Unterwegs in Sachen Kickboxen bei den Sportaccord Combat Games 2010 in Beijing
Werner Soßna, Vizepräsident der WAKO war in seiner Eigenschaft als Weltvizepräsident der WAKO in Peking unterwegs. Grund waren die ersten Sportaccord Combat Games 2010 welche von der GAISF unter dem Deckmantel des olympischen Komitees in Peking ausgetragen wurden. Man kann die Sportaccord Combat Games als so etwas wie die olympische Spiele der Kampfsportarten bezeichnen. Außer der Sportart Kickboxen des WAKO Weltverbandes waren noch die Kampfsportarten Wushu, Aikido, Boxen, Judo, Kendo, Karate, Ju Jitsu, Muay Thai, Sambo, Sumo, Wrestling und Taekwon do vertreten. Da die Spiele Zeitlich auf knapp zwei Wochen begrenzt waren, musste die WAKO im Vorfeld aus ihren sieben Disziplinen festlegen mit welchen drei man an den Spielen teilnehmen wird. Man entschied sich für die Disziplinen Semi- und Vollkontakt sowie Lowkick. Ebenso mussten aus allen Gewichtsklassen für die Damen und Herren sieben ausgewählt werden um den zeitlichen Rahmen nicht zu sprengen. Qualifiziert waren die Sportler der Plätze eins bis vier der letzten WAKO Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr. Diese kämpften in der Olympia Sporthalle somit im Halbfinale am Freitag um den Einzug ins Finale und dann am Samstag um den dritten Platz sowie im Finale um den Sieg. Da die Sportart Kickboxen in der zweiten Woche stattfand, reiste die Deutsche Delegation am Sonntag bzw. Montag an. Aus Deutschland war neben Werner Soßna als offiziellen Vertreter der WAKO Deutschland auch noch Semikontakt Bundestrainer Daniel Händel und der Sportler Harald Schmidt aus Baden Württemberg in Peking vertreten. Dieser verlor seinen Halbfinalkampf in der Klasse -79 kg am Freitag gegen den Iren Robbie Mc Menamey knapp nach Punkten, konnte sich aber am Samstag mit einem Sieg über den Italiener Stelle Neri den dritten Platz sichern. Neben den Wettkämpfen fand sich noch genügend Zeit auch die Sehenswürdigkeiten der Stadt zu besichtigen. Natürlich reichte die Zeit nicht aus alles zu sehen, doch ein Besuch der verbotenen Stadt sowie der Mauer, dem Platz des himmlischen Friedens und des Olympiaparks waren schon möglich. Die deutschen Teilnehmer zeigten sich beeindruckt von Peking. Nicht nur wegen der Sehenswürdigkeiten, sondern auch wie die Sportaccord Combat Games organisiert waren. Sicherheitskontrollen am Eingang der Sporthalle, mehr als Zigtausend Hinweisfahnen an jeder der Straßenlaternen in Peking, sowie riesige Reklametafeln in und vor der Halle sowie in den Hotels in denen die Sportler und offiziellen untergebracht waren, zeugten von der Professionalität der Organisatoren. Ebenso war die Halle bei den Finalkämpfen fast ausverkauft und die Zuschauer sorgten für eine tolle Stimmung bei den Kämpfen. Die Wettkämpfe aller Sportarten wurden teils live im Fernsehen in China gezeigt. „Nun kann ich mir vorstellen, wie sich Sportler bei den Olympischen Spielen fühlen müssen“ war der Kommentar von Werner Soßna zu den Eindrücken welche in Peking auf in einwirkten.