Hall of Fame

In der "Hall of Fame" sollen all diejenigen Sportler und Funktionäre aufgenommen werden, die große Taten und Leistungen vollbracht und dadurch den Kickboxsport nach vorne gebracht haben. Ohne diese Persönlichkeiten würde es den Sport Kickboxen in dieser Form nicht geben. Wir wollen, dass die Daten der Kickbox-Pioniere von einst und heute nicht in Vergessenheit geraten.

An erster Stelle dieser Hall of Fame steht natürlich der Gründer der Sportart Kickboxen, Georg F. Brückner. Er ist der "Vater des Kickboxsports", und ihm ist es zu verdanken, dass der Sport in der heutigen Form betrieben werden kann. Er organisierte die ersten Veranstaltungen und bald fanden sich viele Anhänger dieser neuen Sportart. Brückner reiste durch ganz Europa und gab Lehrgänge und Seminare, um das Kickboxen nach oben zu bringen. Er war der Gründer der WAKO und veranstaltete auch die ersten Welt- und Europameisterschaften in Deutschland. Weiterhin entwickelte er bereits zu den Anfangszeiten des Kickboxens eine Schutzausrüstung, die noch heute höchsten Sicherheits- und Qualitätsstandard hält. Man kann ohne Übertreibung sagen, dass Georg F. Brückner es sich zur Lebensaufgabe gemacht hatte, Kickboxen zu verbreiten, was ihm auch gelungen ist. Er setzte immer wieder neue Akzente, die noch immer Gültigkeit haben und bis heute nicht grundlegend verbessert worden sind.

Er starb nach langer, schwerer Krankheit am 30. Dezember 1992 im Alter von 62 Jahren in seiner Heimatstadt Berlin.

Georg, wir werden Dich nie vergessen!!


Georg F. Brückner

"Vater des Kickboxens"
*30.07.1930 †30.12.1992

Der Tod, ob wir ihn erfahren oder nur die Angst davor?Ein Freund stirbt, und uns, die wir Ihn liebten macht die Todesbotschaft fassungslos. Sein Tod, mit dem so schnell niemand gerechnet hatte, ließ uns erkennen, wie unwiderruflich unser Leben ist - unwiderruflich im Gedächtnis der Lebenden.

Als Georg F. Brückner damals starb, hatte mich das zutiefst erschüttert. Damit war nicht nur ein Freund und Zeitgenosse von uns gegangen, sondern ein Mensch der für den Kickboxsport lebte. Ich persönlich habe Georg F. Brückner 1980 in London kennen und schätzen gelernt. In seinem Handeln war er stets darum bemüht den Kickboxsport nach vorne zu bringen, auch wenn er dafür aus verschiedenen Richtungen immer wieder heftig attackiert worden ist. Er überzeugte durch Aufrichtigkeit und Solidarität, wo andere durch Lautstärke und Ablenkungsmanöver versuchten zu beeinflussen. Selbst im Erfolg zeichnete Ihn eine dankbare Bescheidenheit aus. Weniger dachte er an persönlichen Ruhm und Reichtum, als an die selbstlose Unterstützung eine gute und sichere Schutzausrüstung herzustellen, um "Seinen Sport" noch attraktiver und sicherer zu machen. Dies begründete und festigte auch über die Landesgrenzen hinaus seinen noch wachsenden Ruhm.

Die ganze Tiefe und Größe seines Lebenswerkes wird sich erst in Zukunft würdigen lassen. Doch schon jetzt kann festgestellt werden, dass es ohne Ihn und seinen unermüdlichen Einsatz, das Kickboxen in dieser Form in Europa nicht geben würde. Selbst in den letzten Jahren, als er sich seiner Krankheit schon bewusst war, ließ er es sich nicht nehmen für den Kickboxsport tätig zu sein. Ich hatte Ihn zuletzt kurz vor seinem Tod bei einem Nationalmannschaftslehrgang in Köln gesprochen und er war wie immer voller Ideen das Kickboxen weiter nach vorne zu bringen.

Durch seine Leistung als "Vater des Kickboxens" hat Georg F. Brückner bereits heute einen Anspruch darauf einen Platz unter den Persönlichleiten des Sports unserer Gegenwart.

"Ein tiefer Schmerz bohrt sich in unsere Seele. Die Erinnerung aber spendet den Trost, einen aufrichtigen Freund erlebt zu haben. Ich bin stolz darauf Georg F. Brückner gekannt zu haben und bedauere all diejenigen, die Ihn immer falsch einschätzten"

Im Namen seiner vielen Freunde auf der ganzen Welt und auf das man Ihn nie vergessen möge

Werner Soßna ( Vizepräsident und Geschäftsstelle WAKO Deutschland e.V.)


Dr. Ludger Dietze

Dr. Ludger Dietze ist ein Mann der ersten Stunde. Zum Kickboxen kam Ludger im Jahr 1977 über das Taekwondo. Seinen ersten internationalen Einsatz im Kickboxen bestritt er 1979 bei der EM in Italien. 1983 in London wurde er Weltmeister im Semikontakt. Seinen Abschiedkampf bestritt Dr. Ludger Dietze 1986 beim Europacup in Warschau. Danach zwang ihn ein schweres Hüftleiden zur Beendigung seiner aktiven Laufbahn. Dennoch blieb er dem Kickboxen mit ganzem Herzen verbunden. Zum einem als Trainer in seinem Verein und zum anderen als Funktionär in der WAKO. Er wurde 1987 zum Bundestrainer im Semikontakt berufen. In Deutschland leitete er über acht Jahre als Präsident die Geschicke des Verbandes. Unter seiner Führung wurden in Deutschland eine Welt- und Europameisterschaft ausgetragen. Ebenso war er für die Einführung der Geprüften Sicherheit verantwortlich.

Auf Weltebene war Dr. Ludger Dietze von 1991 bis zum Jahr 2000 als Vizepräsident tätig. Der Allrounder, der insgesamt fünf Sprachen perfekt spricht, trat immer sehr bescheiden auf und hasst nichts mehr als Streit, was man in seiner Gutmütigkeit immer wieder spüren konnte. Ihm wurde die Ehrenpräsidentschaft der WAKO verliehen.
Für seine großartigen Erfolge und Taten, sowie seine unermüdliche Einsatzbereitschaft, sei es materiell als auch ideell danken wir Ludger und hoffen, dass sein Einsatz nicht in Vergessenheit gerät.


Ferdinand Mack

*26.12.1959

Begonnen hat der Ausnahmeathlet im Alter von 16 Jahren mit dem Karate. Bereits zwei Jahre später bestritt er die ersten Wettkämpfe im Semikontakt Kickboxen. 1978 wechselte er dann zu der Domäne, die ihn später von Erfolg zu Erfolg führte, nämlich zur Königsdisziplin, dem Vollkontakt Kickboxen. In Mailand wurde er ein Jahr später bereits Europameister und im gleichen Jahr in Tampa (USA) Weltmeister in seiner Klasse. Zur damaligen Zeit fanden in einem Jahr noch Welt- und Europameisterschaften statt. erst später wechselte man zum zweijährigen Turnus. Insgesamt wurde Ferdinand Mack vier Mal Europameister und vier Mal Weltmeister der Amateure. 1988 wechselte er ins Profilager und wurde im gleichen Jahr in Mannheim  Europameister der PKO, dem damaligen Profiverband der mit der WAKO zusammenarbeitete. Weltmeister der PKO und  Intercontinental Champion der ISKA wurde Ferdinand 1991. Er verteidigte all seine Profititel mehrmals erfolgreich.

Aber nicht nur als aktiver Kämpfer stellte er seine Dienste dem Kickboxen zur Verfügung, sondern auch als Verbandsfunktionär steckte er seine ganze Kraft und Energie in den Sport. Ferdinand war von 1987 bis 2011 als Bundestrainer im Vollkontakt Kickboxen tätig. Auch in dieser Tätigkeit kann er auf zahlreiche Welt- und Europameister welche er auch bei seinen Lehrgängen mitgeprägt hat zurückschauen. Selbst nach seiner Hüftoperation kann er das Kicken nicht lassen. Er hat ein Buch über das Kickboxen geschrieben, dass wertvolle Tipps sowohl für Anfänger, Fortgeschrittenen als auch für Trainern enthält.


Peter Zaar

*17.03.1957

Peter Zaar, ein Mann für den die Tugenden Ehrlichkeit, Verlässlichkeit, Gerechtigkeit, Freundschaft, Disziplin, Respekt und Anerkennung nicht nur leere Worte sind, sondern ein Teil seines Lebensinhaltes. Er versucht, all diese Eigenschaften an seine Schüler weiterzugeben. Er ist korrekt und 100 %ig zuverlässig. Begonnen hat er in den 70er Jahren mit dem Kickboxen in Köln. Unter Anleitung von Georg F. Brückners Schüler Gustav Baaden begann er seine Kickboxkarriere in der er vier Deutsche Meistertitel im Leicht - und Semikontakt erkämpfte. Von der Fachpresse wurde Zaar als Favoritenkiller bezeichnet, da er, obwohl er nie an Welt- oder Europameisterschaften teilnahm, doch mehrere Welt- und Europameister schlug.Seit 1990 ist Peter Zaar Bundestrainer im Leichtkontakt Kickboxen. Im letzten Jahrzehnt avancierte er zum erfolgreichsten Trainer Deutschlands, ja sogar Europas. Unzählige Deutsche-, Europa- und Weltmeister wurden in der Talentschmiede Zaar produziert. Der große Erfolg seiner Schüler und das immer wieder bekundete Interesse anderer Trainer hat ihn dazu bewogen ein Buch über Kickboxen zu schreiben. Es wurde daraus das wohl ausführlichste Werk im Bereich von Kickbox Trainingsbüchern, welches nicht nur für Trainer ein nicht mehr wegzudenkendes Leitwerk sein sollte. Seit 1990 modifiziert Peter Zaar federführend das Prüfungsprogramm der WAKO Deutschland als Schnittstelle zum Wettkampf. Seit 1996 ist er für die Trainerausbildung der WAKO Deutschland federführend.

Peter Zaar war zusammen mit Werner Sossna die letzten Jahre Coach der Kickboxlegende Ferdinand Mack. Der Vater von zwei Söhnen wurde 1999 zum Präsidenten der WAKO Deutschland gewählt. Die Entscheidung, das Amt als Präsident zu übernehmen, wurde zunächst aus der Not heraus geboren, nachdem sich niemand zur Wahl stellte um nach Ludger Dietze Verantwortung zu übernehmen. Hier zeigte Peter Zaar wieder einmal Zivilcourage und Verantwortung und übernahm diesen schwierigen Posten. Im nachhinein stellte sich diese Lösung für die WAKO als da Beste heraus was dem Verband zu dem Zeitpunkt hätte passieren können. Unter seiner Regie ging es wieder Aufwärts mit dem angeschlagenen Schiff.

Die jahrelange erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem IAT Leipzig wurde von Peter Zaar und Dr. Michael Bastian ins Leben gerufen. Hier wurde auch in Kooperation die Semi Spezifische Komplexe Leistungsdiagnostik ins Leben gerufen. Ein Jahrzehnt als Weltkampfrichter brachten Zaar weitere internationale Anerkennung.
Peter Zaar betreibt nicht nur Kickboxen, Peter Zaar lebt das Kickboxen. Möge er dem Sport noch lange erhalten bleiben.


Werner Sossna

*07.12.1956

Im Jahr 1979 begann Werner Sossna mit dem Kickboxen. Nachdem er selbst Erfolge verbuchen konnte, entschied er sich nach langer Überlegung seine Laufbahn als Kämpfer zu beenden. Durch die Doppelbelastung als Trainer und Kämpfer litt seine eigene, wie auch die Form seiner Kämpfer. So entschloß er sich schweren Herzens für den Trainerjob, um seinen Talenten die Möglichkeit zu geben durch eine gute Betreuung das Optimale zu erreichen. Im August 1981 legte er vor dem Prüfungsausschuss des damaligen Bayerischen Amateur Kickboxverbandes die Prüfung zum 1.DAN Sportkarate ab. In den kommenden  Jahren arbeitete sich Werner Soßna vom Vereinstrainer über den bayerischen Landestrainer zum Bundestrainer im Vollkontakt hoch. Von 1988 bis 2009 teilte er sich das Amt mit Ferdinand Mack, bevor er aufgrund seines Posten als Weltvizepräsident vom Amt des Bundestrainers zurück trat. In den Jahren als Kämpfer und Trainer kann er auf viele Erfolge zurückblicken. Seine größten Erfolge als Betreuer feierte er mit dem vierfachen Welt- und Europameister Ferdinand Mack aus Mannheim. Bei seinen Erfolgen wurde dieser vom Höchstadter betreut und wusste diese Betreuung zu schätzen, denn auch als er ins Profilager wechselt, stand Werner Soßna weiterhin in seiner Ecke. In seiner Zeit als Bundestrainer der WAKO Deutschland konnte er auch mit der Nationalmannschaft etliche Erfolge feiern.

Im Jahr 1991 wählten ihn die Mitglieder der BAKU e.V. in das Amt des Vizepräsidenten, das er bis Anfang 2014 Ehrenamtlich ausübte. Er übernahm gleichzeitig die Geschäftsstelle. Im Jahr 1997 übernahm er auch die Bundesgeschäftsstelle und ist beim Bundesverband als Vizepräsident tätig.  In den darauf folgenden Jahren versuchte er durch seine Tätigkeit als Geschäftsführer und Vizepräsident der BAKU e.V. den Sport nach vorne zu bringen, und die erreichte Anerkennung der BAKU e.V. innerhalb des BLSV ist auch ein Verdienst des Höchstadters. Er erwarb die Trainer B-Lizenz des deutschen Sportbundes und den F-Übungsleiterschein des BLSV. Im November 1999 wurde er zum Vizepräsidenten des Weltverbandes gewählt um kann somit die Interessen Deutschland optimal vertreten. Vom Rumänischen Kickboxverband wird ihm der Titel "Ehrenpräsident des Rumänischen Verbandes" verliehen. Im Sommer des Jahres 2001 nahm er an der Ausbildung zum höchsten Traineramt im Amateurboxen teil. Er legte unter den Augen von Bundestrainer Helmut Ranze die Prüfung zum A-Boxtrainer ab.

Heute ist er eine Persönlichkeit im Kickboxsport und seine Meinung wird in Kickboxkreisen im In- und Ausland sehr geschätzt. Laut WAKO Präsident Peter Zaar ist Werner Sossna  für das deutsche Kickboxen unentbehrlich.


Peter Harbrecht

Er ist eine Kickbox Legende. Der erste WAKO Weltmeister im Vollkontakt und Vorbild für viele Kampfsportler.

Peter Harbrecht erzielte seine Erfolge durch einen kompromisslosen und technisch Brillanten Kampfstil, der gepaart war mit einer ungeheuren Schlagkraft in Fäusten und Füßen. Mit harten Kombinationen, eisernem Willen, großer Disziplin, ja fast mathematischer Präzision, Logik und Ästhetik dominierte er das Kampfgeschehen von  1977 – 1979. Seine Sportliche Bilanz ist äußerst beeindruckend, vor allem wenn man bedenkt das er sich mit nur 22 Jahren vom aktiven Kampfsport zurück gezogen hat. Es begann im Frühjahr 1973, Peter Harbrecht wurde von seinem Bruder Hans zum Karate Training mitgenommen. Nach nur zwei Jahren stellten sich die ersten Wettkampferfolge ein. Großen Anteil daran hatte sein Bruder Hans der als Diplomsportlehrer  ein systematisches, auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basierendes Trainingskonzept für Peter zusammenstellte. Von diesem Training profitierten später auch andere deutsche Spitzenkämpfer, als Hans Bundestrainer der WAKO wurde. Teile dieser Konzepte hat  Peter Zaar in sein hervorragendes Kickbox Lehrbuch einfließen lassen. Vom traditionellen Karate über das Semikontakt kam Peter schließlich zum „Vollkontakt-Karate“, wie es zur damaligen Zeit hieß. Er begründete den Wechsel zum Vollkontakt so: „Hier kann man sein Können zeigen, ohne dass die Launen von Punktrichtern so großen Einfluss auf das Resultat haben. Besonders wenn man durch K.O. gewinnt. Nach diesem Prinzip gestaltete er seine Kämpfe. Wenn er sie nicht durch K.O. gewann, war seine Überlegenheit so klar das kein Zweifel an seinem Sieg aufkommen konnte. Der schnellste K.O. gelang ihm mit einem Halbkreiskick zum Kopf, bei der Europameisterschaft 1978, gegen den Schweden Bo Lind in nur 6 Sekunden, obwohl dieser die Deckung am Kopf hatte.

Peter Harbrecht blieb in den 50 Kämpfen seiner Laufbahn unbesiegt. Er wurde im Halb-Mittelgewicht bis 74 Kg 3x Deutschen Meister, 3x Europameister und 1x Weltmeister. Das war 1978 in Berlin. In der Deutschlandhalle vor einer großen Kulisse von 8000 begeisterten Zuschauern fand die 1. Weltmeisterschaft der WAKO statt. Verantwortlich für diese erfolgreiche Veranstaltung waren Georg F. Brückner und der damalige Weltpräsident Mike Andersen. Peter Harbrecht besiegte in einem grandiosen Kampf den Amerikaner Harold Roth, der in der 2. Runde nur knapp einem K.O. entging. Nach dem Gewinn des 3. Deutschen Meistertitel 1978, den er trotz Trümmerbruch am rechten Daumen gewann, beendete Peter mit 22 Jahren zu Gunsten seiner Beruflichen Laufbahn seine einzigartige Sportliche Kariere.

Mit der Konsequenz die ihm im Sport zu eigen war, hat er sich im Laufe der Jahre bei  Mercedes Benz vom Automechaniker in die Führungsebene vorgearbeitet. Dem Kampfsport ist Peter Harbrecht treu geblieben. Er hat im Laufe der Jahre sein Repertoire an Kampftechniken immer wieder weiterentwickelt und verändert. Trotz einiger gesundheitlicher Probleme trainiert er wenn es seine Zeit zulässt immer noch in seinem alten Verein Budo-Do-Tameshi in Darmstadt.


Peter Kruckenhauser

Peter Kruckenhauser begann 1978 , durch Bruce Lee Filme inspiriert, mit dem Taekwondo. Zu diesem Zeitpunkt wurde viel über das neue All - Style - Karate diskutiert und bereits 1979 wechselte er ins All - Style - Karate. (später Kickboxen) In den darauf folgenden Jahren verbuchte er europaweite Erfolge im Semikontakt  als mehrfacher österreichischer Meister; mehrfacher internationaler Meister, dreifacher Europacupsieger und 3facher Grand Champion. Als Mitfavorit für die legendäre WM in München, erlitt er bei einem Turnier einen komplizierten Handbruch und musste sich einer OP unterziehen, und somit war er als Zuschauer degradiert. Peter Kruckenhauser konnte als einer der ersten in Österreich  auch Erfolge in der neuen Disziplin, Leichtkontakt-Kickboxen verbuchen. Sein Verein den 1984 gegründet hat, zählte zu den erfolgreichsten in Österreich. Sein Meisterschüler war sein Bruder und Freund Michel Kruckenhauser,  der WAKO Europa- und Weltmeister wurde und zweimal den WAKO Pro Welttitel erkämpfte. Seit 1995 ist Peter Kruckenhauser Präsident der WAKO Österreich und eines seiner Ziele wäre eine Vereinigung der Kickboxverbände mit denen er bis heute gute Kontakte pflegt. Auf Grund seines Einsatzes für das Kickboxen wurde ihm der 5 Dan verliehen.

Dem Kampfsport verschrieben, machte er sich sein Hobby zum Beruf und gründete 1992 die Firma Budoland, die er durch die Übernahme der Marken HAYASHI und TOP TEN sowie durch unermüdlichen Einsatz und Willen zum Global Player ausbauen konnte. Ein weltweites Vertriebsnetz wurde aufgebaut und Peter Kruckenhauser konnte  u. a. den WAKO Begründer und Vater des Kickboxen, Mike Anderson als USA Vertriebsmann und Freund gewinnen. Seit Jahren gilt Peter Kruckenhauser auch als Sponsor von großen Events und hervorragenden Sportlern aus allen Bereichen des Kampfsports.


Andreas Lindemann

*1960

Andreas begann 1974 im Alter von 14 Jahren mit dem Kampfsport. Der leidenschaftliche Sportler, der für den Kampfsport lebte wie kaum ein anderer, trainierte schon in jungen Jahren mit sehr viel Disziplin, Ausdauer und Fleiß. 1976 wurde Andreas deutscher Jugendmeister. Einen seiner größten Erfolge feierte der damals 19jährige auf der WM in Tampa/Florida. Dort wurde er Einzel- und Mannschaftsweltmeister im Semikontakt Kickboxen. Mit dem damaligen German Power Team, in de sich die besten Kämpfer Deutschland befanden, sammelte Andreas immer mehr internationale Erfahrung. In seiner Paradedisziplin Semikontakt wurde er 15 Mal deutscher und internationaler deutscher Meister, zweimal Europacup Sieger und einmal Vizeweltmeister.

Doch das Allroundtalent konnte sich auch im Voll- und Leichtkontakt und bei den Formen  mehrere deutsche Meistertitel erkämpfen. Aufgrund seiner herausragenden sportlichen Leistungen wurde ihm 1995 das Amt des Bundestrainers im Semikontakt Kickboxen erteilt. In der Zeit von 1995 - 1998 leistete er in seiner Tätigkeit als Bundestrainer hervorragende Arbeit

Der Träger des dritten DAN eröffnete 1990 ein Fitnessstudio in Bad Nauheim. 1995 absolvierte Andreas sein Diplom Fitnesstrainer und Aerobic A-Trainerschein. Seit 1997 ist er Ausbilder bei Lead international for Fitness and Health. Andreas hat dem Sport viel gegeben und war immer eine Vorbildfunktion für die jungen Sportler. Auf diesem Wege alles gute für die Zukunft.


Birgid Sasse

Birgid Sasse, 3-fache WAKO Weltmeisterin und 3-fache Tae Kwon Do Weltmeisterin, ist mit Sicherheit Deutschlands erfolgreichste Leichtkontakt Kickboxerin und Taekwondo Kämpferin aller Zeiten. 1981 begann Birgid Sasse unter der Trainerlegende und einem der ersten Vollkontakt Kämpfer Deutschlands - dem Bundestrainer des ITF Tae Kwon Do - Ung Kim Lan mit dem Kampfsport. Noch heute trainiert Birgid bei ihrem Trainer in der Dortmunder Schule Budokan. Ihre Erfolgstrainer Sind: Ung Kim Lan, sowie die WAKO Bundestrainer Peter Zaar und Ferdinand Mack. In der WAKO gewann Birgid von 1985 - 2001 insgesamt 10 Deutsche Meister Titel im Semi- und Leichtkontakt Kickboxen, sowie zwei Internationale Deutsche Meisterschaften. Birgid Sasse gewann folgende Weltmeisterschaften der WAKO: 1993 in der Klasse -65 kg in Atlantic City/USA, 1994 in der Klasse -65 kg in Venedig/Italien den der WAKO Pro und 2001 in der Klasse -70 kg in Maribor/Slowenien. Daneben gewann Birgid unzählige Bronze und Silber Medaillen bei Europa-, Welt- und Internationalen Meisterschaften. Birgid's Erfolge sind umso erstaunlicher, wen ihre Lebensgeschichte genauer erforscht wird.

1983 erlitt sie bei einem Autounfall einen beidseitigen Beckenringbruch und Lendenwirbelquerfortsatzabriss bei dem sie bei einem acht Wochen dauernden Krankenhausaufenthalt ans Bett gefesselt war. Durch ihren Siegeswillen konnte sie sich trotz schwerer Krankheit, Belastung durch Beruf, Familie und Babypausen immer wieder aufraffen und ihre Träume und Visionen wahr werden lassen. 1984 bestand Birgid Sasse die Prüfung zum 1. DAN. 1995 kam ihr erste Tochter Kristin und 1997 ihre zweite Tochter Nicole auf die  Welt . Dazwischen und danach nahm sie immer wieder ihr Training auf und startete erfolgreich auf Europa- und Weltmeisterschaften.

Ihr Ehemann Klaus Sasse der ebenfalls Schüler von Ung Kim Lan ist, unterstütze all die Jahre seine Familie. Doch ohne den unerschöpflichen Siegeswillen von Birgid und ihrem ewig motivierenden Trainer Lan wären ihre Erfolge niemals so präsent gewesen. Birgid Sasse "lebt" ihren Sport und erlernt im Moment eine völlig neue Sportart - das Westernreiten - und trainiert  das klassische Boxen. Lassen wir uns überraschen, welche neuen Gipfel Birgid in Zukunft noch erklimmen mag.


Gustav Baaden

*13.08.1941

Mit Gustav Baaden verbindet man heute über 48 Jahre Kampfsporterfahrung. Der gebürtige Berliner  ist ein Pionier der ersten Stunde der WAKO – Deutschland.

Bereits 1953 trainierte er im Charlottenburger Box – Club, bevor er 1962 in die bekannte Sportschule von Georg F. Brückner in Berlin wechselte. Unter Georg F. Brückner lernte er Taekwon Do und Selbstverteidigung. 1974 holten Georg F. Brückner und der aus Florida stammende Mike Anderson die US Elite des Sportkarate wie Bill Wallace, Jeff Smith, Joe Lewis, Gordon Franfs und den Mexikaner Ramiro Guzman nach Berlin. Sowohl Brückner als auch Gustav Baaden ließen sich von der  neuen Kampfsportart Full und Semikontakt Karate überzeugen. Anfang 1976 zog Gustav Baaden mit seiner Frau Evelyne und Sohn Rene nach Köln. Dort eröffnete die Familie eine Fitness und Kampfsportschule, die erste in Raum Köln.

1977 gründeten Georg F. Brückner und Gustav Baaden in Berlin gemeinsam mit Jochen Böckmann, Peter Blankenburg, Gerd Lemmens und Mike Anderson die WAKO –Germany. Schon 1979 gründete Gustav Baaden dann die WAKO – NRW, die sich durch seinen unermüdlichen Einsatz schnell zu den größten Landesverbänden im Kickboxen entwickelte. Gustav Baaden gehörte zu den ersten Weltkampfrichtern mit einer A – Lizenz im Kickboxen. 1979 kam er dann auch bei der zweiten WM in Florida/USA zum Einsatz. Heute kann Gustav Baaden auf eine unglaubliche und kaum vergleichbare Erfolgsgeschichte zurückblicken. Seine Sportschule, die erfolgreichste Deutschlands, stellt fünf Weltmeister und zahlreiche Deutsche Meister. Sein Sohn Rene Baaden wurde 5x Deutscher Meister und Europameister. Sein Schüler Peter Zaar, heute Präsident der WAKO-Deutschland, besiegte in seiner aktiven Zeit mehrere Welt- und Europameister. Gemeinsam mit Sohn Rene führte er Jean Marc Koumba zum Titel des Weltmeisters der Amateure und der Profis. Koumba wurde zudem Profi-Europameister. Weiterhin erkämpfte sich Schüler Frank Schmidt 1993 den Titel des Weltmeisters.

Weitere große Erfolge erzielten Gustav und Rene mit Trainer Peter Zaar. So wurde Hülya Sahin 1998 Profi-Weltmeisterin, Martin Albers erkämpfte die Weltmeisterschaft 1999 und wurde dreimal Europameister. Marc Frantzen holte den Weltmeistertitel 2002 und Melanie Hahn wurde Weltmeisterin der Juniorinnen.Auch in Zukunft will Gustav Baaden mit seiner Sportschule für Aufsehen in der Kickboxszene sorgen. Sein Trainerteam ist hochwertig ausgestattet. Peter Zaar ist heute Bundestrainer im Leichtkontakt und Rene Baaden ist Bundestrainer der Junioren.

Deine Familie, Frau Evelyne Baaden, Sohn Rene Baaden mit Frau Senada und Enkelchen Layla wünschen dir ebenso wie alle WAKO-Sportler viel Gesundheit und Glück.


Rüdiger Hermann

*08.06.1965  †02.07.2006

Am Sonntag, dem 2. Juli 2006 ist der Gelsenkirchener Rüdiger Hermann im Alter von 41 Jahren überraschend an Herzversagen gestorben. Rüdiger Hermann war jahrelang Mitglied der Nationalmannschaft im Leichtkontakt-Kickboxen. Er war Jugend-Landestrainer von NRW. Noch auf der Deutschen Meisterschaft in Siegen haben wir miteinander gesprochen und gelacht. Niemand hätte damals an den Tod gedacht. Doch hier kann man wieder einmal sehen, wie schnell und unerwartet es jeden von uns treffen kann. Trainer, Funktionäre, Sportler und Freunde, alle waren geschockt, als sie die Nachricht von dem unerwarteten Tod Rüdigers erfahren haben. Rüdiger Hermann war in seinem Heimatverein, dem Polizei SV Gelsenkirchen Trainer, Kassier und Abteilungsleiter. Auch als Kämpfer war er immer noch aktiv zugange. Mit 15 Jahren hat Rüdiger mit dem Kampfsport, damals noch mit Teakwon-Do begonnen.

Ab 1990 wechselte er zum Kickboxen in die WAKO Deutschland. Er kämpfte in den Disziplinen Semi-, Leicht- und Vollkontakt. Rüdiger wurde 12 mal Landesmeister von Nordrhein-Westfalen im Leichtkontakt und 3 mal Landesmeister im Semikontakt. Weiterhin wurde er 2 mal Deutscher und 4 mal Deutscher Vizemeister im Leichtkontakt. Auf Grund dieser Leistungen wurde er von Bundestrainer Peter Zaar auch in den Kader der Deutschen Nationalmannschaft berufen, für die er auch auf der Europameisterschaft die deutschen Farben in Ehre getragen und bestens vertreten hat. Bis zum Schluss war Rüdiger als Trainer erfolgreich. Vor allen Dingen widmete er seine Energie, sein Wissen und seine Erfahrung dem Nachwuchs in der Jugendarbeit. Auch als Kampfrichter war er auf Landes- und Bundesturnieren immer wieder mit Super-Leistungen zu sehen. Er versuchte, dies war nun mal seine Art, es jedem Recht zu machen und die Dinge immer im Guten zu lösen. Eine Tugend, die leider in unserer Ellenbogengesellschaft kaum oder gar nicht mehr zu finden ist.

Das Präsidium der WAKO Deutschland mit Peter Zaar, Werner Sossna, Bernd Reichenbach und Michael Wübke, sowie alle Kickboxer die ihn kannten, werden ihn nicht vergessen. Wir werden Ihm ein ehrendes Andenken bewahren.


Michael Kuhr

*1962

Wir schreiben das Jahr 1974. Im Alter von nur 12 Jahren - fasziniert von Kung Fu Filmen der alten Schule - betrat Michael zum ersten Mal ein Kampfsportstudio, das Sportstudio Blankenburg in der Luxemburger Straße in Berlin Wedding. Er wollte TAE-KWON-DO lernen. Da es keine gesonderten Kindergruppen gab, wagte er mit dem ihn noch heute auszeichnenden Selbstbewusstsein den Schritt in die Gruppe der "Großen". Sehr schnell wurde Michaels außergewöhnliches Talent vom Trainer P. Blankenburg erkannt und zielgerichtet gefördert. Michael brachte zudem alle Voraussetzungen eines leistungsorientierten Sportlers mit: permanenten Fleiß, höchste Disziplin, höchstes Lern- und Auffassungsvermögen, Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Kämpferherz und unbändigen Ehrgeiz.

Charakterzüge, die auch heute noch den Grundstein für dauerhaften Erfolg legen. Von Anfang an war Michael mit Begeisterung dabei. Er wurde in der Klasse bis 57 kg auf Anhieb Berliner Meister und wiederholte diesen Erfolg Jahr für Jahr, bis er ungeschlagen die Semi-Contact Turniere in Berlin hinter sich ließ. Seine erste wirkliche Bewährungsprobe stand dann mit nur 16 Jahren bevor: die Deutsche Meisterschaft im Full-Contact Kick-Boxen. Als jüngster Teilnehmer schaffte er das Unglaubliche: nach drei harten Kämpfen stand fest, jüngster Deutscher Meister der Senioren bis 57 kg war Michael Kuhr – der bis dahin größte Triumph in seinem jungen Kämpferleben.  
Diesen Erfolg konnte Michael noch 9-mal wiederholen. Im Jahr 1979 wurde er bei den Weltmeisterschaften in Florida als 17-Jähriger Vize-Weltmeister. Nur ein Jahr später sicherte er sich bei der EUROPAMEISTERSCHAFT den Titel. Wieder ein Jahr später wurde er WAKO Amateur-Weltmeister.

Später wechselte er ins Profilager. Schnell gewöhnte sich Michael an die neue Rundenanzahl, die damit verbundene Konditionsumstellung, die härtere Gangart im Profigeschäft und die steigende Zahl der sportbegeisterten Zuschauer: In allen vier seinerzeit existierenden Profi Verbänden (WAKO-PRO, PKO, ISKA und IKBF) wurde Michael Weltmeister.

Damit ist Michael bis heute Deutschlands erfolgreichster Leichtgewicht Full-Contact-Kick-Boxer – zigfacher Berliner Meister – 10-facher Deutscher Meister – 4-facher Europa Meister und 5-facher Weltmeister, davon viermal Profi-Weltmeister (1990-1993).


Peter Blankenburg

* 28.11.47

Nachdem er mehrere Jahre mit Judo (Berliner Judo Freunde) und Boxen (Hertha BSC) verbracht hatte fand er 1965 zum Sportstudio Brückner um beim Georg Brückner Tae Kwon Do zu lernen. Außer Georg Brückner gehörten zu seinen Trainern Park Jong Soo, Johny Kuhl (ein Berliner der in New York lebte), Fred Wren  und natürlich Mike Anderson der oft in Berlin beim G. Brückner war. Mitte der 70er Jahre, Peter Blankenburg hatte mittlerweile sein eigenes Kampfsportstudio,  der freundschaftliche Kontakt zum Brückner ist nie abgebrochen, folgte er gerne der Einladung zu Gründung eines Verbandes der eine neue Sportart Deutschland-, Europa- und Weltweit organisieren sollte. Die WAKO und das Kick Boxen waren geboren. Peter Blankenburg war nicht nur Mitgründer sondern auch jahrelang Geschäftsführer der WAKO Germany und Präsident der WAKO Berlin. Bei den meisten Turnieren die in Berlin und Deutschlandweit stattfanden stand er als Organisator seinem Freund G. Brückner zur Seite.


Klemens Willner

* 11.10.1965

Eiserner Wille, Disziplin und vor allem seine menthale Stärke machen Klemens Willner so erfolgreich. Denn wo einige seiner Konkurrenten pure Muskelkraft einsetzen, kämpft Willner vor allem mit dem Kopf. Die Faszination und Begeisterung für den Kampfsport packt Klemens schon früh. (Und sicher hat der beeindruckende Bruce Lee seinen Teil dazu beigetragen.) Kickboxen ist für Willner eine der ehrlichsten Sportarten, der verborgene Stärken freisetzen kann. Von Beginn an steht für ihn das Ziel Weltmeister zu werden. Konsequent verfolgt er seinen Traum und nimmt unterschiedliche Jobs an, um sich eine professionelle Ausbildung zum Kickboxer finanzieren zu können. Mit 13 Jahren beginnt er in Berlin bei Georg F. Brückner mit dem Training und bereits nach einem Monat legt er seine erste Gürtelprüfung ab. Um dem talentierten jungen Mann bessere Chancen und vor allem Kämpfe zu ermöglichen, schickt Brückner ihn ins Studio zu seinem Freund Peter Blankenburg. 1983 tritt Klemens zu seinem ersten Vollkontaktkampf an. Die weiteren Stationen seiner sportlichen Karriere sind bekannt: 5 x Deutscher Meister und Europameister. Im Jahr 1991 wird er Weltmeister im Kickboxen und verwirklicht damit sein Ziel, das ihn von Beginn an zu sportlichen Höchstleistungen treibt. 1993 beendet Willner seine Wettkampflaufbahn. Er gehört zu den Glücklichen, die ihre Berufung und ihre Leidenschaft auch zum Beruf machen können.

Nach der Ausbildung zum Fitness-Fachwirt eröffnet der gebürtige Berliner 1994 sein erstes Sportstudio in Brandenburg an der Havel. Er ist ausgebildeter Trainer für Prävention und Rehabilitation und selbstverständlich für Kickboxen. Als Geschäftsführer des Sport-Studio Silence  führt Klemens Willner heute ein Unternehmen mit acht Mitarbeitern, das den hohen Ansprüchen seiner Mitglieder und vor allem seinen eigenen gerecht wird. Geradlinig, diszipliniert und mit dem Kopf arbeitet er immer noch wenn es um seine Ziele und Überzeugung geht. Dazu gehört auch das Übernehmen von sozialer und gesellschaftlicher Verantwortung. Klemens Willner ist u. a. Ausbilder für den Beruf Sport- und Fitnesskaufmann, Mitglied der Prüfungskommission der IHK und seit 2009 Schöffe beim Jugendgericht Brandenburg an der Havel. Neben seinem beruflichen und sozialen Engagement zählt für Klemens Willner aber vor allem die Familie. Seine Frau Ramona und er sind glückliche und leidenschaftliche Eltern der beiden Töchter Josephine und Paula.


Michael Wübke

*01.11.1965

Der Ausnahmesportler Michael Wübke hat auch nach seiner erfolgreichen Karriere im Kickboxen sein Leben mit großer Leidenschaft dem Sport gewidmet. In seiner Fachsportschule  in Hamburg trainiert der 16-fache Deutsche Meister, Europameister und 2-fache Vizeweltmeister im Leichtkontakt und Semikontakt Kinder, Jugendliche und Erwachsene im Breiten und Leistungssport.  Sein Training ist geprägt durch die praktische Anwendung seines langjährigen und hochqualifizierten Fachwissens aus der sportlichen Physiotherapie. Michaels starke Persönlichkeit wird deutlich in seinem Training spürbar, wodurch er seinen Schülern und Mitgliedern Werte wie Loyalität, Zuverlässigkeit, Verantwortung, Disziplin und Respekt vermittelt.  Nach seiner sportlichen Karriere als Jugendlicher beim Hamburger Fußballclub St. Pauli, entdeckte Michael Wübke 1984 seine Leidenschaft am Kampfsport. Durch sein beständiges Engagement, Spaß an der Sache und seine hohe Leistungsorientierung begann innerhalb kurzer Zeit seine internationale Erfolgskarriere im Kickboxen in den Disziplinen Semi-, Leicht- und Vollkontakt. 

Neben der eigenen sportlichen Karriere trat Michael 1987 seine berufliche Laufbahn als Trainer an und schloss ebenfalls parallel seine Ausbildung als staatlich geprüfter Physiotherapeut ab. Von 1992 bis 96 war Michael Wübke Vizepräsident und seit 1997 Präsident des Hamburger Kickboxverbandes und Vizepräsident der WAKO Deutschland e.V.. Gemeinsam mit Peter Zaar war er 12 Jahre Bundestrainer der Deutschen Nationalmannschaft im Leichtkontakt, die er während der Welt- und Europameisterschaften weiterhin als Physiotherapeut betreut. Das Team wählte Michael als Ehrenbundestrainer im Leichtkontakt.  Aufgrund seiner erfolgreichen Verbandsarbeit im Präsidium konnte er in den vergangenen Jahren im Hamburger Kickboxverband neue Strukturen implementieren, die dazu führten, dass zahlreiche Sportschulen und Vereine in dem Verband beigetreten sind. Auf diese Weise leistet Michael einen entscheidenden Anteil zur Aufnahme des Kickboxsports im Landessportbund Hamburg.   


Julia Irmen (geb. Göldner)

*22.09.1984

Julia betreibt seit 2003 Kickboxen, etwas unklassisch kam sie dabei nicht aus einer anderen Kampfsportart zum Kickboxen, sondern von einer Ballsportart, genauer gesagt dem Volleyball. Nach einer schweren Schulterverletzung die sie sich beim Volleyball zuzog suchte sie eigentlich nur einen sportlichen Ausgleich. Ihr erster Anlaufpunkt war der 1. KC Dingolfing, damals war Kai Becker dort als Trainer tätig. Das große Talent von Julia blieb nicht lange unentdeckt und so wechselte sie nach Plattling, um direkt unter Kai Becker  noch intensiver trainieren zu können. Bereits im Oktober 2003 bestritt sie ihren ersten Wettkampf. Innerhalb eines Ländervergleichskampfes Bayern gegen Österreich musste sie gleich gegen die amtierende Semikontakt Weltmeisterin aus Österreich antreten. Und man glaubte es nicht, Julia konnte diesen Leichtkontakt Kampf für sich entscheiden. Nachdem die Newcomerin auf dem Trainingslager in Silz einen bleibenden Eindruck bei Bundestrainer Peter Zaar hinterließ, folgte prompt die erste Einladung zum Nationalkadertraining. Danach folgte eine beispiellose Karriere: 2 mal Austrian Classics Gewinnerin, 11 mal Deutsche Meisterin, 7 mal IDM Meisterin, 4 mal Deutschlandpokal Siegerin, 3 mal Internationale Deutsche Meisterin im Boxen. Durch ihre Arbeit als Polizeibeamte war Julia oft auch an anderen Orten eingesetzt und konnte so auch bei namhaften Trainern wie Ferdinand Mack, Sven Kirsten und Christian Bauer trainieren. Neben dem sportlichen Geschehen bestimmte aber auch ein privates Ereignis die Karierre von Julia: Sie ging am 9.Juli 2008 den Bund der Ehe ein und wechselte ihren Mädchennamen Göldner in Irmen.

Die sportlichen Höhepunkte in diesem Jahr waren der DM-Titel im Boxen, 2-fachen DM Titel im Kickboxen, der Vize-Europameistertitel im Vollkontakt und der Europameistertitel im Leichtkontakt. Es gab aber nicht nur Höhen in der bisherigen Laufbahn von Julia. Verletzungen und Niederlagen, vorallem bei einer so steilen Karriere, machten auch der Ausnahmesportlerin zu schaffen. Peter Zaar hatte hier immer sehr wertvolle Tipps und aufmunterte Worte für die Nationalkämpferin und ihren Heimtrainer Kai Becker parat. Das wohl erfolgreichste Jahr 2009 schließt Julia mit vier WM Titeln, bei den Amateuren im Leicht- und Vollkontakt und bei den Profis im Vollkontakt sowie bei den World Police & Fire Games im Boxen ab. Jetzt fehlt eigentlich nur noch eine Olympia-Medaille im Boxen – da laufen die Planungen schon in Richtung London 2012.  


Geert Lemmens

*30.01.1945

Wenn man von Karate und Kickboxen in Europa spricht, geht kein Weg an der Person Geert J. Lemmens vorbei. Der gebürtige Belgier, der 1972 nach Hamburg umsiedelte, machte sich zunächst einen Namen als der erfolgreichste belgische Kämpfer aller Zeiten, später als einer der Gründer der WAKO. Geert J. Lemmens zählt zu den „Living Legends“ der Kampfkunst- und Ringsportszene. 
Der von der belgischen Krone zum Ritter geschlagene Lemmens wurde am 30.01.1945 in Geel, nahe der Diamantenstadt Antwerpen, geboren. Als Teenager wollte er boxen. Da es keinen Boxclub in seinem Ort gab, begann er 1964 Karate bei Sensei Leo Aarts zu studieren. Er lernte von den Besten der Szene: Leo Aarts, Francois van Haesendonck, Satoshi Miyasaki, Taiji Kaze, Jon Bluming um nur einige zu nennen. 1968 legte er die Prüfung zum Meistergrad ab und gewann die erste belgische Meisterschaft. Damit legte er sich den Grundstein für eine atemberaubende Wettkampfkarriere. Insgesamt bestritt er mehr als 600 Kämpfe, wovon er fast alle gewann. Als mehrfacher belgischer und deutscher Meister kämpfte er gegen die besten Karateka dieser „Blood & Guts Era“: Benny „The Jet“ Urquidez, Ron Marchini, Gilbert Grüss, Dominique Valera u.a.. Im Ranking des Black Belt Magazine fand sich der Name Geert J. Lemmens unter den drei besten Kämpfern der Welt wieder. Georg Riebartsch sagt: „Der Weg und Umweg des Geert J. Lemmens ist Tat und Geschichte zugleich.“  Nach seiner aktiven Karriere als Kämpfer blieb er der Sache weiter verbunden.

Der mehrfache Familienvater wurde Cheftrainer in Hamburgs größtem Sport-Centrum, dem Budo Club Nippon. Über den Chef des BCN, Herbert Kranz, lernten sich Georg Brückner und Geert J. Lemmens kennen. Zwei Pioniergeister trafen aufeinander und eiferten einer gemeinsamen Vision nach: ein freies, faires und stiloffenes Karate, bei dem weder sportpolitische Differenzen noch undurchsichtige Regeln den Glanz dieser schönen Kunst des Kämpfens raubten. Gemeinsam mit weiteren Wegbegleitern arbeiteten Sie an dieser großen Idee. Im Februar 1977 mündete diese Entwicklung in der Gründung der WAKO. Brückner und Lemmens waren die einzigen Personen, die bei allen drei Meetings zur Gründung der WAKO dabei waren (Paris 1976, Berlin Februar 1977, Berlin Dezember 1977). 1979 schrieb Lemmens das Regelwerk für den Spagat zwischen dem Semi-Kontakt (Light Contact Karate) und dem Vollkontakt (Full Contact) – das Leichtkontakt war geboren. 1979 fand das erste Turnier in Hamburg statt. Zeitzeugen wie Peter Zaar, Karsten Marek und Hans Peter Bohnsack haben damals als Kämpfer an diesem Turnier teilgenommen. Gemeinsam mit seiner Frau Vera und seinen Söhnen Geert W. „Joppe“ und Mark Leo zog er 1980 weiter nördlich und eröffnete ein eigenes Sportstudio in Heide.  

Noch heute ist Geert J. Lemmens aktiv am Geschehen beteiligt. Judo Gene Lebell, selbst eine Legende, bezeichnet Lemmens als „Living Legend“ – eine Legende zum Anfassen. Als Präsident des Schleswig-Holsteinischen WAKO Landesverbandes und Cheftrainer der Lemmens Akademien und des Kanshos Pro Elite Teams gibt er nun seit knapp 40 Jahren sein Wissen weiter. Er ist der Meistermacher. Seine These lautet: „Ein Champion wird gemacht und nicht geboren!“.


Maike Kindl

Maike Kindl, geb. Gölzenleuchter, hat ihren kampfsportlichen Werdegang im Jahr 1995 im Budo Sport Verein Gelsenkirchen begonnen. Von einer recht erfolgreichen Tanzkarriere kommend begann sie zunächst mit dem Taekwon-Do Training, wechselte dann aber sehr schnell zum Kickboxen. Maike spezialisierte sich im Wettkampf auf das Leichtkontakt Kickboxen. Hier wurde sie von ihren Trainern Andree Müller und Norbert Burkowski seit 1998 zu folgenden Titeln geführt (hier nur die wesentlichen Erfolge und Höhepunkte ihrer Karriere):

 6x Landesmeisterin NRW Leichtkontakt, 7 x Deutsche Meisterin Leichtkontakt, 4x Internationale Deutsche Meisterin Leichtkontakt, 3x 1. Platz Leichtkontakt Deutschlandpokal, Maike nahm an 3 Weltmeisterschaften und 2 Europameisterschaften der WAKO teil. Hier konnte sie sich folgende Platzierungen erkämpfen: 1x 3. Platz Weltmeisterschaft Leichtkontakt 1x 2. Platz Weltmeisterschaft Leichtkontakt 1x 1. Platz Europameisterschaft Leichtkontakt Aber auch im Vollkontakt konnte sich Maike 2 Deutsche und 2 Internationale Deutsche Meistertitel erkämpfen.

Für ihre sportlichen Erfolge wurde Maike mehrfach von ihrer Heimatstadt Gelsenkirchen ausgezeichnet und wurde sogar im Jahr 2001 zur Sportlerin des Jahres gewählt. Während ihrer aktiven Laufbahn bestach Maike vor allem durch ihre präzise Technik und konditionellen Fähigkeiten. Kaum eine andere Kämpferin in Deutschland konnte bisher an diese Fähigkeiten anknüpfen. Die einzige Niederlage, die Maike hinnehmen musste, war der Kampf um ihr Herz. Diesen Kampf verlor Sie 1999 auf der Weltmeisterschaft in Caorle an ihren jetzigen Ehemann Dirk Kindl Gemeinsam mit ihm und ihren 3 Söhnen lebt Maike zurzeit in Bottrop NRW.


Dirk Kindl

Dirk Kindl hat seinen kampfsportlichen Werdegang im Jahr 1985 im Alter von 12 Jahren in seiner Heimatstadt Melsungen in Nordhessen begonnen. In diesem Jahr fing er mit dem Kampfsport HO SIN DO an, welches ein koreanisches System ist und dem traditionellen Taekwon-Do sehr stark ähnelt. Unter seinem damaligen Trainer Jürgen Pschibul  konnte Dirk 1993 seine Prüfung zum 1. Dan bestehen und konnte sich seitdem in diesem traditionellen Kampfstil bis zum aktuellen 3. Dan weiterentwickeln. Ende der 80er Jahre kam der Verein, in dem er trainierte, zum Wettkampfsystem des Kickboxens und nahm hier im Verband der WAKO Deutschland e.V. den sportlichen Vergleichskampf auf. Hier kämpfte Dirk in den Jahren zwischen 1989 und 2001 und konnte im Kickboxen etliche Titel und Erfolge feiern.

Hier nur ein Auszug der wesentlichen Erfolge: 5 x Hessenmeister Leichtkontakt,  5 x Deutscher Meister Leichtkontakt, 1 x Deutscher Meister Semikontakt, 1 x Deutscher Meister Vollkontakt, 4 x Internationaler Deutscher Meister Leichtkontakt, 1 x Gewinner Austrian Classics Semikontakt, 1 x 2. Platz World Cup Leichtkontakt, 1 x Europameister Leichtkontakt, 1 x Weltmeister Leichtkontakt. Ebenfalls konnte Dirk sich während seiner Laufbahn einen Deutschen Meistertitel der International Taekwon-Do Federation erkämpfen und gewann auch hier die Italian Open im Leichtkontakt.

Für seine sportlichen Erfolge wurde Dirk mehrfach von seiner Heimatstadt Melsungen in Nordessen ausgezeichnet. Nach Beendigung seiner Wettkampflaufbahn absolvierte Dirk die Ausbildung zum lizenzierten Kickbox-Trainer der WAKO Deutschland. Er trainierte von da an den Landeskader der Senioren in Hessen und nach seinem berufsbedingten Umzug nach Bottrop auch noch 2 Jahre den Landeskader der Senioren in Nordrhein-Westfalen. Vor 2 Jahren wurde Dirk in den erweiterten Kreis der Bundestrainer berufen und befindet sich aktuell im Trainerstab des Bundeskaders für Leichtkontakt Kickboxen. Seinen größten Erfolg konnte Dirk jedoch im Jahre 1999 bei seiner ersten Teilnahme auf einer Weltmeisterschaft erzielen. Hier gewann er zwar noch keine Medaillie, dafür aber das Herz seiner heutigen Ehefrau Maike Kindl, die damals im LK-Team der Damen kämpfte. Heute lebt Dirk mit seiner Frau und 3 Söhnen in Bottrop NRW.


Antonino Spatola

*15.05.1953

Viele  Jahre hat Antonino Spatola kämpfen müssen,  um an sein Ziel zu gelangen: "Die Aufnahme der niedersächsischen Kickboxer in den Landessportbund (LSB)."  Jetzt hat sich sein Traum erfüllt, die Kampfsportler sind aufgenommen. Für den 1. Vorsitzenden des AKBC Wolfsburg, überdies der Präsident des NSKBV e.V. ist sein sportliches Lebenswerk abgeschlossen. Fast zumindest. Spatolas Geschichte ist die eines unendlich langen Ringens mit den Mühlen des Verbandes von immer neuen Anträgen und darauf folgenden Absagen. 17 Jahre lang. Ein Ringen, das viel Kraft gekostet hat: „Jetzt habe ich es endlich geschafft!“, jubelt er.

Der Kampf des Wolfsburgers begann in den 1970er Jahren. Spatola war aktiv und kampfsportbegeistert durch die Filme von Bruce Lee und Co.: „Kickboxen (in den Geburtsstunden und ersten Jahren noch „All-Style Karate“ genannt) war modern, hat mich fasziniert.“ Was nicht in sein Bild passte: Sportler, die ihre Trainer selbst bezahlten, die Topleistungen brachten und keine Hilfestellung von einem Verband/Verein bekamen. Modern, aber unorganisiert. Das musste sich ändern. Damals fing er mit Karate an und lernte über Jahre Kung Fu (Tank Hup Mu Doo Kwan) und „Kickboxen“ beim VfL-Wolfsburg. Wie viele asiatische Kampfsportarten ist auch Tang Hup Mu Doo Kwan nicht nur Kampf, sondern auch Philosophie und fernöstliche Denkweise. Sein Lehrmeister und Trainer dieses einmaligen Kampfsports der fliegenden Füße und Hände, der hohen Sprünge und wirbelnden Kraft Ist Shih Shun Fok, Träger des fünften Dan aus Malaysia. Später arbeitete Spatola bei einem Verein temporär als Trainer. 1988 eröffnete er beim USI Lupo-Martini e.V., dem ältesten ausländischen Fußballclub Deutschlands, die erste Sparte im Kickboxen und gründete bereits 1991 mit anderen Vereinen den Verband NSKBV e.V. (WAKO-Niedersachsen). 1993 folgte die Gründung seines eigenen Kickboxvereins, dem AKBC-Wolfsburg.

Seit 1994 ist er Präsident des Niedersächsischen Kickbox-Verbands, erweiterte einige Male die Satzung. Spatola schrieb beginnend im Jahr 1995 jährlich Anträge an den LSB, stand 1997 vor der Aufnahme. „Dann wurden die Statuten geändert.“ Es lag nun nicht allein in Spatolas Händen, der hoffen musste, dass andere Landesverbände ihre Hausaufgaben machten. So begann Spatolas Odyssee. Aufgegeben hat er nicht. Am 7. Dezember 2011 kam endlich die E-Mail mit der guten Nachricht. Spatola: „Eigentlich kann ich aufhören.“ Eigentlich, denn: „Ein bisschen Arbeit ist noch, aber bald könnte mein Sohn Antony den Verband weiterführen, sofern er will.“ Ziele hat Antonino Spatola noch, sein sportliches Lebenswerk ist erst fast vollendet. Die Aufnahme in den Deutschen Olympischen Sportbund soll noch folgen ... und irgendwann wollen die Kickboxer zu Olympia. Spatola wünscht sich, dass er darauf nicht noch einmal so lange warten muss...


Antony Spatola

*29.04.1978

Er arbeitet ehreamtlich für den Landesverband, und ist mit verantwortlich dafür, dass wir im Dezember 2011 als ordentliches Mitglied im LSB-Niedersachsen aufgenommen wurden. Darüber hinaus arbeitet er auch als Trainer ehrenamtlich  im AKBC-Wolfsburg e.V. bei dem er Mitglied im Vorstand ist. Der begeisterte  Kickboxer und Kung Fu-Mann Antonino Spatola trainierte seinen Sohn Antony bereits als Dreijährigen im elterlichen Wohnzimmer. Dort turnte und eiferte Antony die Übungen seines Vaters nach. In diesem Fall bewahrheitete sich das altbekannte Sprichwort: „Der Apfel fällt nicht weit von Stamm.“ Bereits mit vier Lenzen begann Antony in der Obhut seines Vaters mit dem Kung-Fu Training. "Auf zunächst einfachen, kampfsportspezifischen Gymnastikübungen folgten die ersten Kung-Fu Techniken und 1987 kämpfte er bereits auf WAKO Turnieren im Semi und Leichtkontakt. Parallel startete Antony in den Musikformen  und der erste Titel als Deutscher Meister" war  ihm sicher. In seinem Leistungspass sind zahlreiche Siege und Treppchenplätze amtlich verbucht. Antony ist   8 x  Deutscher Meister (FO),  7 x Deutschland-Cup Sieger (FO), 7 x Gewinner der Internationalen Deutschen Meisterschaft, Mehrfacher Champion des Hessen-Cups, WM-Dritter 1993 (USA), Sieger der WAKO Grand Championships „Austrian Classics“ 95 in Österreich/Brixleggg und Gewinner der Gold- und Silbermedaille bei den Europameisterschaften 1994 (Helsinki). Im Oktober 1995 folgt auf deutschem Boden der ganz große Griff als erster Deutscher nach der Weltmeister-Krone in Musikformen (Softstyle Empty hands). Zusätzlich erkämpft er sich bei der gleichen WM die Bronzemedaille (Softstyle weapons) bei den Formen.

Ergeiz, Durchsetzungsvermögen, Disziplin und Willenskraft stehen für das überaus erfolgreiche Zweigespann von Vater und Sohn. Auftritt in der Budonight 1996 in Berlin und erneut Europameister und EM-Dritter 1996 in Italien /Caorle folgen. 1997 wird er erneut Welt- und Vizeweltmeister in Danzig/Polen. Nach dieser erfolgreichen Serie als Hochleistungssportler in der Weltspitze widmet sich Antony seinem Abitur, welches er 1999 erfolgreich abschließt.

1997 war er bei der Bodogala präsent und siegte im Rahmen der Budo Gala als einziger Deutscher im Ländervergleichskampf Deutschland-USA gegen keinen geringeren als Richard Branden (hall of fame member, USA), den er im gleichen Jahr bei der WM erneut auf Platz zwei verwies.


Rudi Brunnbauer

*04.10.1962

1979 beginnt er im Alter von 16 Jahren mit dem Taekwondo. Bereits vier Jahre später gründet er den KSV Geisenhausen (1983), bei dem er seitdem ununterbrochen 1. Vorsitzender und Mitglied in der WAKO ist. In den Jahren von 1988 bis 1996 leitet er als Vizepräsident der BAKU  die Geschicke des Landesverbandes. Im Jahr 2004 wählen in die Mitglieder zum Präsidenten des bayerischen Landesverbandes.

Er ist der geistige Vater des Online scoring Systems. Im Jahr 2005 gelingt ihm mit einem Porgrammierer die Umsetzung der Vision "Online Scoring". Dieses wird am 01.10.2005 das erste Mal bei einem Turnier eingesetzt. Das Online Scoring hat seitdem die Disziplinen Leicht- und Vollkontakt weitestgehend revolutioniert, weltweit. An seiner Idee orientieren sich die folgenden Turnierprogramme der WAKO.

Er ist aber nicht nur ein hervorragender Funktionär mit vielen weiteren Visionen sondern auch ein erfolgreicher Trainer. Seit Jahren stellt der KSV Geisenhausen unter seiner Leitung mehrere Sportler im Nationalkader im Point Fighting und Vollkontakt. Er kann auf etliche Vize-, Welt- und Europameistertitel sowie dritte Plätze und Worldcupsiege seiner Sportler zurückblicken.


Heinz Klupp

Heinz Klupp wurde 1978 bei der WAKO im VK Deutscher Meister und dann ebenfalls 1978 Dritter im VK -69 kg bei den ersten WAKO Weltmeisterschaften in Berlin (Deutschlandhalle). 1983 wurde er im VK -67 kg dann Weltmeister bei der WAKO WM in London. 1984 -1987 war er dann Kadertrainer im VK für die BAKU. 1987 wurde er von Georg Brückner zum National Coach VK für die WAKO WM in München berufen.

2012 habe er das Kampfkatzenkonzept markenrechtlich schützen lassen und hofft, dass es in der Zukunft richtig einschlägt. Seit Januar 2014 ist er wieder in der BAKU Vorstandschaft als Vizepräsident. 

 


Bernd Reichenbach

* 10.08.1965

Bernd Reichenbach begann 1983 im Alter von 17 Jahren in der legendären Kampfsportschule Blankenburg mit dem Kickboxen. Eine lange, erfolgreiche Karriere als Wettkämpfer mit vielen Deutscher-Meister-Titeln wurde 1993 mit dem Titel des Vizeweltmeisters im LK -79 kg in Atlantik City international gekrönt, wo er auch mit der Mannschaft Team-Weltmeister wurde. Bronze bei der WM 1995 im LK -84 kg sowie der Vize-EM-Titel im LK -89 kg waren weitere Höhepunkte seiner Sportlerlaufbahn. Seit 2008 ist er fest ins Bundestrainer-Team berufen, wo er im Leichtkontakt erfolgreich die Kaderathleten mit betreut. Seit 2014 betreut er den Low Kick und K-1 Bereich.

Neben dem erfolgreichen Ausrichten von Turnieren und der sehr guten Absolvierung der Trainerausbildung bei Peter Zaar rief er die berliner Trainerausbildung ins Leben. Mit Peter Zaar und Martin Albers ist er federführend an der Modifikation des Prüfungswesens als Schnittstelle zum wettkampfnahen Training beteiligt.

Auch als Funktionär beweist er seit Jahren vorbildlich Verantwortung. Als Vizepräsident des Bundes und als Prüfungs- und Ausbildungsreferent ist Bernd Reichenbach für uns Kickboxer immer ansprechbar.


Martin Albers

* 11.01.1975

Martin Albers wurde am 11.01.1975 in Cloppenburg geboren. Im Alter von 14 Jahren begann er bei dem früheren WAKO-Deutschland Präsidenten Jochen Böckmann mit dem Taekwondo Training.

Mit 20 Jahren zog er nach Köln und fing sein Studium zum Diplom-Sportlehrer an der Sporthochschule Köln an. Sofort begann er im legendären Kickbox Studio Baaden unter Leitung von Peter Zaar mit dem Kickboxtraining.

Hier wurden die Grundlagen zu einer vorbildlichen Weltklasse-Kickboxkarriere gelegt. Martin Albers wurde mehrfacher Deutscher sowie Internationaler Deutscher Meister. WM-Bronze sowie dreimaliger Europameister stehen in seiner Erfolgsbilanz. Gekrönt wurde seine Laufbahn mit dem Gewinn der Weltmeisterschaft in seiner Gewichtsklasse -84 kg im Leichtkontakt 1999.

Der Diplom-Sportlehrer absolvierte nach seiner aktiven Laufbahn bei Bundestrainer Peter Zaar seine Kickbox-Trainerausbildung und ist seit 2007 im Bundestrainer-Team integriert.

Mit Peter Zaar betreut er zusätzlich den NRW Landeskader LK. Als Vizepräsident der WAKO NRW ist er auch als Funktionär immer für den Sport und die Sportler da.

Das Kickbox-Prüfungsprogramm wurde von ihm mitgestaltet und das Kinderprüfungsprogramm von ihm entwickelt. 

Der sympathische Familienvater lehrt im Bonner Raum an Schulen und in Seminaren Gewaltprävention für Kinder und Jugendliche.

Seit Jahren leitet er das Jugend-Sommercamp der WAKO Deutschland. Martin Albers ist als Mensch und Sportler ein großes Vorbild.