas Mohr ist Inhaber der WAKO-B-Trainer-Lizenz, seit über 40 Jahren Soldat der Bundeswehr und derzeit als Hörsaalleiter Militärischer Nahkampf aller Truppen an der Infanterieschule in Hammelburg eingesetzt. Seine Kampfsportlaufbahn begann bereits 1979 mit Taekwondo. Vier Jahre später wechselte er zum Kickboxen und ist dieser Sportart bis heute als aktiver Athlet, Trainer und Funktionär eng verbunden. Vor drei Jahren entschied die Militärsportvereinigung CISM (Conseil International du Sport Militaire), Kickboxen offiziell in ihr internationales Sportprogramm aufzunehmen. Damit wurde der Grundstein gelegt, die Sportart künftig auch auf internationaler militärischer Ebene weiterzuentwickeln. Im Zuge dieser Entwicklung ernannte die Bundeswehr Andreas Mohr zum Teammanager Kickboxen. In dieser Funktion organisierte er 2024 erfolgreich die erste Deutsche Militärmeisterschaft im Kickboxen in Hammelburg. Bereits ein Jahr später folgte die zweite Austragung, ehe vor wenigen Wochen die dritte Deutsche Meisterschaft stattfand. Die kontinuierlich steigenden Teilnehmerzahlen zeigen deutlich das wachsende Interesse am Kickboxen innerhalb der Bundeswehr. Soldatinnen und Soldaten aus zahlreichen Verbänden nutzten die Meisterschaft, um sich sportlich auf hohem Niveau zu messen und sich gleichzeitig für zukünftige internationale Einsätze zu empfehlen. Neben spannenden und technisch hochwertigen Kämpfen standen Kameradschaft, Fairness und der gemeinsame sportliche Austausch im Mittelpunkt der Veranstaltung.

Ein weiterer wichtiger Meilenstein folgte ebenfalls im Jahr 2024: Die WAKO Deutschland ernannte Andreas Mohr zum Funktionstrainer Bundeswehr. In dieser Aufgabe koordiniert er die Zusammenarbeit zwischen Bundeswehr und WAKO Deutschland, fördert den Aufbau leistungsstarker Strukturen innerhalb der Truppe und unterstützt die Sichtung sowie Entwicklung talentierter Athletinnen und Athleten. In enger Zusammenarbeit mit dem Sportdirektor der WAKO Deutschland, Niclas Hildebrand, werden die Weichen für die kommenden internationalen Wettkämpfe gestellt. „Ich bin froh und dankbar, dass Andreas sich mit großer Leidenschaft für die Athletinnen und Athleten innerhalb der Bundeswehr einsetzt. Durch sein Engagement wird das Kickboxen nicht nur innerhalb der Truppe nachhaltig gefördert, sondern auch bei Veranstaltungen wie der FIBO sowie bei weiteren öffentlichen Auftritten wirkungsvoll präsentiert“, erklärt Niclas Hildebrand.

Mit Blick auf die kommenden Military Summer Games 2027 in den USA liegt der Schwerpunkt nun auf der gezielten Sichtung und Förderung leistungsstarker Soldatinnen und Soldaten. In den nächsten beiden Jahren sollen mehrere Lehrgänge, Trainingsmaßnahmen und nationale Wettkämpfe dazu dienen, eine schlagkräftige deutsche Nationalmannschaft der Bundeswehr aufzubauen. Die erfolgreiche Entwicklung der vergangenen drei Jahre zeigt eindrucksvoll, welches Potenzial das Kickboxen innerhalb der Bundeswehr besitzt. Mit engagierten Trainerinnen und Trainern, motivierten Athletinnen und Athleten sowie einer engen Zusammenarbeit zwischen Bundeswehr, WAKO Deutschland und der CISM sind die Voraussetzungen geschaffen, Deutschland bei den Military Summer Games 2027 international erfolgreich zu vertreten.

Neuer Disziplintrainer im K-1 Style: Sven Schemmer

Zum Juli 2026 hat mit Sven Schemmer ein äußerst erfahrener und erfolgreicher Kampfsporttrainer die Disziplin K‑1 Style als Disziplintrainer für die WAKO-Deutschland übernommen. Der im April 1976 geborene Unternehmer ist Inhaber des Fightclub Emmendingen sowie der BEATBOX Freiburg und zugleich 1. Vorsitzender des Fightclub Freiburg e.V. Seit vielen Jahren prägt er die regionale und nationale Kampfsportszene und betreibt mehrere Standorte im Fitness‑ und Kampfsportbereich, mit einem besonderen Fokus auf Ausbildung, Nachwuchsförderung und strukturierten Trainingsaufbau.

Sven Schemmer verfügt über eine beeindruckende Trainerlaufbahn. Als Referent in der Trainerausbildung der WAKO Deutschland und des DOSB sowie an der Sportschule Steinbach vermittelt er sein Fachwissen an angehende Trainerinnen und Trainer. Seine langjährige Erfahrung im Leistungs‑ und Wettkampfsport zeigt sich in der erfolgreichen Betreuung zahlreicher Athletinnen und Athleten, die unter seiner Anleitung bis hin zu internationalen Titeln – zuletzt in diesem Jahr in Jesolo beim World Cup min Italien – gelangten.

Auch sportlich kann Sven auf herausragende eigene Erfolge zurückblicken. Er ist mehrfacher WKU-Weltmeister im Kickboxen, erreichte bei der WAKO‑Weltmeisterschaft 2025 den dritten Platz und wurde insgesamt 13‑mal Deutscher Meister in verschiedenen Verbänden. Seine fachliche Kompetenz wird durch umfangreiche Ausbildungen untermauert: Er besitzt DOSB‑Trainerlizenzen im Leistungs‑ und Breitensport, darunter die B‑Lizenz im Boxen und Kickboxen, die B‑Lizenz im Kraft‑ und Fitnessbereich sowie die C‑Lizenz im Gewichtheben. Zusätzlich ist er Vereinsmanager mit DOSB‑C‑Lizenz und verfügt über zahlreiche Zusatzqualifikationen im Leistungs‑ und Athletiktraining. Als aktiver Kampfsportler trägt er den Schwarzgurt im Kickboxen (5. Dan) und im Jiu-Jitsu (1. Dan).

Chef-Bundestrainer Brahim Triqui freut sich über das Engagement von Sven: „Mit seiner Expertise, seiner pädagogischen Stärke und seiner Leidenschaft für den Kampfsport wird Sven Schemmer unser Trainerteam im Bereich K‑1 Style entscheidend bereichern. Sein Einstieg markiert einen wichtigen Schritt für die Weiterentwicklung unserer Athletinnen und Athleten sowie für die Qualität unseres Trainingsangebots.“

Sven selbst freut sich auf die Aufgabe und betont: „Unser Ziel im K-1 Style ist eine erfolgreiche Teilnahme an den World Games 2029 in Karlsruhe. Das ist ambitioniert und herausfordernd. Ich freue mich auf die Aufgabe und möchte den K-1 Bereich innerhalb der WAKO sowohl in der Breite als auch in der Spitze der Elite und im Nachwuchs konsequent weiterentwickeln.“

Starke Leistungen der Kampfrichterinnen und Kampfrichter unter anspruchsvollen Bedingungen in Varaždin

Vom 1. bis 3. Mai 2026 fand in der Arena Varaždin in Kroatien der WAKO European Kickboxing Cup – Varaždin Open 2026 statt.

Mit rund 2.800 Anmeldungen von über 290 Teams aus ganz Europa und darüber hinaus entwickelte sich der European Cup erneut zu einem sportlichen Großevent. Die hohe Anzahl an Starterinnen und Startern sowie die Vielzahl an Kampfbereichen stellten dabei nicht nur die Athletinnen und Athleten, sondern auch die eingesetzten Kampfrichterinnen und Kampfrichter vor anspruchsvolle Aufgaben.

Auf der Tatami kamen Leon Ibrahim, Maike Peth und Patrik Gjocaj für die WAKO Deutschland zum Einsatz. Während Ibrahim bereits als bekanntes Mitglied auf dem internationalen Parkett überzeugt, konnten Peth und Gjocaj ihre Entwicklung auf europäischer Ebene weiter festigen und wertvolle internationale Erfahrung sammeln. Im Ringbereich absolvierte Maik Köhler seinen ersten European Cup und stellte sich damit ebenfalls einer neuen anspruchsvollen Aufgabe im internationalen Umfeld.

Auch wenn Köhler bereits auf den Dutch Open 2025 Erfahrungen auf internationaler Ebene sammeln konnte, stellte der European Cup durch Umfang, Niveau und internationale Zusammensetzung eine besondere Herausforderung dar. Anfängliche Anspannungen am ersten Wettkampftag konnten schnell abgelegt und seine hervorragenden Leistungen abgerufen werden.

Die Turniertage in Varaždin waren lang und intensiv. Mit Einsatzzeiten von bis zu 15 Stunden verlangte das Turnier allen eingesetzten Kampfrichterinnen und Kampfrichtern ein hohes Maß an Ausdauer, Konzentration und Verlässlichkeit ab. Gerade unter diesen anspruchsvollen Bedingungen zeigte sich, wie wichtig Routine, Regelkenntnis und ein ruhiges Auftreten auf internationaler Ebene sind. Das Team der WAKO Deutschland zeigte über das gesamte Turnier hinweg erstklassige Leistungen.

Als Fazit aus seinem ersten European Cup hebt Köhler vor allem zwei Punkte hervor: die fachliche Weiterentwicklung durch die vielen Einsätze und den Austausch mit den internationalen Kolleginnen und Kollegen. „Besonders das Networking innerhalb des Kampfrichterteams ist für mich eine der wertvollsten Erfahrungen des Turniers gewesen“, sagte Köhler nach dem Turnier.

Der WAKO European Kickboxing Cup – Varaždin Open 2026 war für das Team der WAKO Deutschland zwar ein fordernder, aber wertvoller internationaler Einsatz. Die Leistungen in Varaždin unterstreichen, dass die WAKO Deutschland über ausgezeichnete Kampfrichterinnen und Kampfrichter verfügt, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen, sich anspruchsvollen Bedingungen zu stellen und sich auf europäischer Ebene weiterzuentwickeln.

Wer ebenfalls Interesse an einem internationalen Einsatz als Kampfrichterin und Kampfrichter hat, kann sich gerne bei Dennis Oberleiter ([email protected]) oder Tarek Stucki ([email protected]) melden.

Sechs Monate im Amt: Sportdirektor zieht positive Zwischenbilanz

Seit dem 1. Januar 2026 arbeitet Sportdirektor Niclas Hildebrand mit dem gesamten Team des Leistungssportpersonals daran, den Leistungssport der WAKO Deutschland strategisch und organisatorisch neu auszurichten. Nach einem halben Jahr fällt die Zwischenbilanz klar aus: Die Grundlagen für eine moderne, transparente Verbandsentwicklung und leistungsstarke Entwicklung der Athletinnen/Athleten sind gelegt.

Ein Schwerpunkt der ersten Monate lag auf der strategischen Neuausrichtung. Mit der Überarbeitung des Strukturplans 2026–2029 sowie der neuen Bundeskaderkriterien und Nominierungsrichtlinien wurden zentrale Leitplanken geschaffen, die den Verband langfristig stärken und zielgerichtet auf die European Games 2027 sowie die World Games 2029 vorbereiten. Parallel dazu wurden interne Abläufe modernisiert. Die Einarbeitung der neuen Leistungssportreferentin, die Optimierung der Kommunikationswege und die klare Aufgabenverteilung im Trainer- und Referententeam sorgen für mehr Effizienz und Professionalität. Auch die Maßnahmenplanung (JPL) und die Entwicklung bundeseinheitlicher Landeskaderkriterien wurden vorangetrieben.

Im Verwaltungsbereich wurden wichtige Förderprozesse erfolgreich umgesetzt: Der Zuwendungsantrag Leistungssportpersonal 2026/27 wurde fristgerecht eingereicht, der Verwendungsnachweise 2025 vollständig erstellt und Rückmeldungen des Bundesverwaltungsamts eingearbeitet. Diese Schritte sichern die finanzielle Stabilität des Leistungssportbereichs ab. Sportlich war das Trainerteam, der Chef-Bundestrainer und der Sportdirektor bei zahlreichen nationalen und internationalen Turnieren präsent – darunter der WC in Italien, die CISM-Meisterschaft und das BAKU-LV Turnier in Hammelburg, das Battle of Hamburg, die Century Open und die Deutschen Meisterschaften in Lünen. Die Wettkämpfe boten wertvolle Einblicke in Leistungsstände, Nachwuchsentwicklung und Trainingsqualität. Besonders der Nachwuchs zeigte eine starke Entwicklung und liefert wichtige Impulse für die kommenden internationalen Aufgaben.

Insgesamt waren die ersten sechs Monate geprägt von Vision, Strategie, organisatorischer Stabilisierung, administrativer Präzision und intensiver sportlicher Präsenz. Die geschaffenen Strukturen bilden eine solide Grundlage für die Weiterentwicklung des Leistungssports der WAKO Deutschland.

Kampfrichter-Team der WAKO Deutschland überzeugt beim Flanders Cup 2026

Der traditionsreiche Flanders Cup in Belgien gilt seit jeher als Klassiker unter den europäischen Turnieren der WAKO. In seiner diesjährigen Ausgabe vom 20. bis 21. Juni war die WAKO Deutschland nicht nur mit einer starken Anzahl an Athletinnen und Athleten vertreten, sondern entsandte auch ein fünfköpfiges Team mit einer Kampfrichterin und vier Kampfrichtern. Der Einsatz stand dabei ganz im Zeichen der langjährigen, engen Freundschaft zwischen den Kampfrichterinnen und Kampfrichtern in Belgien und Deutschland.

Das Team der WAKO Deutschland war sowohl auf der Tatami als auch im Ring vertreten: Maike Peth brachte einmal mehr ihre internationale Routine ein und leitete die diesjährige Delegation. Hüseyin Semerci und Patrik Gjocaj überzeugten durch ihre exzellente Ausbildung und Präzision beim Arbeiten und mit Nick-Anthony Dokuchayev konnte das internationale Parkett erneut großartigen Zuwachs aus Deutschland begrüßen. Im Ring konnte Rateb Hatahet durch seine freundliche und souveräne Art zeigen, wieso er seit so vielen Jahren ein sehr beliebter Kampfrichter ist.

Seit vielen Jahren pflegen die Kampfrichterinnen und Kampfrichter aus Belgien und Deutschland einen intensiven Austausch. Man unterstützt sich gegenseitig bei nationalen und internationalen Turnieren, teilt Best Practices und pflegt eine Kollegialität, die weit über das Sportliche hinausgeht. Der Flanders Cup bot erneut die perfekte Bühne, um diese gewachsene Partnerschaft zu feiern und weiter zu festigen.

Maike Peth, Mitglied des Bundeskampfrichter-Komitees fand nach dem Turnierwochenende lobende Worte für das Team: „Unser Team hat in Belgien eine erstklassige Leistung abgeliefert. Sowohl auf der Tatami als auch im Ring war das Niveau durchweg beeindruckend. Der partnerschaftliche Austausch mit den belgischen Kolleginnen und Kollegen war ein wichtiger Gewinn des Wochenendes. Solche Partnerschaften sind das Fundament für ein starkes und faires europäisches Schiedsrichterwesen und bieten die perfekte Grundlage für die Weiterentwicklung unseres deutschen Teams.“

 

Wer ebenfalls Interesse an einem internationalen Einsatz als Kampfrichterin und Kampfrichter hat, kann sich gerne bei Dennis Oberleiter ([email protected]) oder Tarek Stucki ([email protected]) melden.

Debüt von Beck, Hofmann und Semerci als Kampfrichter bei den YOKOSO Dutch Open 2026

Am 28. und 29. März 2026 fanden in Amsterdam die YOKOSO Dutch Open mit 1.269 Starterinnen und Startern auf sieben Tatamis und einem Ring statt.

Wie bereits im Vorjahr war die WAKO Deutschland mit insgesamt acht Kampfrichtern vertreten: Auf den Tatamis waren Dennis Oberleiter, Leon Ibrahim, Norman Beck, Tobias Hofmann, Hüseyin Semerci und Patrik Gjocaj als Kampfrichter im Einsatz, während Marco Schulze und Rateb Hatahet die Kämpfe im Ring betreuten. Bedauerlicherweise mussten Maike Peth, Lea Meyer und Tarek Stucki ihre Teilnahme kurzfristig absagen.

Für Norman Beck, Tobias Hofmann und Hüseyin Semerci stellte das Turnier in Amsterdam ihren ersten Einsatz als Kampfrichter bei den YOKOSO Dutch Open dar. Für Beck und Hofmann war das Turnier sogar das Debüt auf dem internationalen Parkett. Damit wächst auch das Team der Kampfrichterinnen und Kampfrichter der WAKO Deutschland, das künftig auf internationalen Turnieren im Ausland als Offizielle zum Einsatz kommt.

Wer ebenfalls Interesse an einem internationalen Einsatz als Kampfrichterin und Kampfrichter hat, kann sich gerne bei Dennis Oberleiter oder Tarek Stucki melden.

Erfolgreicher Abschluss der B-Lizenz Leistungssport

Mit dem letzten Ausbildungswochenende am 21. März konnte, unter Leitung des Funktionstrainers für Aus- und Weiterbildung Jimmy Iwinski, mit Unterstützung unseres Präsidenten Oliver Hahl die im Januar begonnene WAKO Trainerausbildung zur B-Lizenz Leistungssport erfolgreich abgeschlossen werden.

Die Ausbildung umfasste insgesamt 60 Unterrichtseinheiten (UE), in denen den Teilnehmern gemäß den Ausbildungsrichtlinien, in Theorie und Praxis alle für die
B-Lizenz Leistungssport relevanten Themenbereiche vermittelt wurden.

Schwerpunkte waren unter anderem, der langfristige Leistungsaufbau im Kickboxen, Trainings- und Leistungssteuerung, Mentaltraining, KI im Leistungssport KB, Coaching, Wettkampfanalyse, Leistungsdiagnostik, unsere Kickbox Disziplinen im internationalen Vergleich sowie Monitoring im Spitzensport unter dem Aspekt von Belastung und Regeneration.

Ein besonderer Dank geht an unsere kompetenten Referenten Marco Pultke (Mentaltraining) und Vincent Scharf (KI im Leistungssport).

Zusätzlich entwickelte jeder Teilnehmer als Hausarbeit ein schriftliches Konzept, über die Planung und Durchführung eines kickboxspezifischen Lehrgangs. Die Inhalte und Schwerpunkte der Hausarbeit wurden dann am letzten Ausbildungstag, in einem Kurzvortrag von ca. 45 Minuten mit anschließender Diskussion Präsentiert.

Die Absolventen Gassem Mitri, Huseyin Semerci, Martin Giebler, Andreas Mohr und Mario Wagner zeigten gute bis sehr gute Leistungen. Abdullah Cavus, Leonard Ademaj und Kenan Fejzic haben die Ausbildung mit Auszeichnung abgeschlossen.

Ein Teilnehmer konnte die Lizenz noch nicht abschließen, wird aber die versäumten Inhalte bei der nächsten Ausbildung nachholen.

Auch in diesem Jahr war ein besonders positives Merkmal der Ausbildung die gute Zusammenarbeit, sowie der rege Erfahrungs- und Informationsaustausch aller Absolventen untereinander. Aus diesem Grund, konnte innerhalb kürzester Zeit aus der Teilnehmergruppe ein funktionierendes Team entstehen.

Jimmy Iwinski
Funktionstrainer Aus- und Weiterbildung

Absolventen der B-Lizenz 2026

(v. l. Mario Wagner, Kenan Fejzic, Leonard Ademaj, Huseyin Semerci, Martin Giebler, Abdullah Cavus, Gassem Mitri, Andreas Mohr)

Fünfköpfige Kampfrichter-Delegation überzeugt beim Italian World Cup 2026

Vom 10. bis 15. März wurde Jesolo erneut zum Zentrum des internationalen Kickboxsports: Der Italian World Cup 2026, traditionell einer der größten Wettkämpfe im WAKO-Kalender, bildete den ersten World Cup des Jahres. Mit rund 4.300 Registrierungen erreichte das Event erneut eine beeindruckende Größenordnung und umfasste sowohl Tatami- als auch Ringdisziplinen.

Auch das deutsche Kampfrichterteam war in diesem Jahr so stark vertreten wie selten zuvor. Mit einer fünfköpfigen Delegation konnte Deutschland seine Präsenz im internationalen Geschehen weiter ausbauen. Im Ringbereich war Rateb Hatahet im Einsatz, während auf der Tatami Leon Ibrahim, Maike Peth, Patrik Gjocaj und Tarek Stucki das Team repräsentierten.

Auf einem Turnier dieser Größenordnung konnten unsere deutsche Kampfrichterin und ihre Kollegen, durch hohes Leistungsniveau, souveräne Entscheidungen und eine professionelle Ausstrahlung erneut überzeugen. Während Tarek Stucki, Leon Ibrahim und Rateb Hatahet bereits etablierte Größen im internationalen Kampfrichterwesen sind, konnten sich auch Patrik Gjocaj und Maike Peth weiter auf internationalem Parkett behaupten und ihre Position festigen.

Der Italian World Cup 2026 setzt damit nicht nur ein starkes sportliches Ausrufezeichen zum Jahresbeginn, sondern unterstreicht auch die kontinuierliche Entwicklung und wachsende internationale Anerkennung der deutschen Kampfrichterinnen und Kampfrichter.

Wer ebenfalls Interesse an einem internationalen Einsatz als Kampfrichterin und Kampfrichter hat, kann sich gerne bei Dennis Oberleiter oder Tarek Stucki melden.

Nachbesetzung im Amt der Athletensprecherin

Der Bundesfachverband für Kickboxen informiert über eine personelle Veränderung im Bereich der Athletenvertretung.

Nachdem Kiara Mager am 26. Februar von ihrer Funktion als Athletensprecherin zurückgetreten ist, wurde gemäß der geltenden Wahlordnung eine Nachbesetzung vorgenommen. Diese sieht vor, dass im Falle eines Rücktritts eines Mitglieds des Athletensprecherteams die verbleibende Athletenvertretung eine geeignete Person für die verbleibende Amtszeit benennen kann.

Auf dieser Grundlage wurde Stefanie Megerle als neue Athletensprecherin berufen. Sie übernimmt das Amt bis zur nächsten Mitgliederversammlung Anfang 2027.

Sie war bereits von 2022 bis 2025, gemeinsam mit der aktuellen Athletenvertretung, in dieser Funktion tätig. Durch diese bereits bestehende Zusammenarbeit ist eine eingespielte und vertrauensvolle Vertretung der Interessen unserer Athletinnen und Athleten gewährleistet.

Die Athletensprecherinnen vertreten die Anliegen der Sportlerinnen und Sportler gegenüber Verband und Gremien und sind wichtige Ansprechpartner für den Austausch zwischen Athletenschaft, Trainern, Referenten und Verbandsstrukturen.

Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit und darauf, gemeinsam die Interessen der Athletinnen und Athleten im Bundesfachverband für Kickboxen weiterhin engagiert zu vertreten.

Neues Trainerteam der WAKO Deutschland startet zum 01.03.2026

Mit dem Abschluss der Weltmeisterschaften im November 2025, hat das Präsidium alle Disziplin- und Funktionstrainerstellen im Eliten- und Erwachsenenbereich neu ausgeschrieben und zum 01.03.2026 neu besetzt.

Präsident Oliver Hahl freut sich über den Schritt:
“Nach dem Ende des letzten World Games Zyklus 2021-2025, wollten wir auch im Bereich der Disziplin- und Funktionstrainerinnen neue Impulse für die WAKO Deutschland setzen und frische Köpfe sowie Ideen ins Trainerteam holen. Nach der bereits erfolgreichen Besetzung des Sportdirektor- und Chef-Bundestrainers vor einigen Wochen, konnten wir mit der Besetzung die letzten vakanten Positionen im Leistungssportpersonal mit einer hohen Qualität besetzen. Damit haben wir Verlässlichkeit und Ruhe geschaffen, um die Athletinnen/Athleten des Bundeskaders bestmöglich zu unterstützen. Ich wünsche Brahim Triqui als Chef-Bundestrainer und seinem Team ganz viel Erfolg bei den anstehenden Herausforderungen.“

Alle neuen Bundestrainerinnen & Bundestrainer haben sich in einem mehrstufigen Bewerbungsverfahren durchgesetzt. Neben der schriftlichen Bewerbung, hat zunächst die Sportkommission ihre Empfehlungen ausgesprochen und der Chef-Bundestrainer anschließend Einzelgespräche geführt. Das Präsidium ist den Empfehlungen der Sportkommission und des Chef-Bundestrainers final gefolgt.

Sportdirektor Niclas Hildebrand ergänzt:
“Die Empfehlungen der Sportkommission waren für ein offenes und transparentes Verfahren wichtig. Es ist sehr wichtig, dass wir jetzt mit der inhaltlichen Arbeit für die Athletinnen/Athleten im Trainerteam unter der Führung von Chef-Bundestrainer Brahim Triqui loslegen können. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit dem neuen Team und darauf, dass übergeordnete Ziel der erfolgreichen Teilnahme der Athletinnen/Athleten an den World Games 2029 in Karlsruhe anzugehen.“

Chef-Bundestrainer Brahim Triqui führt aus:
“Ich bin von der Qualität in der Gesamtheit und von den einzelnen Trainerexpertinnen/Trainerexperten unseres neuen Trainerteams vollständig überzeugt. Es sind ältere/erfahrene bekannte und neue Kollegen sowie ganz neue Gesichter im Team dabei. Ich bin überzeugt, dass wir gemeinsam mit den Heimtrainerinnen/Heimtrainern und den Landesfachverbänden die Arbeit an und für die Kaderathletinnen/Kaderathleten qualitativ weiterentwickeln werden und die Ergebnisse, z.B. im K-1 Style kontinuierlich steigen werden. Eine erfolgreiche Weiterentwicklung braucht selbstverständlich Ruhe, Geduld und die nötige Zeit.“  

Mit der Neubesetzung der Disziplin- und Funktionstrainer unterstreicht WAKO Deutschland seinen Anspruch, die sportliche Entwicklung im Elitebereich strategisch weiterzuführen und den kommenden internationalen Herausforderungen mit einem geschlossenen und leistungsorientierten Team zu begegnen.

Die Vorstellung der einzelnen Disziplin- und Funktionstrainerinnen und -trainer erfolgt in den kommenden Tagen über die offiziellen Kanäle des Verbandes.

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