1. Oktober 2026
Nachbericht zur Jugend- und Junioren-Weltmeisterschaft 2026 in Jesolo
Die Jugend- und Junioren-Weltmeisterschaft (JWM) fand vom 19. bis 27. September
2026 in Jesolo, Italien, statt. Insgesamt wurden rund 3.800 Nennungen aus 78
Nationen verzeichnet. Das deutsche Team war mit 59 Athletinnen und Athleten
vertreten. Die Delegation wurde von Sportdirektor Niclas Hildebrand und Chef-
Bundestrainer Brahim Triqui angeführt. Zum Betreuungsstab gehörten die Disziplin-
und Funktionstrainer aller Disziplinen, zwei Physiotherapeutinnen (Carina
Scheidtweiler und Jasmin Patig) & die Leistungsreferentin Nina Stern. Das Team
reiste fast vollständig gemeinsam vom Flughafen Frankfurt nach Italien und trat auch
die Rückreise gemeinsam an.

Vorbereitung und Organisation
Die Vorbereitung sowie die abschließenden UWV-Maßnahmen in Sundern verliefen
planmäßig. Nach der Ankunft am Flughafen Venedig erfolgte der Transfer zur
Wettkampfhalle. Dort standen Registrierung, Medical Check und Waage auf dem
Programm. Anschließend bezog das Team das Hotel. Am Sonntag fanden die
Coach-Meetings und Auslosungen statt, bevor am Montag die Wettkämpfe
begonnen.

Betreuung und sportliche Leistungen
Während der JWM wurden die Athletinnen und Athleten durch den Trainer- und
Betreuungstab eng begleitet. Auch nach dem Ausscheiden aus dem Wettbewerb
blieb die Betreuung bestehen und die jeweiligen Leistungen wurden individuelle
ausgewertet. Die Abstimmung zwischen Athletinnen und Athleten, Trainerstab,
Leistungsreferentin, Sportdirektor und Chef-Bundestrainer erfolgte fortlaufend.
Dadurch konnten sportliche und organisatorische Fragen zeitnah bearbeitet werden.
Die sportlichen Ergebnisse waren stark unterschiedlich. Neben sehr guten
individuellen Leistungen der Athletinnen/Athleten zeigten sich auch Bereiche mit
weiterem Entwicklungspotenzial. Für die Nachwuchsathletinnen und -athleten bot die
JWM die Möglichkeit, internationale Wettkampferfahrung auf höchstem Niveau zu
sammeln und wichtige Erfahrungen auf dem Weg zum Elitebereich zu sammeln.

Weiterentwicklung
Die JWM war zugleich eine wichtige Standortbestimmung für die neue
Leistungsstruktur. Die umfassenden Erfahrungen aus Jesolo werden in die weitere
Arbeit einfließen. Für die zukünftige Entwicklung sind insbesondere eine strukturierte
Wettkampfvorbereitung, professionelle physiotherapeutische Betreuung, individuelle
Leistungsanalysen sowie Abschluss- und Entwicklungsgespräche von Bedeutung.
Ziel sollte es sein, die Athletinnen und Athleten langfristig und entsprechend ihrer
individuellen Entwicklung zu begleiten.

Fazit der sportlichen Leitung
Die JWM 2026 in Jesolo war eine wichtige internationale Erfahrung für das deutsche
Nachwuchsteam. Die gemeinsame Organisation und die Zusammenarbeit der
beteiligten Verantwortlichen ermöglichten eine einheitliche Betreuung der 59
Athletinnen und Athleten. Die in Jesolo gewonnenen Erfahrungen bieten eine
Grundlage, die bestehende Leistungsstruktur weiterzuentwickeln und die
Rahmenbedingungen für die zukünftige sportliche Entwicklung des deutschen
Nachwuchses weiter zu verbessern. Grundsätzlich geht es im Nachwuchsbereich
nicht um die einzelnen Medaillen, sondern um die individuellen Entwicklungen,
dennoch ist die Gesamtzahl an Medaillen auf einem guten Niveau – die Anzahl an
gewonnenen Finalkämpfen muss perspektivisch gesteigert werden. Eine ausführliche
Analyse mit dem Trainerteam wird zeitnah durchgeführt.
Übersicht der Medaillen:
Insgesamt erkämpften die Athletinnen/Athleten 21 Medaillen, davon 1*Gold, 7*Silber
und 13*Bronze.


